Allgemeine SS

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Uniform der Allgemeinen SS in der Zeit zwischen 1932 und 1945, hier SS-Oberscharführer

Allgemeine SS, auch Allgemeine-SS, Schwarze SS oder Heimat-SS, war ab Herbst 1934 die offizielle Bezeichnung jenes Teils der Schutzstaffel, der seinen Dienst in dieser Organisation ehrenamtlich, das heißt freiwillig und unentgeltlich versah. Die hauptberuflichen SS-Führer in der Allgemeinen SS, die einem der SS-Hauptämter angehörten, waren 1940 der Waffen-SS überstellt worden.

Namensbedeutung[Bearbeiten]

Die Allgemeine SS wurde als vollgültiger Teil der SS und als Gliederung der NSDAP eingeführt, um die unbewaffnete SS von den bewaffneten Tochterorganisationen zu unterscheiden. Die Allgemeine SS war zum einen dem Kommandoamt der Allgemeinen SS des SS-Führungshauptamtes und zum anderen dem SS-Hauptamt zugeordnet.

Die Bezeichnung „Schwarze SS“ wurde von der schwarzen SS-Uniform abgeleitet, als die bewaffneten SS-Verbände, namentlich die SS-Verfügungstruppe und die SS-Totenkopfverbände, begannen, die schwarzen Uniformen abzulegen. An deren Stelle führte die Verfügungstruppe erst erd- und später feldgraue Uniformen nach dem Vorbild der Wehrmacht ein, die jedoch wie die schwarze SS-Uniform geschnitten war. In den SS-Totenkopfverbänden wurde dagegen eine erdbraune Uniform eingeführt.

Gliederung[Bearbeiten]

Die Allgemeine SS bestand aus folgenden Teilorganisationen und war wie die SA nach einer militärischen Hierarchie aufgebaut:

  1. Aktive SS (zwischen 18 und 35 Jahren)
  2. SS-Reserve (zwischen 35 und 45 Jahren)
  3. SS-Stammabteilung (über 45 Jahre)

Verwendung und Aufgaben im Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Ab März 1938 wurde es den SS-Führern der Allgemeinen SS gestattet, die aktuellen Uniformen der Waffen-SS zu tragen. Auf diesen wurden bis 1945 beidseitig die schmalen Schulterschnüre der Allgemeinen SS getragen. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden die Mitglieder der Allgemeinen SS überwiegend in die Wehrmacht einberufen und leisteten dort ihren Kriegsdienst ab. Nur ein geringer Teil von ihnen wurde in der Waffen-SS eingesetzt.

Ab 1940 wurde innerhalb der Allgemeinen SS eine Gliederung geschaffen, die sich Germanische SS nannte. Dieser gehörten SS-ähnliche Organisationen in den Niederlanden, Belgien und den skandinavischen Ländern Dänemark und Norwegen an. Ihre Mitglieder wurden überwiegend in der Waffen-SS eingesetzt.

Mit der Aufstellung des Volkssturms (Oktober 1944) wurden auch die bis dahin nicht kriegsverwendeten Mitglieder der Allgemeinen SS mit einbezogen. Im Kampfeinsatz trugen sie ihre schwarze SS-Uniform und veraltete schwarz lackierte Stahlhelme (M1916). Zu diesen trugen sie eine Armbinde mit der Aufschrift „Deutscher Volkssturm“, die über der Hakenkreuz-Armbinde angebracht wurde.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Robin Lumsden: Allgemeine-SS. Ian Allan Publishing 1992, ISBN 978-0-7110-2905-7.
  • Robin Lumsden: Allgemeine-SS. Reihe "Men-at-Arms", Osprey Publishing 1993, ISBN 978-1-85532-358-2.
  • Sebastian Hein: Elite für Volk und Führer. Die Allgemeine SS und ihre Mitglieder 1925-1945. Oldenbourg Verlag, München 2012, ISBN 978-3-486-70936-0.