Alois Czedik von Bründelsberg und Eysenberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Alois Czedik Freiherr von Bründelsberg und Eysenberg (* 14. November 1830 in Agram; † 20. Juli 1924 in Wien, auch Aloys Czedik) war ein österreichischer Offizier, Lehrer, Eisenbahndirektor und Politiker.

Alois Czedik von Bründelsberg von Ignaz Eigner (Wiener Salonblatt, 1884)

Biografie[Bearbeiten]

Alois Czedik erhielt seine Ausbildung in Agram, Brünn und Wien und wurde im Jahr 1849 Offizier. Im Jahr 1852 legte er die Lehramtsprüfung ab und unterrichtete an Wiener Schulen die Fächer Geschichte und Geographie. Am 7. Mai 1867 wurde er zum Ehrenbürger von Stockerau ernannt. Im Jahr 1870 bekleidete er kurz die Position eines Sektionschefs im Unterrichtsministerium. Im Jahr 1871 wurde er Leiter der Wiener Handelsakademie.

Im Jahr 1873 wurde Czedik zum Generaldirektor der Kaiserin Elisabeth-Bahn berufen. Nach deren Verstaatlichung wurde er erster Generaldirektor der damals neu gegründeten österreichischen Staatsbahnen. 1884 erhielt Czedik die Freiherrenwürde, am 10. August 1885 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Salzburg. 1887 die Ehrung als Geheimer Rat. 1897 wurde ihm das (zusätzliche) Prädikat "Eysenberg" verliehen. 1899 wurde er zum Präsidenten der Staatsschuldenkommission berufen.

Politische Funktionen[Bearbeiten]

Im Jahr 1861 wurde er erstmals in den Landtag von Niederösterreich gewählt, dem er mit Unterbrechungen bis 1896 angehörte, von 1861 bis 1870 war er Mitglied des Landesausschusses. Von 1869 bis 1873 und von 1879 bis 1883 gehörte er dem Abgeordnetenhaus des Reichsrates an. Von 1871 bis 1873 hatte Czedik ein Mandat im Gemeinderat der Stadt Wien inne. Von 1883 bis 1918 war er Mitglied des Herrenhauses, das Oberhaus des österreichischen Reichsrates.

Ehrungen[Bearbeiten]

In Wien Penzing (14. Bezirk) wurde die Alois-Czedik-Gasse nach ihm benannt und in Stockerau die Czedik-Straße. 1882 wurde er Ehrenbürger von Steyr.

Militärisches[Bearbeiten]

1848 war Czedik Hauptmann des Philosophenkorps der Akademischen Legion. Im Mai 1848 trat er von dieser Funktion zurück, als sich die Legion an der Sturmpetition beteiligte (siehe Revolution von 1848/49 im Kaisertum Österreich sowie Pillersdorfsche Verfassung).

Schriften[Bearbeiten]

  • Aloys (Frh. von) Czedik, Zur Geschichte der k. k. österreichischen Ministerien 1861–1916, 4 Bände, Teschen, Wien, Leipzig, 1917–20
  • Aloys Freiherr Czedik von Bründelsberg, Der Weg von und zu den Österreichischen Staatsbahnen. 3 Bände. Verlagsbuchhandlung Karl Prochaska. Teschen, Wien, Leipzig, 1913

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alois Czedik von Bründelsberg und Eysenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien