Aloïse Corbaz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Aloïse Corbaz, genannt auch Aloyse oder Aloïse (* 28. Juni 1886 in Lausanne; † 5. April 1964 in Gimel / Schweiz), ist eine der wichtigsten Künstlerinnen der Art Brut.

Sie lebte von 1918 bis zu ihrem Tode in psychiatrischen Anstalten, wo sie ein umfangreiches Werk von Zeichnungen und Texten in bunter Fettkreide auf Einschlagpapier entwickelte. Die Psychiaterin Jacqueline Porret-Forel, die sie seit 1941 in der Anstalt La Rosière in Gimel-sur-Morges betreute, hat Motivik und Inhalte der Kompositionen entschlüsselt und als ein «Theater des Universums» interpretiert. 1948 wurde Aloïse Corbaz von dem französischen Künstler Jean Dubuffet erstmals im Kunstkontext, in der Compagnie de l'art brut in Paris ausgestellt; seitdem gilt sie als eine der wichtigsten Vertreterinnen der Art Brut oder der Outsider Art. Umfassende Bestände ihres Werks befinden sich in der Collection de l'art brut in Lausanne und im Kunstmuseum Solothurn.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jacqueline Porret-Forel, Aloïse ou le théatre de l'univers, Genf 1993.

Weblinks[Bearbeiten]