Altarabisch

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Altarabisch ist die arabische Sprachform, auf der die klassische arabische Schriftsprache beruht.

Der Sprachtypus das Altarabischen ist sehr altertümlich und in vielem dem Akkadischen vergleichbar.

Charakteristisch für das Altarabische ist die Erhaltung der auslautenden Kurzvokale und der Nunation, auf denen im Wesentlichen die Kasusflexion und die drei Modi des Altarabischen beruhen.

Das Altarabische hat weitgehend das gemeinsemitische Phoneminventar erhalten. Lediglich die drei verschiedenen S-Laute des Gemeinsemitischen wurden auf zwei reduziert.

Wann der altarabische Sprachtypus vom Neuarabischen abgelöst wurde, ist bis heute nicht geklärt.

Nach der von den meisten muslimischen Gelehrten und einigen Orientalisten, wie etwa Theodor Nöldeke, Johann Fück und Joshua Blau vertretenen These, wurde der altarabische Sprachtypus erst nach der Zeit des Propheten Mohammed vom Neuarabischen abgelöst. Dies sei durch den mit der Ausbreitung des Islams verbundenen Kontakt mit anderen Sprachen entscheidend gefördert worden.

Die andere These, die von Orientalisten wie August Fischer, Karl Vollers, Anton Spitaler und Hans Wehr vertreten wird, stützt sich auf das Zeugnis der arabischen Orthographie, die die konsonantischen Flexionsendungen -un, -in, -an (Nunation) sowie die Femininendung -at nicht schreibt, was der neuarabischen Aussprache entspricht. Das Altarabische hörte nach dieser These in Städten wie Mekka zwischen dem 3. und den 6. Jahrhundert auf, eine gesprochene Sprache zu sein. Lediglich als Dichtersprache sei sie weiter respektvoll tradiert worden.