Altdorf (Niederbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Altdorf
Altdorf (Niederbayern)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Altdorf hervorgehoben
48.56666666666712.116666666667396Koordinaten: 48° 34′ N, 12° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Landshut
Höhe: 396 m ü. NN
Fläche: 23,05 km²
Einwohner:

11.164 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 484 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84032
Vorwahl: 0871
Kfz-Kennzeichen: LA
Gemeindeschlüssel: 09 2 74 113
Marktgliederung: 14 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Dekan-Wagner-Str. 13
84032 Altdorf
Webpräsenz: www.markt-altdorf.de
Bürgermeister: Franz Kainz (CSU)
Lage des Marktes Altdorf im Landkreis Landshut
Isar Landkreis Altötting Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Erding Landkreis Freising Landkreis Kelheim Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Regensburg Landkreis Rottal-Inn Landkreis Straubing-Bogen Landshut Adlkofen Aham Altdorf (Niederbayern) Altfraunhofen Baierbach Bayerbach bei Ergoldsbach Bodenkirchen Bruckberg (Niederbayern) Buch am Erlbach Eching (Landkreis Landshut) Ergolding Ergoldsbach Essenbach Furth (Niederbayern) Gerzen Geisenhausen Hohenthann Kröning Kumhausen Neufahrn in Niederbayern Neufraunhofen Niederaichbach Obersüßbach Pfeffenhausen Postau Rottenburg an der Laaber Schalkham Tiefenbach (bei Landshut) Velden (Vils) Vilsbiburg Vilsheim Weihmichl Weihmichl Wörth an der Isar WurmshamKarte
Über dieses Bild

Altdorf ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Landshut.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die politische Gemeinde Altdorf hat 14 amtlich benannte Ortsteile[2]:

[Bearbeiten] Geschichte

Altdorf führt seinen Namen mit Recht, denn der Ort ist sehr alt und wurde schon im Jahr 864 zum ersten Mal exakt unter diesem Namen in einer Urkunde des Klosters Niederaltaich erwähnt. Bei Grabungen im Zuge von Straßenbaumaßnahmen wurden sechs Pfostengruben in einem Rechteck von 3 × 7 m freigelegt, die als zu einer Holzkirche aus der 2. Hälfte des 7. Jahrhunderts gehörend gedeutet werden.[3] Pfettrach mit dem Namen Phetarah kommt bereits um 800 nach Christus in einem Übergabebuch des Klosters Mondsee vor. Eugenbach wurde als Yupinpach schon am 11. November 822 in einer Urkunde des Hochstifts Regensburg aufgeführt.

Altdorf gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Rottenburg des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Am 16. Juli 2004 überreichte Innenstaatssekretär Georg Schmid der Gemeinde Altdorf die Markterhebungsurkunde.

[Bearbeiten] Eingemeindungen

Die heutige Gemeinde Altdorf entstand 1971 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Altdorf, Eugenbach und Pfettrach.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

  • 1970: 04.096 Einwohner
  • 1980: 07.976 Einwohner
  • 1985: 08.975 Einwohner
  • 1987: 09.185 Einwohner
  • 1990: 09.820 Einwohner
  • 1995: 10.440 Einwohner
  • 2000: 11.388 Einwohner
  • 2002: 11.841 Einwohner
  • 2003: 11.956 Einwohner
  • 2004: 11.991 Einwohner
  • 2007: 11.688 Einwohner
  • 2008: 11.111 Einwohner

[Bearbeiten] Politik

Bürgermeister ist seit den Kommunalwahlen im März 2008 Franz Kainz (CSU)

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 5.701.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 1.026.000 €.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Hebesätze:

  • Grundsteuer A: 320 Prozent
  • Grundsteuer B: 320 Prozent [4]
  • Gewerbesteuer: 380 Prozent [5]

[Bearbeiten] Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sechs, im produzierenden Gewerbe 832 und im Bereich Handel und Verkehr 557 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 665 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 3.806. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es sechs, im Bauhauptgewerbe 19 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 57 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.526 ha. Davon waren 1.333 ha Ackerfläche und 185 ha Dauergrünfläche.

[Bearbeiten] Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 4 mit 295 Kindern
  • Volksschulen: 2 mit 40 Lehrern und 722 Schülern

[Bearbeiten] Sport

  • DJK Altdorf Tennis, Tischtennis, Fußball
  • Hubertusschützen Altdorf
  • Eichbaum - Oberndorfer - Schützen Eugenbach
  • WSC - Wintersportclub Eugenbach
  • Isartaler Bogenschützen Altdorf eV
  • Schützenverein Pfettrachtaler Pfettrach e.V.

[Bearbeiten] Verkehr

Altdorf ist an der Bundesautobahn 92 mit einer Anschlussstelle, die als Hauptverkehrsader nach München und Deggendorf dient. Aktuell bekommt Altdorf einen neue Umgehungsstraße die so genannte Nordumgehung.

10 km westlich von Altdorf befindet sich der Verkehrsflugplatz Ellermühle (Flugplatz).

Die durch das Gemeindegebiet führende, am 3. November 1900 eröffnete Bahnstrecke Landshut–Rottenburg wurde bis 25. Mai 1974 im Personenverkehr und bis 1998 im Güterverkehr befahren. Ein lokaler Verein plant die Einrichtung eines Museumsbahnbetriebs.

[Bearbeiten] Kultur

[Bearbeiten] Vereine

Um das kulturelle Leben in Altdorf kümmert sich unter anderem der Kultuvervein Initiative e. V.. Die „Initiative e. V.“ versteht sich als Kulturverein, der sich besonders der Kinder- und Jugendförderung verschrieben hat. Der Verein organisiert zahlreiche Veranstaltungen und ist an vielen gemeindlichen Aktivitäten beteiligt. Zu den Aktivitäten gehören unter anderem Festlichkeiten wie das weit über die Landkreisgrenzen hinweg bekannte Altdorfer Märchenfest.

[Bearbeiten] Museen

  • Heimatmuseum Adlhoch-Haus

[Bearbeiten] Bauwerke

Die Pfarrkirche Mariä Heimsuchung
  • Pfarrkirche Mariä Heimsuchung (Frauenkirche). Sie geht auf ein spätromanisches Bauwerk zurück, dessen Turm barock verändert wurde. Die gotische Staffelhalle birgt im 1419 begonnenen Chor um 1500 entstandene Wandgemälde. Das 1466 vollendete Langhaus enthält Fresken aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Im Hochaltar (um 1690) befindet sich eine lebensgroße geschnitzte Madonna mit Kind (um 1520), weitere Figuren entstammen dem 15. bis 18. Jahrhundert.
  • Kirche St. Nikolaus (Alte Nikolakirche). Errichtet im letzten Viertel des 15. Jahrhunderts, wurde sie später barockisiert und 1982 erweitert. Der Hochaltar stammt von 1670, in der Kirche befinden sich u. a. eine Schnitzfigur des hl. Stephanus (um 1500) und eine Madonna mit Kind (um 1620).

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111204/213001&attr=OBJ&val=698
  3. Claus Ahrens: Die frühen Holzkirchen Europas. Darmstadt 2001. S. 6.
  4. Homepage des Marktes zur Grundsteuer, abgerufen 5. Juni 2011
  5. Homepage des Marktes zur Gewerbesteuer, abgerufen 5. Juni 2011

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Altdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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