Alphasat I-XL

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Alphasat I-XL
Alphasat bourget YC1.jpg
Maßstäbliches Modell, ausgestellt auf der Pariser Luftfahrtschau.
Startdatum 25. Juli 2013 19:41 UTC
Trägerrakete Ariane 5 ECA VA-214
Startplatz CSG ELA-3
Startmasse 6648,7 kg[1]
Leermasse ca. 3500 kg
Abmessungen 7,1 mal 2,5 mal 2,8 m[2]
Spannweite in Umlaufbahn 40 m
Hersteller Thales Alenia Space und Astrium
Satellitenbus Alphabus
Betreiber Inmarsat
Wiedergabeinformation
Transponder L-Band mit 12-m-Antenne[3]
Sonstiges
Elektrische Leistung 12 kW
Position
Erste Position 25° Ost
Antrieb 400-N-Apogäumsmotor, 10-N-Steuertriebwerke[1]Schwenkbare PPS 1350 Ionentriebwerke[3]
Liste der geostationären Satelliten

Alphasat I-XL ist ein Kommunikationssatellit, der im Auftrag von Inmarsat und der ESA von einem europäischen Firmenkonsortium unter Führung von Thales Alenia Space (abk. TAS) und Astrium gebaut wurde. Er soll auf der Orbitalposition 25° Ost025 über dem Äquator in Dienst gehen.[4]

Nutzlast[Bearbeiten]

Alphasat I-XL soll für Inmarsat Mobiltelekommunikation im L-Band, u.a. mit Handys, ermöglichen. Dazu trägt er eine entfaltbare Antenne mit 11 Metern Durchmesser.[4] Bevor diese jedoch zur Erde ausgerichtet werden kann, muss der Satellit seine Ausrichtung im geostationären Orbit um 90° im Vergleich zur normalen Ausrichtung ändern.[4]

Daneben hat Alphasat I-XL noch vier Experimente der ESA an Bord: [5]

  1. Eine unidirektionale Laser-Kommunikationseinrichtung Advanced Laser Communications Terminal, die Daten über 45.000 km (beispielsweise zwischen Alphasat I-XL und einem Satelliten in einer erdnahen Umlaufbahn oder auch einer Bodenstation) mit 1,8 GBit/s senden kann, entwickelt von der deutschen Firma Tesat-Spacecom, während das dazugehörige Teleskop für den Laserstrahl aus der Schweiz kommt;
  2. Tests der Datenübertragung im Q/V-Band 38 - 48 GHz mit Spotbeams nach Süditalien IT1(Tito), Norditalien IT2(Spino) und Graz EU1 (Österreich). Der Transponder wurde von Herstellern aus Italien gebaut. Die drei Beams sind umschaltbar in den folgenden 4 Modes: 1) IT1- IT2; 2) IT1- EU1; 3) IT1 loop und IT2 loop 4) IT1 loop und EU1 loop
  3. Ein neuartiger Sternsensor aus Deutschland, der genauer als die bisherigen Modelle ist und einen geringeren Energieverbrauch hat;
  4. Ein Experiment aus deutsch-portugiesischer Zusammenarbeit, um die Auswirkung kosmischer Strahlen auf elektronische Bausteine, die aus Galliumnitrid anstatt Silizium bestehen, zu überprüfen.

Flugverlauf[Bearbeiten]

Alphasat I-XL wurde mit einer Ariane 5 ECA am 25. Juli 2013 um 19:54 UTC gestartet und auf eine geostationäre Transferbahn gebracht.[6] Am 6. August 2013 erreichte Alphasat seine vorläufige Position auf der GEO-Bahn, nachdem die Entfaltung der Antennen erfolgreich war.[7] Inzwischen sind auch alle experimentellen Nutzlasten von Alphasat aktiviert worden.[8]

Alphabus[Bearbeiten]

Der Satellit basiert auf dem Alphabus, der unter der Führung von Astrium und TAS im Auftrag der ESA entwickelt wurde. Als erster Typ dieser Baureihe schöpft Alphasat I-XL die Möglichkeiten des Alphabusses nicht aus. Er wird lediglich 12 kW Strom verbrauchen und ca. 6,6 t Startgewicht haben. Die Leermasse beträgt 3,5 t und die Spannweite der Solarzellenflügel 40 m.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b http://www.astrium.eads.net/media/document/va214-launch-kit.pdf EADS Astrium Launch Kit, Abgerufen: 26. Juli 2013
  2. Roland Rischer: Siebzigster Start einer Ariane 5 gelungen, in Raumfahrer.net, Datum: 25. Juli 2013, Abgerufen: 27. Juli 2013
  3. a b Thomas Weyrauch: Bau von Alphasat I-XL schreitet voran, in Raumfahrer.net, Datum: 21. Februar 2010, Abgerufen: 27. Juli 2013
  4. a b c Factsheet Alphasat. ESA, 10. Juni 2011, abgerufen am 5. November 2012 (PDF mit 40 KB, englisch).
  5. Technologisches Neuland mit Alphasat. ESA, 21. Juni 2012, abgerufen am 5. November 2012.
  6. Alphasat_experiences_heaven_on_Earth. ESA, 8. Februar 2013, abgerufen am 17. Februar 2013.
  7. Alphasat reaches temporary geostationary orbit. Inmarsat, 6. August 2013, abgerufen am 7. August 2013 (englisch).
  8. ESA: Laserstrahl von Alphasat-Satellit erreicht vorgesehenes Ziel, Datum:13. November 2013, Abgerufen:15. November 2013
  9. ESA: Alphasat Overview, Abgerufen: 25. Juli 2013

Literatur[Bearbeiten]