Allobroger

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Gallien zur Zeit Caesars (58 v. Chr.)
Vienne zur Zeit der Allobroger

Die Allobroger (lat. Allobroges) waren ein keltischer Stamm, der von Caesar unterworfen wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet der Allobroger erstreckte sich zwischen der Rhône und Isère bis hin zum Genfersee. Bei Genava (Genf), nach Caesar extremum oppidum Allobrogum, bildete die Rhone die Grenze zum Gebiet der Helvetier.[1] Ihre Hauptstadt Vienne, in der Frühzeit ein einfacher befestigter Ort, hatte sich zur Zeit des Kaisers Augustus zur Stadt [2] und zum Zentrum eines ausgedehnten Territoriums zwischen der Isère, der Rhone, dem Genfersee und den Grajischen Alpen entwickelt.
Sie wurden 121 v. Chr. von der römischen Armee unter Quintus Fabius Maximus bei ihrem Hauptort Vienne zusammen mit den Arvernern besiegt [3] und anschließend in die römische Provinz Gallia Narbonensis integriert. 61 v. Chr. kam es zu einem letzten Aufstand der Allobroger.

Sie spielten außerdem eine bedeutende Rolle in der Catilinarischen Verschwörung, da sie Catilina an den damaligen Konsul Cicero verrieten.

Zur Bedeutung des Namens: Allobrogen („die in fremden Gebieten wohnen“; siehe auch kymrisch allfro, „Fremder“), vergleiche Nitiobrogen („die in eigenen Gebiet wohnen“).[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Caesar De bello Gallico 1, 6, 3.
  2. Strabon 4, 1, 11.
  3. Velleius Paterculus 2, 10, 39.
  4. Bernhard Maier: Kleines Lexikon der Namen und Wörter keltischen Ursprungs. C. H. Beck, München 2003, ISBN 3-406-49470-6; S. 85.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]