Alois Gügler

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Joseph Heinrich Alois Gügler (auch: Joseph Heinrich Aloysius Gügler; * 25. August 1782 in Udligenswil; † 18. Februar 1827 in Luzern) war ein Schweizer katholischer Theologe. Eines seiner Hauptwerke, die christliche Ästhetik Die heilige Kunst oder die Kunst der Hebräer, ist mit der Unterscheidung von christlicher und nicht-christlicher Kunst befasst.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Alois Gügler war Sohn eines Landwirts und ging in Einsiedeln zur Schule. Später lebte er in Petershausen, er studierte in Solothurn und Luzern. 1802 schloss er sein Studium der Theologie bei Johann Michael Sailer in Landshut ab. Er wurde Professor für Altes und Neues Testament an der Höheren Lehranstalt in Luzern. 1805 wurde er zum Priester geweiht. Von 1806 bis 1819 war er auch Professor für Pastoraltheologie.

Gügler bewunderte als junger Mann den Philosophen und Theologen Johann Gottfried Herder. Später war Gügler vom deutschen Idealismus und der deutschen Romantik beeinflusst. Er setzte seine Theologie in Verbindung zur Philosophie und Literatur seiner Zeit.

Werke[Bearbeiten]

  • Einige Worte über den Geist des Christentums und der Literatur im Verhältnis zu den Thaddäus Müllerschen Schriften, 1810
  • Die heilige Kunst oder die Kunst der Hebräer, 1814–18 (3 Teile, unvollendet)
  • Ziffern der Sphinx oder Typen der Zeit, 7 Teile, hrsg. von J. Widmer, 1827–40

Literatur[Bearbeiten]

  • Joseph Rupert Geiselmann: Gügler, Alois. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 7, Duncker & Humblot, Berlin 1966, ISBN 3-428-00188-5, S. 253 f. (Digitalisat)
  • Philipp Kaspar: Alois Gügler 1782–1827. Ein bedeutender Luzerner Theologe im Spannungsfeld von Aufklärung und Romantik. Freiburg/Schweiz, 1977
  • Josef Laurenz Schiffmann: Lebensgeschichte des Chorherrn und Professors Aloys Gügler. Augsburg 1833
  • Karl Werner: Gügler, Jos. Heinr. Alois. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 10, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 95–99.
  • Nikolaus Wicki: Alois Gügler, in: Gegen die Gottvergessenheit, hrsg. von S. Leimgruber, M. Schoch, 1990, S. 20-41

Weblinks[Bearbeiten]