Alois Jeitteles

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Alois Isidor Jeitteles (* 20. Juni 1794 in Brünn; † 16. April 1858 ebenda) war ein österreichischer Mediziner, Journalist und Schriftsteller.

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Leben [Bearbeiten]

Jeitteles studierte in Prag und Brünn Philosophie und in Wien Medizin. 1819 promovierte er und ließ sich in Brünn als praktischer Arzt nieder. Er veröffentlichte zahlreiche Gedichte in den Taschenbüchern „Selam“ (1812–1817) und „Aglaja" (1815–1832). 1818 gründete er zusammen mit seinem Vetter Ignaz Jeitteles die jüdische Wochenschrift „Siona“. Im selben Jahr verfasste er mit Ignaz Franz Castelli eine Parodie auf die Schicksalstragödie mit dem Titel „Der Schicksalsstrumpf“. 1848 wurde er Schriftleiter der „Brünner Zeitung“ und übte diese Funktion bis zu seinem Tod aus.

Von seinen Gedichten ist der Liederzyklus „An die ferne Geliebte“ hervorzuheben, der 1816 von Ludwig van Beethoven vertont wurde. Es ist bis heute nicht geklärt, ob der Text speziell für Beethoven entstand, oder ob ihn der Komponist einer Publikation, etwa in einem Taschenbuch, entnahm. Zum Tode Beethovens schrieb er das Gedicht „Beethovens Begräbnis“. Jeitteles trat auch als Übersetzer hervor, darunter von dem spanischen Lustspiel Die Macht des Blutes von Agustin Moreto sowie von Stücken aus dem Französischen.

Seine Tochter war die Frauenrechtlerin Ottilie Bondy (1832–1921).

Werke [Bearbeiten]

  • Sieg, Friede, Heimkehr. Bey Gelegenheit der ... Rückkehr ... des Kaisers, Brünn: Trailer, 1814
  • Die Hausgenossen. Lustspiel, Leipzig : Andrä, 1843
  • Moderne Walpurgisnacht, Brünn: C. Winiker, 1848

Literatur [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]