Aloo Pie

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Aloo Pie
Imbissbude auf Trinidad

Aloo Pie ist ein in Trinidad und Tobago gängiges Fast Food-Gericht der karibischen Küche.

Eine Aloo Pie ist eine Teigtasche, die mit gewürztem Kartoffelbrei gefüllt und anschließend frittiert wird. Sie ähnelt mithin den Samosas, ist aber mit 10-15cm Länge deutlich größer und hat auch keine dreieckige Grundform, sondern ähnelt eher einer Calzone. An Gewürzen werden Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel verwendet, gelegentlich auch Knoblauch und Koriander. Manchmal werden die Teigtaschen vor dem Servieren aufgeschnitten und mit einem Brei aus grünen Erbsen oder Chana Dal, geschälten und gespaltenen Kichererbsen, garniert. Abgeschmeckt werden kann mit einem Chutney oder einer scharfen Würzsauce.

Aloo ist Hindi und heißt Kartoffel, Pie ist Englisch und heißt Pastete. Von 1797 bis 1962 war Trinidad eine Kolonie der Engländer, daher wird dort Englisch gesprochen. Nach Abschaffung der Sklaverei auf Trinidad wurden ab 1845 zahlreiche Inder als günstige Arbeitskräfte für die Plantagen angeworben, die ihrerseits Currygerichte einführten, die oft vegetarisch waren und mitunter Kartoffeln beinhalteten. Die Aloo Pie symbolisiert mithin schon rein sprachlich den kulturellen Schmelztiegel, den die meisten Karibikstaaten darstellen. Verkauft werden die Pasteten in Imbissbuden, aber auch in Bäckereien und Cafeterias Trinidads.

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