Allmendingen (Württemberg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Allmendingen
Allmendingen (Württemberg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Allmendingen hervorgehoben
48.3280555555569.7205555555556518Koordinaten: 48° 20′ N, 9° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Alb-Donau-Kreis
Höhe: 518 m ü. NHN
Fläche: 45,9 km²
Einwohner: 4316 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89604
Vorwahlen: 07391, 07384
Kfz-Kennzeichen: UL
Gemeindeschlüssel: 08 4 25 002
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 16
89604 Allmendingen
Webpräsenz: www.allmendingen.de
Bürgermeister: Robert Rewitz
Lage der Gemeinde Allmendingen im Alb-Donau-Kreis
Landkreis Biberach Landkreis Esslingen Landkreis Göppingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Ulm Allmendingen (Württemberg) Allmendingen (Württemberg) Altheim (Alb) Altheim (bei Ehingen) Altheim (bei Ehingen) Amstetten (Württemberg) Asselfingen Ballendorf Balzheim Beimerstetten Berghülen Bernstadt (Alb) Blaubeuren Blaustein Breitingen Börslingen Dietenheim Dornstadt Ehingen (Donau) Ehingen (Donau) Emeringen Emerkingen Erbach (Donau) Griesingen Grundsheim Hausen am Bussen Heroldstatt Holzkirch Hüttisheim Illerkirchberg Illerrieden Laichingen Langenau Lauterach (Alb-Donau-Kreis) Lonsee Merklingen Munderkingen Neenstetten Nellingen Nerenstetten Oberdischingen Obermarchtal Oberstadion Öllingen Öpfingen Rammingen (Württemberg) Rechtenstein Rottenacker Schelklingen Schnürpflingen Setzingen Staig Untermarchtal Unterstadion Unterwachingen Weidenstetten Westerheim (Württemberg) Westerstetten BayernKarte
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Allmendingen ist eine Gemeinde des Alb-Donau-Kreises in Baden-Württemberg etwa 25 Kilometer westlich von Ulm und 4 km nördlich der Kreisstadt Ehingen (Donau).

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Der Kernort Allmendingen liegt an der Schmiech in einem ursprünglich von der Urdonau ausgewaschenen Tal, welches das östlich gelegene Hochsträß vom Rest der Schwäbischen Alb trennt. Der höchste Punkt auf den Lutherischen Bergen (Ennahofen) liegt 750 m ü. NN.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an die Stadt Schelklingen, im Osten an Altheim, im Süden und Westen an die Stadt Ehingen. Die Exklave Niederhofen grenzt im Norden und Osten an die Stadt Erbach, im Süden an Oberdischingen und Öpfingen an.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Allmendingen besteht aus den Teilorten Allmendingen (3304 Einwohner am 30. April 2009[2]), Ennahofen (266 Einwohner), Grötzingen (296 Einwohner), Niederhofen (375 Einwohner) und Weilersteußlingen (249 Einwohner). Zum Teilort Allmendingen gehören die Ortsteile Großallmendingen, Kleinallmendingen und Schwenksweiler, der Weiler Hausen ob Allmendingen sowie das Gehöft Siegentalhof. Zu den Teilorten Ennahofen und Grötzingen gehören jeweils nur die gleichnamigen Dörfer. Zum Teilort Niederhofen gehören die Weiler Niederhofen, Pfraunstetten und Schwörzkirch sowie das Gehöft Ziegelei. Dieser Teilort bildet eine Exklave, da zwischen seiner Fläche und dem restlichen Allmendinger Gemeindegebiet ein zur Stadt Ehingen gehörender Streifen liegt. Zum Teilort Weilersteußlingen gehören das Dorf Weilersteußlingen und der Weiler Ermelau.

Im Gemeindegebiet liegen mehrere abgegangene, heute nicht mehr bestehende Ortschaften. Im Ortsteil Allmendingen nördlich von Hausen liegt die Wüstung Augsdorf. Ebenso wird auf dem Waffensberg eine abgegangene Burg vermutet. Im Ortsteil Grötzingen liegen die Wüstungen Hohenbuch, das 1152 als Hohonbuach erstmals genannt wird, und Kaltinwil, das um 1200 als Caltiwil erstmals erwähnt wird. Hohenbuch wird im 13. Jahrhundert und Kaltinwil im 14. Jahrhundert nicht mehr erwähnt.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Ortsmitte mit Rathaus und Bürgerhaus

Frühester Beleg menschlicher Besiedlung ist der Fund eines Ziegelbrennofens aus der Zeit der römischen Besatzung im Ortsteil Niederhofen.[4]

Politik[Bearbeiten]

Allmendingen bildet mit Altheim eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 führte zu folgender Verteilung der 19 Sitze im Gemeinderat:[5]

Partei Stimmen Veränderung Sitze Veränderung
CDU 54,0 % –12,2 %p 10 Sitze –3
FWG 46,0 % +12,2 %p 9 Sitze +3

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Silber unter blauen Schildhaupt, darin drei goldene Kugeln (Laibe), ein schwarzes, rotbezungtes, aufrechtes Pferd.

Das Wappen vereint Elemente der Wappen der Herren von Freyberg (Kugeln), deren Geschichte eng mit der Allmendingens verbunden ist, und der bürgerlichen Familie Renner (Pferd), die in Allmendingen ebenfalls Besitztümer hatte.


Wirtschaft[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Allmendingen liegt an der Donautalbahn von Donaueschingen nach Ulm und ist Regionalbahn-Halt. Es bestehen so stündliche Bahn-Verbindungen nach Ehingen (Donau) und nach Ulm. Allmendingen ist in den Donau-Iller-Nahverkehrsverbund eingegliedert.

Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 492 Ehingen – Blaubeuren, die um den Ortskern herum führt.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Der größte Arbeitgeber ist der Automobilzulieferer Burgmaier. Weitere Industrieunternehmen sind der Formenhersteller Rampf, der nach eigenen Angaben in seiner Branche Weltmarktführer ist, sowie das Zementwerk Schwenk, das auch optisch das Ortsbild prägt.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten]

Allmendingen besaß als erste Gemeinde der Gegend und noch vor der Stadt Ehingen ein Freibad. Dazu gibt es einen Tennisplatz, eine Turn- und Sporthalle und das Fußballstadion des TSV Allmendingen.

Entwicklung des Gemeindegebiets[Bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1974 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Ennahofen, Grötzingen, Niederhofen und Weilersteußlingen eingemeindet.

Ortskernsanierung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Allmendingen führt seit dem Jahr 2000 eine Sanierung ihres Ortskerns durch. Neben öffentlichen werden auch private Maßnahmen gefördert. Innerhalb des Sanierungsabschnitts I wurde das Alte Schulhaus, erbaut 1885, zu einem Bürgerhaus umgebaut. Das Land Baden-Württemberg stellte für den ersten Sanierungsabschnitt insgesamt Zuwendungen in Höhe von 1,68 Millionen Euro zur Verfügung. Das entspricht einer Förderung von 60 % aus zuschussfähigen Gesamtkosten von 2,8 Millionen Euro. Mit diesen Mitteln wurden öffentliche und private Maßnahmen städtebauliche Mängel und Missstände behoben und die Lebens-, Arbeits-, und Wohnbedingungen in der Ortsmitte verbessert.

Folgende öffentliche Bauabschnitte wurden realisiert:

  • Nördliche Hauptstraße (2001/2002)
  • Kirchplatz (2003)
  • Südliche Hauptstraße (2004)
  • Gestaltung des Rathausplatzes (2006)

Gemeindemarketing[Bearbeiten]

Seit 1998 gibt es in Allmendingen einen Arbeitskreis Gemeindemarketing, einen Zusammenschluss engagierter und interessierter Bürger aus der Gemeinde. Gemeindemarketing möchte eine Brücke sein zwischen Gemeindeverwaltung, Handel- und Gewerbe, örtlichen Vereinen und Bürgern.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Altes Schloss
Neues Schloss der Freiherren von Freyberg
Pfarrkirche Maria Himmelfahrt
  • Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt aus dem 15. Jahrhundert
  • Schloss der Freiherren von Freyberg, 16. Jahrhundert. Seit vielen hundert Jahren sind die Freiherren von Freyberg-Eisenberg in Allmendingen ansässig und spielen eine wichtige Rolle in der Heimatgeschichte Allmendingens. Das Alte Schloss, ein Wasserschloss mit zwei Ecktürmen und einer Zugbrücke, stammt aus der Zeit um 1593. Das Neue Schloss, das jenseits der Schmiech steht und mit dem Alten Schloss durch einen Gang verbunden ist, wurde 1782 gebaut. Der Park hinter dem Schloss wurde erst im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts geschaffen.

Siehe auch Burg Allmendingen

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Heimatfest „Fest im Zentrum“, kurz FiZ (zuletzt vom 30. bis 31. Juli 2011)
  • Nachtumzug
  • Weihnachtsmarkt
  • Bücherflohmarkt (einer der größten in Süddeutschland)
  • Allmendinger Gesundheitstage

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Die Gemeinde Allmendingen hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

  • Anton Hoch (Fabrikdirektor) (1842-1919), Direktor der Zementfabrik des Stuttgarter Immobilien- und Baugeschäfts in Allmendingen, Ehrenbürger am 21. November 1913
  • Carl Schwenk (1852-1942), Inhaber der Schwenkschen Zementfabrik in Allmendingen, Ehrenbürger 1890?
  • Carl Schwenk (junior) (1883-1978), Alleininhaber der Firma E. Schwenk Zementwerke GmbH, Ulm (Donau), Ehrenbürger am 26. Oktober 1952

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Die folgende Übersicht enthält bedeutende, in Allmendingen geborene Persönlichkeiten, aufgelistet nach dem Geburtsjahr. Für die Nennung ist es unerheblich, ob die Personen ihren späteren Wirkungskreis in Allmendingen hatten oder nicht.

  • Joseph von Sontheimer (1787–1846), königlich württembergischer Generalstabsarzt, Übersetzer der arabischen Heilmittelrezepte von Avicenna
  • Helmut Braig (* 1923), Maler, Bildhauer, Grafiker, Filmemacher und Buchautor
  • Ernst Geprägs (1929–2011), geboren im Ortsteil Grötzingen, Landwirt, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes

Sonstige Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Hier werden bekannte Persönlichkeiten aufgeführt, die in Allmendingen einen Teil ihres Lebens verbracht haben oder in Allmendingen verstorben sind.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Allmendingen – Zahlen, Fakten, Haushaltsinformationen 2009
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 308–397
  4. Ulrich Brandl und Emmi Federhofer: Ton + Technik. Römische Ziegel. Theiss, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2403-0 (Schriften des Limesmuseums Aalen. Nr. 61)
  5. http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Wahlen/Kommunalwahlen_2009/GTabelle.asp?G=GE425002

Literatur[Bearbeiten]

  • Beschreibung des Oberamts Ehingen von 1826, Reprint von 1971 des Horst Bissinger Verlags, Magstadt, ISBN 3-7644-0003-X, Digitalisat in Wikisource
  • Gemeinde Allmendingen (Hrsg.) (1961): Allmendingen: Ein Heimatbuch zur Tausendjahr-Feier. Ulm (Donau): Süddeutsche Verlagsgesellschaft.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Allmendingen (Württemberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien