Alstom Coradia Duplex SJ X40

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SJ X40
X40 in Eskilstuna
X40 in Eskilstuna
Nummerierung: 3301–3343
Anzahl: 43
(16 Zweiwagenzüge)
(27 Dreiwagenzüge)
Hersteller: Alstom
Baujahr(e): 2004–2008
Achsformel: Bo'2'+2'Bo' (Zweiwagenzug)
Bo'2'+2'Bo'+2'Bo' (Dreiwagenzug)
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Kupplung: 55.100 mm (Zweiwagenzug)
81.500 mm (Dreiwagenzug)
Höhe: 4.560 mm
Breite: 2.960 mm
Dienstmasse: 140 t (Zweiwagenzug)
205 t (Dreiwagenzug)
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Beschleunigung: 0.64 m/s²
Bremsverzögerung: 1.2 m/s² (Not)
Stromsystem: 15 kV 16,7 Hz ~
Sitzplätze: 153 (Zweiwagenzug)
252 (Dreiwagenzug)

Der Elektrotriebwagen X40 wird in Schweden von der schwedischen Staatsbahn SJ AB eingesetzt. Die 43 vorhandenen Triebzüge wurden von Alstom von 2004 bis 2008 gebaut und verkehren von Stockholm nach Linköping, Eskilstuna/Arboga, Västerås/Örebro und Gävle/Sandviken sowie 2006 nach Göteborg. Insgesamt wurden 16 zweiteilige und 27 dreiteilige Triebzüge beschafft. Der zweite Doppelstocktriebzug in der Geschichte der schwedischen Eisenbahn nach dem Y3 gehört zur Familie Alstom Coradia Duplex. Die Triebwagen wurden vor allem beschafft, um im Mälardalen langsamere lokomotivbespannte Züge zu ersetzen.

Die ersten Einheiten kamen im Februar 2004 zu Probefahrten nach Schweden. Ursprünglich war der erste Einsatz im Herbst 2004 auf der Svealandsbanan angedacht. Durch verschieden Probleme begann der Planeinsatz erst im Februar 2005.

Ausstattung[Bearbeiten]

Die Doppelstockfahrzeuge hatten ursprünglich 85 Sitzplätze pro Wagenkasten.

Breite Türen ermöglichen einen raschen Fahrgastwechsel, so dass Haltezeiten von 30 Sekunden an kleineren Bahnhöfen und 60 Sekunden an größeren Bahnhöfen ausreichen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 km/h. Oft fahren die Züge mit je einer Zwei-Wagen- und einer Drei-Wagen-Einheit im Verbund. Der X40 hat erste und zweite Klasse mit annähernd gleicher Ausstattung, ist mit einer Klimaanlage und mit Signalverstärkern für Mobiltelefone, Steckdosen an jedem Sitz, die mit Rundfunkanschluss versehen sind, ausgestattet. WLAN ist gegen Aufpreis verfügbar.

Während des ersten Betriebsjahres gab es technische Probleme mit Türen und Klimaanlagen. Beschwerden von Fahrgäste betrafen den zu geringen Raum für Gepäck und die engen Abstände zwischen den Sitzreihen sowie die engen Toiletten. Die Züge sind für die regionalen Pendlerverkehr konzipiert, viele Beschwerden kommen von den Fahrgästen, die den Zug auf längeren Strecken nutzen. Der fehlende Gepäckraum fällt vor allem auf der Strecke Gävle–Stockholm–Linköping auf, wo am Flughafen Stockholm-Arlanda viele Touristen mit schwerem Gepäck den Zug benutzen. Aus diesen Gründen wurde der Zug auf der Verbindung zwischen Stockholm und Göteborg nur kurz eingesetzt. Bei mehreren Fahrzeugen wurden inzwischen Sitzreihen ausgebaut und durch Gepäckablagen ersetzt. Dadurch sind in diesen Wagen nur noch 78 Sitze vorhanden.

Bis zu vier Einheiten können durch Vielfachsteuerung miteinander im Zugverbund gefahren werden, unabhängig davon, ob es sich um Zweiwagenzüge mit zwei Endwagen oder um Dreiwagenzüge mit einem zusätzlich angetriebenen Mittelwagen handelt.

Nummerierung[Bearbeiten]

Die einzelnen Fahrzeuge des Zuges haben unterschiedliche Typenbezeichnungen. Diese sind X40Z1 und X40Z5 für die Endwagen und X40Z3 für die Mittelwagen. Es werden unterschiedliche Betriebsnummern miteinander gekuppelt, so dass nicht alle Fahrzeuge einer Einheit die gleiche Nummer besitzen. Der komplette Triebzug erhält immer die Nummer der niedrigsten Komponente (33xx) als so genannte Hauptnummer.

Besonderes[Bearbeiten]

Es kamen nur insgesamt 42 Zuggarnituren in Schweden an. Der letzte der Triebzüge hatte bei der Überführung nach Schweden in Deutschland einen Unfall und konnte nicht instandgesetzt werden.

Weblinks[Bearbeiten]