Alpenglöckchen

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Alpenglöckchen

Alpen-Soldanelle (Soldanella alpina)

Systematik
Abteilung: Bedecktsamer (Magnoliophyta)
Klasse: Dreifurchenpollen-
Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Asternähnliche (Asteridae)
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Gattung: Alpenglöckchen
Wissenschaftlicher Name
Soldanella
L.

Alpenglöckchen (Soldanella), auch Soldanelle genannt, sind eine Gattung der Familie der Primelgewächse. Sie werden auch Eisglöckchen oder Troddelblumen genannt. Nach der Bundesartenschutzverordnung sind alle in Deutschland heimischen Arten geschützt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Sie sind in den europäischen Gebirgen heimisch und zählen zu den Frühjahrsblütern. Unterschieden werden 10 immergrüne, staudige Arten, die sich auch als Pflanze für den Steingarten eignen.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Geschichte der Gattung reicht bis ins Tertiär zurück und ist in den Alpen entstanden (alpigen). In den Alpen gibt es sechs Arten.

[Bearbeiten] Pflanzensoziologie

Die Soldanellen sind typisch für die Schneeboden-Gesellschaften sogenannter Schneetälchen: Wenn in den Bergen der Schnee an manchen Stellen länger liegen bleibt, sind in den Bereichen, an denen der Schnee dabei ist, abzuschmelzen, bestimmte Arten als erste wieder am Austreiben; die erste Art ist meistens das Alpenglöckchen. Die Blüte schmilzt sich an den lange mit Schnee bedeckten Standorten oft schon durch die dünne Schneedecke hindurch. Das Durchschmelzen beruht dabei weniger auf der durch Atmung erzeugten Eigenwärme der Pflanze, als auf der Absorption der Sonnenwärme durch die dunklen Knospen und Blütenstiele.

[Bearbeiten] Namensherkunft

Die botanische Bezeichnung Soldanella war schon im 16. Jahrhundert gebräuchlich. Sie soll darauf zurückzuführen sein, dass die rundlich-nierenförmigen Rosettenblätter an die als Soldi bekannten italienischen Münzen erinnerte.

[Bearbeiten] Arten (Auswahl)

[Bearbeiten] Literatur

  • Fischer, M. A., Adler, W. & Oswald K.: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol, Linz, 2005, ISBN 3-85474-140-5
  • Xaver Finkenzeller: Alpenblumen, München 2003, ISBN 3-576-11482-3
  • Ruprecht Düll und Herfried Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands. 2005, ISBN 3-494-01397-7

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Alpenglöckchen – Bilder, Videos und Audiodateien
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