Altavilla Milicia

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Altavilla Milicia
Wappen
Altavilla Milicia (Italien)
Altavilla Milicia
Staat: Italien
Region: Sizilien
Provinz: Palermo (PA)
Lokale Bezeichnung: Altavilla Milicia
Koordinaten: 38° 2′ N, 13° 33′ O38.04055555555613.54777777777873Koordinaten: 38° 2′ 26″ N, 13° 32′ 52″ O
Höhe: 73 m s.l.m.
Fläche: 23 km²
Einwohner: 7.888 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 343 Einw./km²
Postleitzahl: 90010
Vorwahl: 091
ISTAT-Nummer: 082004
Volksbezeichnung: Altavillesi
Schutzpatron: Madonna della Milicia

Altavilla Milicia ist eine Stadt der Provinz Palermo in der Region Sizilien in Italien mit 7888 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013).

Lage und Daten[Bearbeiten]

Altavilla Milicia liegt 27 km östlich von Palermo. Die Einwohner arbeiten hauptsächlich in der Landwirtschaft und dem Tourismus.

Die Nachbargemeinden sind Casteldaccia und Trabia.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 15. September 1621 kaufte Francesco Maria Beccadelli di Bologna das Lehen "Mìlicha", in dessen Zentrum ein baufälliges Gut stand. Ein Jahr später erhielt er das Recht, einen Ort zu gründen und ihm einen Namen zu geben. Er wählte "Alta Villa", da sich der Ort auf einem Hügel befand. 1623 wurde Altavilla Milicia eine Pfarrei. Die weitere Entwicklung des Ortes wurde schachbrettartig geplant. Diese Struktur weist Altavilla Milicia noch heute auf.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Der zentrale Treffpunkt von Altavilla Milicia ist der Belvedere. Er bietet einen weiten Blick auf das Mittelmeer und war ursprünglich der Familie des Ortsgründers, Beccadelli di Bologna gewidmet. Heute erstreckt sich die Widmung außerdem auf Aldo Moro und Rosario Livatino.
  • Der Belvedere ist gleichzeitig der Vorplatz der Wallfahrtskirche der Madonna della Milicia, der Schutzpatronin des Ortes.
  • Im Museum dieser Wallfahrtskirche befindet sich ein Sammlung mit 400 Votivbildern [2].
  • Auf einem Hügel im Osten von Altavilla Milicia befinden sich die Ruine der Kirche Santa Maria di Campogrosso. Sie wurde vermutlich zwischen 1086 und 1072 durch die Normannen gegründet.
  • Etwas weiter östlich haben die Normannen zu dieser Zeit ebenfalls einen Wehrturm errichtet. Er ist im Vergleich zur Kirche Santa Maria di Campogrosso sehr gut erhalten.
  • In der Nähe der Ruine von Santa Maria di Campogrosso findet man die Ponte Saraceno, eine Brücke, die vermutlich während der arabischen Besatzung Siziliens stammt und noch heute genutzt wird.

Feste[Bearbeiten]

Jedes Jahr findet am 8. September ein Fest zu Ehren der Schutzpatronin, der Madonna della Milicia statt. Der Höhepunkte des Festes ist eine Prozession während der zwei, an Seilen gesicherte, Engel darstellende Kinder über den Köpfen der Prozessionsteilnehmer die Madonna lobpreisen.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Guida Storico Culturale dei Comuni di Santa Flavia e Altavilla Milicia. Aurelio Coppola Editore, Milano.
  •  G. Brancato, S. Brancato, V. Scammacca: Uomini, lavoro e fede - Storia della Mìlicia Sottana (1398 - 1715). Edizione Comune di Altavilla Milicia, Altavilla Milicia 2004.
  •  Ernesto Oliva: Santa Maria di Campogrosso - Storia di una chiesa normanna nel territorio di Altavilla Milicia. E. M. Falcone, Bagheria 2008.
  •  Gioacchino Ventimiglia: Altavilla Milicia - I cari luoghi della identità e della memoria. Publisicula, Palermo 2009.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Beispiele für die Votivbilder in der Wallfahrtskirche (italienisch)