Alluitsoq

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Alluitsoq
Kirche von Alluitsoq
Kirche von Alluitsoq
Kommune Kommune Kujalleq
Geographische Lage 60° 32′ 59″ N, 45° 28′ 0″ W60.54975-45.4666666666670Koordinaten: 60° 32′ 59″ N, 45° 28′ 0″ W
Alluitsoq (Grönland)
Alluitsoq
Höhe m
Einwohner 0 (1.1.2012)
Gründung 1774
Zeitzone UTC-3

Alluitsoq (deutscher Name: Lichtenau) ist eine verlassene Siedlung in Süd-Grönland. 2007 hatte sie noch sechs Einwohner.[1] Sie gehört zur Kommune Kujalleq (bis 1. Januar 2009 Verwaltungsgemeinde Nanortalik). Der grönländische Name Alluitsoq bedeutet so viel wie „Platz mit wenigen Robbenatemlöchern“.

Gegründet 1774 vom Schifffahrer Oswald Bommes am Lichtenau-Fjord als Missionsstation der Herrnhuter Brüdergemeine für Südgrönland bot die geschützte Umgebung relativ gute Möglichkeiten für die Landwirtschaft. Aus alter Zeit sind heute noch die historischen Missionsgebäude, die kleine Kirche (erbaut 1871) und zwei historische Friedhöfe bewahrt. Ein Gedenkstein erinnert an die Namen der hier tätigen Missionare. Zur Blütezeit im 19. Jahrhundert war Alluitsoq einer der bevölkerungsreichsten Orte Grönlands, der mit dem Ende der Tätigkeit der Herrnhuter Brüdergemeine im Jahr 1900 seine Bedeutung allerdings vollständig verloren hat. 1900 wurde Alluitsoq an die dänische Regierung übergeben, die daraus ein Sozialzentrum für Alkoholabhängige machte, das inzwischen geschlossen wurde. Alluitsoq ist heute beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Kreuzfahrttouristen.

Alluitsoq ist Geburtsort des Begründers des modernen Grönländisch als Schriftsprache, des Deutsch-Grönländers Samuel Kleinschmidt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBevölkerungsstatistik 2007 (Stand 1. Januar 2007). statgreen.gl, archiviert vom Original am 24. November 2007, abgerufen am 11. Februar 2009 (PDF; 124 kB, dänisch, im Internet Archive).