Als die Tiere den Wald verließen (Fernsehserie)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Seriendaten
Deutscher Titel Als die Tiere den Wald verließen
Originaltitel The Animals of Farthing Wood
AlsDieTiereDenWaldVerliessen-Logo.png
Jahr(e) 1992–1995
Länge 25 Minuten
Episoden 39 in 3 Staffeln
Musik Detlev Kühne
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
3. Januar 1993 auf ARD
Synchronisation

Als die Tiere den Wald verließen ist eine europäische Zeichentrickserie, die auf der Buchreihe The Animals of Farthing Wood von Colin Dann basiert. Sie handelt von der Zerstörung natürlichen Lebensraums durch den Menschen und der daraus folgenden Flucht der Tiere.

Handlung[Bearbeiten]

Der Thalerwald wird von den Menschen und ihren Maschinen zerstört. Die in diesem Wald lebenden Tiere machen sich daraufhin auf eine lange Reise, um eine neue, passende Heimat zu finden. Sie schwören einen Eid, der besagt, dass sich die Tiere während der Reise helfen werden und keiner den anderen fressen wird. Die Tiere (unter anderem Fuchs, Kröte, Wiesel, Dachs, Maulwurf, Kreuzotter, Kaninchen, Mäuse, Eule und Turmfalke) finden schließlich am Ende der ersten Staffel zum Weißhirschpark, der in den weiteren Staffeln ihre Heimat ist. Jedoch schaffen nicht alle Tiere den langen und gefährlichen Weg dorthin, manchen wird er zum Verhängnis.

Die zweite Staffel handelt eher vom familiären Leben der Tiere, so werden hier die ersten Fuchskinder geboren und einige Streitigkeiten zwischen den bereits im Park lebenden Tieren und den neu hinzugekommenen entstehen. Höhepunkt ist der Konflikt zwischen den Blaufüchsen und den Rotfüchsen, hierbei geraten „Fuchs“ und „Narbengesicht“ mehrfach heftig aneinander. Am Ende der Staffel wird Narbengesicht jedoch von der Kreuzotter umgebracht und zwischen den Blaufüchsen und den Rotfüchsen herrscht durch ein Bündnis zweier Füchse Frieden.

In der dritten Staffel sind die Rudel der Blaufüchse verschwunden, dafür drohen andere Probleme für die Tiere. Ratten versuchen den Weißhirschpark einzunehmen, der Fluss wird vergiftet und einige Tiere werden von Menschen eingefangen und fortgebracht. Am Ende gelingt es den Tieren jedoch, die Ratten zu vertreiben.

Entstehung und Produktion[Bearbeiten]

Die Serie entstand im Auftrag der EBU als Koproduktion von Rundfunkanstalten aus 16 Ländern unter Federführung des WDR (Deutschland) und der BBC (Großbritannien). Die Serie besteht aus drei Staffeln mit je 13 Folgen, die von 1992 bis 1995 von den Trickfilmstudios Telemagination (London) und La Fabrique (Montpellier) produziert wurden.

Beteiligte Rundfunkanstalten[Bearbeiten]

Land Rundfunk-
anstalt(en)
dortiger Titel der Serie
Belgien BRTN
RTBF
Beestenbos is boos (niederl.)
Les Animaux du Bois de Quat'sous (franz.)
Dänemark DR Dyrene fra Lilleskoven
Deutschland ARD/WDR Als die Tiere den Wald verließen
Finnland YLE Kaukametsän pakolaiset (finn.)
De vilda djurens flykt (schwed.)
Frankreich OFRT
A2F
FR3
Les Animaux du Bois de Quat'sous
Großbritannien BBC The Animals of Farthing Wood
Irland RTE The Animals of Farthing Wood (engl.)
Cairde na Coile (irisch)
Italien RAI Le avventure del bosco piccolo (1. Staffel)
Volpe, Tasso e compagnia (2. und 3. Staffel)
Kroatien HRTV Pustolovine šumske družine
Niederlande NOS Beestenbos is boos
Norwegen NRK Flukta frå Dyreskogen
Österreich ORF Als die Tiere den Wald verließen
Schweden SVT De vilda djurens flykt
Schweiz SRG
TSI
SSR
De Fuchs, de Dachs und iri Fründ bzw. D Tier vom grosse Wald
Spanien TVE Los animales del bosque de Tres al Cuarto
Türkei TRT Gürültülü orman hayvanları

Synchronisation[Bearbeiten]

Während in der englischen Originalfassung ein Synchronsprecher mehrere Charaktere sprach, wurden in Deutschland zum größten Teil nur ein Synchronsprecher für eine Figur festgelegt. Ausnahmen bilden Benno Hoffmann, Walter von Hauff, Tommi Piper, Oliver Stritzel und Karin Kernke.

Charakter Deutscher Synchronsprecher Englischer Synchronsprecher
Fuchs Stephan Schwartz Rupert Farley
Füchsin Ursula Wolff Stacy Jefferson
Dachs Franz-Josef Steffens Ron Moody
Maulwurf Ulli Philipp Jeremy Barrett
Eule Tilly Lauenstein Sally Grace
Wiesel Marion Martienzen Sally Grace
Pfeifer, der Fischreiher Donald Arthur Jeremy Barrett
Kröte Manfred Lehmann Ron Moody
Kreuzotter Karin Kernke Pamela Keevilkral
Turmfalke Andrea Wildner
Herr Hase Horst Sachtleben Rupert Farley
Herr Wühlmaus Walter von Hauff Ron Moody
Herr Feldmaus Walter von Hauff Ron Moody
Herr Spitzmaus Walter von Hauff Jeremy Barrett
Herr Igel Martin Semmelrogge Ron Moody
Herr Kaninchen Michael Habeck Jeremy Barrett
Kaninchenbaby Sabine Bohlmann
Herr Fasan Thomas Reiner Rupert Farley
Frau Fasan Andrea Wildner
Herr Eichhörnchen Walter von Hauff
Frau Eichhörnchen Monika John Pamela Keevilkral
Herr Wassermolch Oliver Stritzel
Frau Wassermolch Karin Kernke
Baby Wassermolch Sabine Bohlmann
Narbengesicht, der Blaufuchs Benno Hoffmann Jon Glover
Lady Blue, seine Gefährtin Elisabeth Endriss
Streuner, der Blaufuchs Oliver Stritzel Jon Glover
Grenzer, der Blaufuchs Oliver Stritzel
Bulli, der Rattenchef Otto Sander Ron Moody
Bratz, die Ratte Tommi Piper
Weißhirsch Christian Wolff (Folge 13)
Roland Hemmo (Folge 14-27)
Ron Moody
Keck, der Rotfuchs Udo Wachtveitl Rupert Farley
Anmut, die Rotfüchsin Anja Jaenicke Stacy Jefferson
Freundlich, der Rotfuchs Axel Malzacher Rupert Farley
Träumerin, die Rotfüchsin Simone Weyrich
Placker, der Rotfuchs Pierre Peters Arnolds Rupert Farley
Flinki, das Fischreiherweibchen Kathrin Ackermann Pamela Keevilkral
Windspiel, die Rotfüchsin Karin Kernke Pamela Keevilkral
Wusel, das Wieselmännchen Pierre Franckh
Schlängler, das Kreuzottermännchen Franz Rudnick
Flitzi, die Häsin Madeleine Stolze Pamela Kevilkral
Moosi, der Maulwurf Ulli Philipp Jeremy Barrett
Rek, der Weißhirsch Jan Gebauer Rupert Farley
Lustig, der Weißhirsch Peter Fricke
Spicker, die Ratte Martin Semmelrogge Ron Moody
Caro, das Wiesel Alexander Brem
Cora, das Wiesel Sabine Bohlmann Pamela Keevilkral
Kater des Aufsehers Arne Elsholtz Jon Glover
Rollo, der Bernhardiner Michael Gahr Ron Moody
General Donk, der Esel Wichart von Roell
Wildschweineber Stephan Orlac
Krähe Tommi Piper
Schatten, die Dächsin Angelika Bender
Höfele, der Dachs Helmut Ruge
Bruno, die Bulldogge Benno Hoffmann
Große Stadtratte Helmut Krauss
Chefwildkatze Ingeborg Lapsien
Fledermaus Kathrin Ackermann
Tom, der Kater Arne Elsholtz
Alte Krähe Tommi Piper
Krähen aus dem Krähenwäldchen Tommi Piper
Neuntöter Benno Hoffmann
Ferkelchen Andrea L'Arronge

Episoden[Bearbeiten]

Folge 1. Staffel 2. Staffel 3. Staffel
01. Als die Tiere den Wald verließen Ein neues Zuhause Ein neuer Anfang
02. Die Flucht beginnt Dachs ist verschwunden Bulli-Bulli-Bulli
03. Durch Feuer und Wasser Harter Winter Gift im Wasser
04. Gefangen Neue Gefahren Vermisst!
05. In der Schlinge Endlich Frühling Eine Ratte unter Freunden
06. Der Fuchs ist weg Liebe ist stärker als Heimweh Gefährliche Flüge
07. Neue Freunde, alte Feinde Die Fehde der Füchse Der langschwänzige Spion
08. Eine gefährliche Jagd Getrennte Wege Schlangen schlagen zu
09. Ein Retter in Not Davongekommen Das große Grunzen
10. Die Autobahn Ein schwerer Abschied Das Maulwurfspiel
11. Die tödliche Stille Rückkehr aus der Stadt Stürmische Zeiten
12. Die ungebetenen Hochzeitsgäste Der Zweikampf Heimwärts
13. Endlich im Weißhirschpark Eine bessere Zukunft Im Geist des Thalerwaldes

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Die deutsche Erstausstrahlung erfolgte am 3. Januar 1993 im Ersten Deutschen Fernsehen. Seither lief die Serie in über 20 Ländern und wurde auch in Deutschland bis heute mehrfach wiederholt. Die ersten Folgen wurden auch auf Video veröffentlicht. In Frankreich wurde eine DVD der ersten Staffel im Februar 2009 veröffentlicht. In Deutschland ist die DVD zur ersten Staffel Ende September 2009, die zur zweiten Staffel am 27. Mai 2011 und die zur dritten Staffel am 24. Februar 2012 erschienen.

Musik[Bearbeiten]

Zur deutschen Fassung der Serie entstand das Lied „Gib niemals auf“, das bei der Erstausstrahlung als Videoclip vor den Folgen gezeigt wurde und in der ersten Staffel im Abspann zu hören ist.

Das Lied wurde von Giorgio Moroder produziert und von einem Duo namens Corinna & Dirk gesungen. Es wurde 1993 auch als Maxi-CD und Vinyl-Single veröffentlicht. Von dem Videoclip gibt es zwei Fassungen, in einer kann man die beiden Interpreten sehen. Beide Fassungen enthalten Ausschnitte aus der Serie.

Die anderen Fassungen verwenden eine klassisch instrumentierte Orchestermelodie für den Beginn und den Abspann.

Heftreihen[Bearbeiten]

Ab 1993 erschien im Bastei-Verlag die Comicserie Als die Tiere den Wald verließen. Die Handlung hatte nur sehr lose Bezüge zur Fernsehserie; zwar spielten auch hier die Flucht der Tiere aus dem Thalerwald und ihre Reise zum „Hirschpark“ (wie er hier hieß) sowie der anschließende Krieg gegen die Blaufüchse eine Rolle, jedoch unterschieden sich die konkreten Abenteuer während und nach der Reise in Serie und Heften zumeist erheblich. So ist die Eule in der Heftreihe männlich, der Maulwurf und der Dachs sterben nicht und die kleinen Tiere haben abgeänderte Charaktereigenschaften.

Von 1994 bis 1996 erschienen 130 Hefte von Die Tiere aus dem Talerwald, ein Magazin für Kinder rund um die Themen Natur und Umwelt. Die Geschichten der Fernsehserie wurden in den Heften nacherzählt und ihre Figuren bildeten die verbindenden Elemente für die übrigen Rubriken.

Weblinks[Bearbeiten]