Alois Delug

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Alois Delug, Porträt von O. Tomasi (1911)
Alois Delug, Die Nornen (1894)

Alois Delug (* 25. Mai 1859 in Bozen; † 17. September 1930 in Wien) war ein österreichischer Maler und Professor an der Wiener Akademie der bildenden Künste.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Bozen begann Delug mit der Malerei und wurden von dem in Bozen lebenden Maler Heinrich Schöpfer gefördert. Er übersiedelte nach Innsbruck und begann dort mit dem Geschichtsstudium, bevor er durch Franz von Wieser an die Kunstakademie in Wien empfohlen wurde. Ab 1880 absolvierte er dort die allgemeine Malerschule, ab 1883 die Spezialschule für Historien- und Porträtmalerei bei Leopold Carl Müller. Sehr einprägsam war für Delug eine dreijährige Studienreise durch Italien, Frankreich, Deutschland und Holland, bevor er in München Aufträge für religiöse und profane Historienbilder annahm. 1896 erfolgte die Übersiedlung nach Wien, wo er eine Professur an der Kunstakademie annahm. Zu seinen Schülern zählten u.a. Anton Velim, Hans Fronius, Anton Kolig, Hubert Lanzinger, Albert Stolz, Hans Popp und Franz Gruss. Ebenfalls 1896 erhielt er auf der Internationalen Kunstausstellung in Berlin eine kleine Goldmedaille. Den Aufzeichnungen des Hitler-Biographen Josef Greiner zufolge, soll Delug im Jahr 1907 Adolf Hitler wegen dessen unzulänglichen Leistungen bei seinen Aufnahmeprüfungen zur Malschule sowie anschließend zur Architekturschule einen Studienplatz an der Kunstakademie verweigert haben.[1]

Alois Delugs ehrenhalber gewidmetes Grab befindet sich auf dem Grinzinger Friedhof (Gruppe 19, Nummer 190).[2]

Im Jahr 1931 wurde in Wien Döbling (19. Bezirk) die Delugstraße nach ihm benannt.

Werke[Bearbeiten]

  • Die Flüchtlinge (1886)
  • Heilige Frauen am Kreuzweg
  • Alarichs Begräbnis in Busento (1890)
  • Die Nornen (1894)
  • Dreiteiliges Votivbild für die Schlosskapelle der Familie Schorlemer (1898)
  • Pieta für die Sühnekapelle für Kaiser Max in Santiago de Querétaro

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alois Delug – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ins Asyl, um nicht Soldat zu werden? - Neue Forschungsergebnisse zur Hitler-Biographie, erschienen am 6. Oktober 1965 in Der Spiegel 41/1965, abgerufen am 26. September 2011.
  2. knerger.de: Das Grab von Alois Delug