Almadén

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Ort Almadén. Für das Forschungszentrum siehe IBM Almaden Research Center.
Gemeinde Almadén
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Almadén
Almadén (Spanien)
Ajoneuvolla ajo kielletty 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kastilien-La Mancha
Provinz: Ciudad Real
Koordinaten 38° 46′ N, 4° 50′ W38.773919444444-4.8351111111111589Koordinaten: 38° 46′ N, 4° 50′ W
Höhe: 589 msnm
Fläche: 239,64 km²
Einwohner: 5.893 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 24,59 Einw./km²
Postleitzahl: 13400
Gemeindenummer (INE): 13011 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine

Almadén ist eine Gemeinde in der spanischen Provinz Ciudad Real der Autonomen Region Castilla-La Mancha.

Der Name leitet sich vom arabischen Begriff ‏المعادن‎ / al-maʿādin / ‚die Mineralien‘ ab.

In der Nähe von Almadén befinden sich die größten Zinnobervorkommen der Erde. Diese werden bereits seit der Antike zur Quecksilbergewinnung abgebaut. Etwa ein Drittel des weltweit jemals geförderten Quecksilbers stammt von hier.[2] In früheren Jahrhunderten wurden zu diesem Zweck oft Häftlinge eingesetzt, die häufig Quecksilbervergiftungen erlitten. Laut einer zeitgenössischen Untersuchung aus dem 16. Jh. starben 24 % der Häftlinge vor Vollendung ihrer Strafzeit. Die Förderung wurde aus wirtschaftlichen Gründen und wegen des Umweltschutzes 2003 eingestellt.[2]

An Stelle der Mine wird gegenwärtig (Stand März 2013) mit Ko-Finanzierung aus dem LIFE (EU)-Programm ein Europäisches Quecksilber-Endlager errichtet. Die Abbaustätte wurde 2012 gemeinsam mit dem slowenischen Bergwerk Idrija in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.[3] Auf dem Gelände der Mine wurde ein Museum errichtet, von dem aus auch Führungen ins Innere der Anlagen aus dem 16. bis 18. Jh. angeboten werden.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. a b Milara, F. Javier Carrasco: The mining park of Almadén. In: Urban Research & Practice. 4(2), 2011, S. 215-218, doi:10.1080/17535069.2011.605847.
  3. UNESCO World Heritage Centre: Heritage of Mercury. Almadén and Idrija
  4. MAYASA: [1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Almadén – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien