Alo Bové

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Alo Bové
Alo Bové

Aloyse „Alo“ Bové (* 19. Oktober 1906 in Hollerich, heute Luxemburg; † 17. Juni 1977 ebenda) war ein luxemburgischer Maler.

Leben[Bearbeiten]

Alo Bové zählt heute zu den bedeutendsten Blumen- und Landschaftsmalern Luxemburgs. Er war ein bekannter Innenarchitekt, Kirchen- und vor allem Blumen- und Landschaftsmaler, der am 19. Oktober 1906 in Luxemburg-Hollerich als Sohn eines Blumengärtners und -züchters geboren wurde und nach einem erfüllten beruflichen und künstlerischen Leben am 17. Juni 1977 in seiner Heimatstadt Luxemburg verstarb.

Nachdem er die Primärschule abgeschlossen hatte, besuchte er von 1921 bis 1925 die Handwerkerschule und war Schüler bei den Professoren Eugéne Kurth und Pierre Blanc, denen er seine zeichnerische Grundausbildung verdankte. Nach Abschluss der Handwerkerschule ging Alo Bové nach München und studierte einige Jahre auf der „Akademie für angewandte Kunst und Raumgestaltung“. Anschließend gründete er in Luxemburg ein Dekorationsatelier. Er bekam zahlreiche Aufträge als Raumgestalter und Dekorateur im Land und auf nationalen und internationalen Ausstellungen in Luxemburg, Paris, Brüssel und Berlin.

In seiner Freizeit widmete er sich intensiv der Malerei, die in den späteren Jahren seines Lebens mehr und mehr zu seinem ganzen Lebensinhalt wurde.

Schaffen[Bearbeiten]

Landschaften und besonders Blumen waren seine Motive, die er in einem unnachahmlich figurativen Stil sehr naturalistisch auf die Leinwand brachte.

Alo Bové ist jedoch kein sturer Nachahmer der Natur. Bei ihm findet man keine Oberflächlichkeit. Seine Werke sind keine Lichtbilder der Natur. Seine realistische und minutiöse Malart zeigt in all seinen Bildern seine außergewöhnliche zeichnerische Begabung. Er malt seine Blumen nicht direkt nach der Natur, sondern nach Skizzen und Studien, vor allem der Blumenblätter. Seine Bilder strahlen eine unglaubliche Duftigkeit und Ruhe aus, von unvorstellbarer Reinheit und Schönheit. Die Farben seiner Blumen leuchten und duften außergewöhnlich fein und durchsichtig, sein Spiel mit den Farben, mit Licht und Schatten erzielen beeindruckende räumliche Effekte. Seine tiefe Zuneigung zur Welt der Blumen lässt den Meister innere, seelische Zusammenhänge zwischen Blume und Mensch erahnen. Ihm genügt es nicht, das rein Morphologische eines Objektes wiederzugeben. Er dringt weiter in das Wesen der Blume und der Pflanze ein.

Alo Bové war nicht nur ein anerkannter Blumenmaler. Er war ebenso ein Meister auf dem Gebiet der Landschaftsmalerei. Besonders bekannt sind seine Öslinger Landschaften mit ihren in Gold getauchten Ginsterkoppen, die durch raffinierte Licht- und Schattenkompositionen die vielfältigste Farbpalette wiedergeben, abgestuft vom leuchtenden Gelb bis zum herbstlichen Ocker.

Schon 1926 wurde er in jungen Jahren Mitglied im „Cercle Artistique“. Im Jahre 1935 wurden ihm für sein künstlerisches Schaffen in Luxemburg der „Prix Grand-Duc Adolphe“ und 1967 der Grand Prix de Peinture in Sarreguemines, Frankreich verliehen.

Im Jahr 1927 stellte er erste Blumenaquarelle aus, später malte er vorwiegend mit Ölfarben. Er beschäftigte sich im Laufe seines Schaffens auch mit Restaurierungsarbeiten in Profanbauten und Kirchen. Erwähnt sei hier die Ausmalung der Kirche in Dreiborn im Jahre 1948. Das luxemburgische Staatsarchiv war unter anderem jahrelang einer seiner wichtigen Auftraggeber.

Alo Bové organisierte regelmäßig Ausstellungen seiner Bilder, beginnend in den frühen 50er Jahren, seit 1970 jährlich, vorwiegend in der Galerie Bradtké in Luxemburg, oder auch in Gemeinschaftsausstellungen mit anderen Künstlern in verschiedenen luxemburgischen Städten. Einige seiner Bilder befinden sich noch im Besitz seiner beiden Kinder, Fred Bové und Marie-Louise Ulrich-Bové, und deren Familien.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alo Bové – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien