Almstedt

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Almstedt (Begriffsklärung) aufgeführt.


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Almstedt
Almstedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Almstedt hervorgehoben
52.0333333333339.9647222222222190Koordinaten: 52° 2′ N, 9° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Hildesheim
Samtgemeinde: Sibbesse
Höhe: 190 m ü. NN
Fläche: 9,92 km²
Einwohner:

957 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 96 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31079
Vorwahl: 05060
Kfz-Kennzeichen: HI
Gemeindeschlüssel: 03 2 54 004
Adresse der Verbandsverwaltung: Friedrich-Lücke-Platz 1
31079 Sibbesse
Bürgermeister: Peter Bernotat (SPD)
Lage der Gemeinde Almstedt im Landkreis Hildesheim
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Almstedt ist eine Gemeinde der Samtgemeinde Sibbesse im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Almstedt liegt südlich von Hildesheim an der Südflanke des Hildesheimer Walds zwischen den Naturparks Weserbergland im Westen und Harz im Südosten. Almstedt wird von der Alme (Zufluss der Riehe) durchflossen.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die Ortsteile der Gemeinde sind Almstedt und Segeste.

[Bearbeiten] Geschichte

Im Jahre 1151 wurde Almstedt zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der Name des Ortes bedeutet "Ort an der Alme". Die Bedeutung des Namens von Segeste, das bereits 845 erstmals als "Seguti" urkundlich genannt wurde, ist jedoch bis heute ungeklärt.[2] Damals besaß das Kloster Corvey dort 80 Morgen Land. Über einen Zusammenhang mit dem Cheruskerfürsten Segestes wurde oft spekuliert, insbesondere, weil sich unweit des Dorfes ein Flurstück mit der Bezeichnung "Burgstelle" befindet. Im Jahre 1020 wurde Segeste als "Segate" erwähnt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zählte Almstedt 606 Einwohner, während in Segeste 263 Menschen lebten.[3]

Am 7. November 1901 wurde die Bahnlinie von Elze nach Gronau bis nach Bodenburg verlängert, und zwischen Almstedt und Segeste wurde ein Bahnhof gebaut. Anfangs hielten hier fünf Personenzugpaare pro Tag, und ein in Almstedt bereits bestehendes Kalkwerk erhielt einen eigenen Gleisanschluss für seinen Güterverkehr[4] Am 24. September 1966 wurde der Personenverkehr auf der Eisenbahnstrecke allerdings eingestellt, und 1974 auch der Güterverkehr.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Verwaltungssitz

Der Verwaltungssitz der Samtgemeinde Sibbesse, der die Gemeinde Almstedt angehört, befindet sich in Sibbesse.

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat aus Almstedt setzt sich aus 11 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 9. September 2001)

[Bearbeiten] Bürgermeister

Der ehrenamtliche Bürgermeister Peter Bernotat wurde am 9. September 2001 gewählt.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Almstedt ist über Kreisstraßen mit der Bundesstraße 243 an das Straßennetz angeschlossen. Die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg verläuft ohne Haltestelle durch das Gemeindegebiet. Sie besitzt hier jedoch einen Betriebsbahnhof mit dem Namen Almstedt.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Die 1901 eingeweihte Bahnstrecke Elze–Bodenburg mit dem Bahnhof Almstedt-Segeste ist seit 1966 für den Personenverkehr und seit 1974 auch für den Güterverkehr aufgegeben, jedoch verkehrt mehrmals jährlich eine Museumseisenbahn, die Almetalbahn, auf einem renovierten Teilstück. In den 1980er Jahren wurde der Bahnhof von der Süd- auf die Nordseite der Gleise verlegt.[5]

Ebenfalls sehenswert ist die 1770 erbaute evangelische Kapelle in Segeste, an die 1823 eine Schule gebaut wurde. Die Schule wurde 1909 in ein Wohnhaus umgewandelt, wobei auch die Kapelle umgebaut wurde. Die Orgel der Kapelle, deren Glocke 1835 eingefertigt wurde, befindet sich über dem Altar und nicht - wie sonst üblich - auf der Empore im Bereich des Turmes. Die Kapelle hat rund 100 Sitzplätze. Über ihrem Eingang im Bereich des Westturmes, dessen Haube mit Schiefer verkleidet ist, findet sich die in Stein gehauene Jahreszahl 1770. An der Südseite der Kapelle ist eine Sonnenuhr in das Mauerwerk eingraviert.

Die 1618 aus Bruchsteinen erbaute und 1819 vergrößerte St. Mauritiuskirche in Almstedt hat einen barocken Altar von 1760, eine Kanzel von 1784 und eine Orgel von 1752. Ihr Turm wurde bereits im 14. Jahrhundert erbaut und diente auch als Wehrturm. In ihrer Sakristei sind spätgotische Wandmalereien aus der Zeit um 1400 zu sehen.[6] Die eine im Jahre 1748 gegossene Glocke läutete ursprünglich in der Pfarrkirche im ostpreußischen Nemmersdorf (heute russisch: Majakowskoje), wo sie für Kriegszwecke entnommen wurde. Sie überstand das Kriegsende und fand hier ihren neuen Läuteort.

In Almstedt mit seiner baumbestandenen Hauptstraße, in deren Mitte die Alme fließt, sowie in der Hauptstraße von Segeste sind zahlreiche gut erhaltene Fachwerkhäuser beachtenswert. In Segeste stehen in der Straße "Im Dorf" fünf Häuser bzw. Höfe unter Denkmalschutz.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
  2. sibbesse.de: Samtgemeinde Sibbesse, Zugriff am 29. April 2011
  3. Wilhelm Keil: Neumanns Orts- und Verkehrslexikon, S.12 u. S. 998. Leipzig 1905
  4. Uwe Helbig: 100 Jahre Lammetalbahn, S.37. Hrsg. Fahrgastverband Pro Bahn e.V., o.J.
  5. Uwe Helbig: 100 Jahre Lammetalbahn, S.38. Hrsg. Fahrgastverband Pro Bahn e.V., o.J.
  6. Informationstafel im Vorraum der Kirche

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Almstedt-Segeste – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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