Laurel und Hardy: Als Salontiroler

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Filmdaten
Deutscher Titel Dick und Doof als Salontiroler
Originaltitel Swiss Miss
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1938
Länge 72 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie John G. Blystone
Hal Roach
Drehbuch Felix Adler
Jean Negulesco
Charles Nelson
James Parrott
Charley Rogers
Produktion Hal Roach
Sidney S. Van Keuren
Musik Phil Charig
Marvin Hatley
Kamera Norbert Brodine
Art Lloyd
Schnitt Bert Jordan
Besetzung

Dick und Doof als Salontiroler (Original: Swiss Miss) ist eine US-amerikanische Filmkomödie des Komiker-Duos Laurel und Hardy aus dem Jahr 1938. Der Film startete am 28. Februar 1952 in den deutschen Kinos, österreichischer Kinostart war bereits 1948. Dort wurde der Film unter dem Titel Die lustigen Tiroler veröffentlicht. In der Schweiz erhielt der Film den Titel Dick und Doof im Berner Oberland. Im Fernsehen lief der Film auch unter dem Titel Schweizermädel.

Handlung[Bearbeiten]

Stan und Ollie wollen in der Schweiz Mausefallen verkaufen, weil das Geschäft in den USA nicht besonders läuft und Stan der Meinung ist, dass die Schweizer aufgrund des Schweizer Käses viele Mäuse haben. Ein Käufer betrügt sie mit gefälschtem Geld, mit dem sie in einem Restaurant bezahlen wollen. Da sie kein gültiges Geld besitzen, müssen sie die Rechnung abarbeiten. Während dieser Zeit verliebt sich Ollie in die Frau des Komponisten und Gasts Victor Albert und glaubt, sie sei auch in ihn verliebt. Er ist deshalb umso mehr enttäuscht, als sich herausstellt, dass das vorübergehende Zerwürfnis des Paares nur auf einen kleinen Streit zurückzuführen ist. Dennoch wünscht Herr Albert, ungestört und fern von seiner Frau arbeiten zu können. Er mietet ein Chalet, das sich, verbunden durch eine Hängebrücke mit einem Bergweg, in unglaublicher Höhe befindet. Stan und Ollie sollen sein Klavier daraufhin hinüber transportieren. Nicht nur, dass Stan sich kurz zuvor mit Schnaps betrunken hat, macht dabei Probleme. Auch ein Gorilla, der aus dem Chalet kommt, vereitelt den Klaviertransport und stürzt am Schluss samt Instrument in die Tiefe. Am Ende des Films jagt der Affe mit Krücken und gegipsten Gliedern Stan und Ollie hinterher, die die Schulden abgearbeitet haben und zurück nach Amerika wollen.

Wissenswertes zum Hintergrund[Bearbeiten]

  • Die Dreharbeiten dauerten vom 28. Dezember 1937 bis 26. Februar 1938.
  • Dieser Film führte in der Entstehungszeit zu einigen Spannungen zwischen Produzent Hal Roach und Stan Laurel. Laurel hatte durch seine privaten Verhältnisse mit zahlreichen negativen Schlagzeilen für Aufruhr gesorgt, weswegen Roach um dessen Ruf besorgt war. Des Weiteren stimmten sie in ihrer Vorstellung, was den Film anbelangte, überhaupt nicht überein, da Laurel fand, er käme zusammen mit Hardy viel zu wenig vor.
  • Der Film sollte ursprünglich in Farbe gedreht werden, jedoch kehrte Hal Roach schon nach drei Drehtagen wieder zum Schwarz-Weiß-Film zurück, da ein Farbfilm das Budget überstrapaziert hätte, welches mit 700.000 US-Dollar ohnehin das bis dato höchste war.
  • Der wohl bekannteste Sketch dieses Films, jener, in dem Stan und Ollie beim Transport eines Klaviers auf einen Affen treffen, wurde in einem Tonstudio gedreht, wo die Berge, das Chalet und die Hängebrücke aufgebaut waren. Das Flussbett wurde auf eine Leinwand mit kleinen Löchern gemalt, um eine natürliche Spiegelung von Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche zu erreichen.

Information zur deutschen Synchronfassung[Bearbeiten]

  • Die bis heute erhaltene deutsche Synchronfassung wurde 1952 bei der Internationalen Film-Union AG hergestellt. Das Dialogbuch wurde von Wolfgang Schnitzler verfasst, die Musik, die auf keinerlei Bändern mitgeliefert wurde, ließ man von Conny Schumann neu komponieren.
  • Stan wurde wie schon seit 1936 von Walter Bluhm gesprochen, unterstützt von Hermann Pfeiffer als Ollie.

Quellen[Bearbeiten]

  • Laurel & Hardy: Als Salontiroler, DVD 2006, Abschnitt Produktionsnotizen (verfasst von Norbert Aping)
  • Norbert Aping: Das Dick und Doof Buch. Die Geschichte von Laurel & Hardy in Deutschland., Schüren Verlag 2004

Weblinks[Bearbeiten]