Altbergbau

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Altbergbaugelände mit zahlreichen Halden und Pingen am Sauerberg bei Suhl/Thüringer Wald.
Altbergbau untertage

Von Altbergbau ist immer im Sinne eines stillgelegten Bergbaus die Rede. Meist werden mit Altbergbau Gelände, Grubengebäude und Bergbaufolgelandschaft eines vergangenen Bergbaus bezeichnet. Altbergbau kann aber auch im Wortsinne von historischem Bergbau oder vorindustriellem Bergbau verstanden werden.

In der Bergmannssprache wird in Bezug auf Altbergbau auch vom „Alten Mann“ oder vom Bau der „Alten“ gesprochen. Man fürchtete im Untertagebau auf den „Alten Mann“ zu treffen, also auf bereits von den Vorfahren abgebaute und „durchörterte“ Steinkohlen-Flöze oder Erzpartien zu stoßen, da diese dann keine abbauwürdigen Mineralien mehr enthielten, mit Abraum teilweise zugesetzt waren und als unbekannte Hohlräume allerlei Gefahren für die Bergleute verbargen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wilhelm Hermann, Gertrude Hermann: Die alten Zechen an der Ruhr. 4. Auflage, Verlag Karl Robert Langewiesche, Nachfolger Hans Köster KG, Königstein i. Taunus, 1994, ISBN 3-7845-6992-7
  •  Helmut Wilsdorf: Kulturgeschichte des Bergbaus. Ein illustrierter Streifzug durch Zeiten und Kontinente. Verlag Glückauf, Essen 1987, ISBN 3-7739-0476-2.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]