Altdorf bei Nürnberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Altdorf b. Nürnberg
Altdorf bei Nürnberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Altdorf b. Nürnberg hervorgehoben
49.387511.356944444444444Koordinaten: 49° 23′ N, 11° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Nürnberger Land
Höhe: 444 m ü. NHN
Fläche: 46,59 km²
Einwohner: 15.097 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 324 Einwohner je km²
Postleitzahl: 90518
Vorwahl: 09187
Kfz-Kennzeichen: LAU, ESB, HEB, N, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 5 74 112
Stadtgliederung: 25 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Röderstraße 10
90518 Altdorf b. Nürnberg
Webpräsenz: www.altdorf.de
Erster Bürgermeister: Erich Odörfer (CSU)
Lage der Stadt Altdorf b. Nürnberg im Landkreis Nürnberger Land
Nürnberg Nürnberg Landkreis Roth Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Bayreuth Landkreis Forchheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Amberg-Sulzbach Engelthaler Forst Zerzabelshofer Forst Schönberg (gemeindefreies Gebiet) Rückersdorfer Forst Laufamholzer Forst Günthersbühler Forst Forsthof (gemeindefreies Gebiet) Fischbach (gemeindefreies Gebiet) Feuchter Forst Brunn (gemeindefreies Gebiet) Behringersdorfer Forst Feucht Offenhausen (Mittelfranken) Alfeld (Mittelfranken) Altdorf bei Nürnberg Burgthann Engelthal Happurg Henfenfeld Hersbruck Kirchensittenbach Lauf an der Pegnitz Leinburg Ottensoos Pommelsbrunn Reichenschwand Röthenbach an der Pegnitz Rückersdorf (Mittelfranken) Schwaig bei Nürnberg Schwarzenbruck Velden (Pegnitz) Vorra Winkelhaid Schnaittach Neunkirchen am Sand Simmelsdorf Winkelhaid (gemeindefreies Gebiet) Haimendorfer Forst Neuhaus an der PegnitzKarte
Über dieses Bild

Altdorf bei Nürnberg (amtlich: Altdorf b. Nürnberg) ist eine Stadt und ein Mittelzentrum im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die ehemalige Universitätsstadt liegt etwa 25 km südöstlich von Nürnberg inmitten einer reizvollen Mittelgebirgslandschaft (400–700 m ü. M.) mit Rhätschluchten (Rhät = Oberer Keuper) und wald- und wiesenreichem Oberland. Im Winter ist Altdorf sehr schneereich, im Sommer bietet die hügelige Umgebung viele Freizeitmöglichkeiten wie Radtouren und Wanderungen. Von Hegnenberg aus kann man bei sonnigem Wetter einen Panoramablick über das mittelalterliche Städtchen genießen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt gliedert sich in 25 Stadtteile[2]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Offenhausen, Lauterhofen, Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz, Burgthann, Schwarzenbruck, Winkelhaid und Leinburg. Altdorf gehört zur Metropolregion Nürnberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Karte Altdorfs aus der Topographia Franconiae von 1648
Eine Luftaufnahme aus dem Jahr 2005. Der Blick geht in etwa nach Westen.

Historische Daten[Bearbeiten]

  800 Fränkischer Königshof
1129 Erste urkundliche Erwähnung
1281 Der Bezirk Hofmark Altdorf untersteht der kaiserlichen Verwaltung.
1299 Altdorf wird an den Grafen Emich von Nassau verpfändet.
1360 Erst urkundliche Erwähnung als „Markt“ beim Verkauf an Burggraf Albrecht von Nürnberg[3]
1368 Stiftung von Märkten
1387 Erste urkundliche Erwähnung als „Stadt“, Bau von Graben und Mauern
1393 Verkauf durch den pommerschen Herzog Swantibor, den Gemahl der Tochter Anna des Burggrafen Albrecht von Nürnberg, an den Pfalzgrafen Ruprecht
1504 Inbesitznahme durch die Reichsstadt Nürnberg, Sitz eines Nürnberger Pflegamtes
1575/78 Sitz des nürnbergischen Gymnasiums, Akademie
1622 Universitätsprivileg (Universität bis 1809); einer der berühmtesten Schüler ist Albrecht von Wallenstein.
1666 Der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz promoviert in Altdorf.
1672 Johann Christoph Sturm gründet das Collegium Curiosum sive Experimentale, dessen Mitglied Leibniz wurde.
1806 Altdorf kommt mit Nürnberg zum Königreich Bayern.
1824 Die Stadt erhält das Königliche Schullehrerseminar.
1894 Das Volksschauspiel Wallenstein in Altdorf wird uraufgeführt.
1925 Im Seminargebäude werden durch den Landesverband für Innere Mission Einrichtungen für Körperbehinderte geschaffen.
1945 Sitz des Landratsamtes (bis 1965)
1945 Ab Mai Sitz der U. S.-Soldatenzeitung The Stars and Stripes (Southern Germany Edition, später dann umbenannt in European Edition, bis zum Umzug nach Griesheim/Hessen) in die ehemaligen Gebäude der NS-Zeitung Der Stürmer. Die erste Ausgabe (Vol.1 – No.1) wurde am 8. Mai 1945 (V-E-Day) mit dem Titel ETO WAR ENDS gedruckt und ausgeliefert.
1972/78 Gemeindegebietsreform mit Eingemeindung umliegender Gemeinden
2012 Der Bayerische Ministerrat bringt einen Entwurf für ein neues Landesentwicklungsprogramm in das Gesetzgebungsverfahren ein, in welchem die Einstufung als Mittelzentrum vorgeschlagen ist. Angesichts der erheblichen Widerstände zahlreicher Verbände gegen den Gesetzesentwurf ist der Ausgang aber vollkommen offen. [4]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Eismannsberg, Grünsberg und Rasch sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Penzenhofen eingegliedert.[5] Hagenhausen, Pühlheim, Rieden und Röthenbach bei Altdorf kamen bis 1978 hinzu.

Politik[Bearbeiten]

Die Interessen Altdorfs im Bayerischen Landtag vertritt MdL Kurt Eckstein (CSU), im Bundestag übernimmt dies die Vorsitzende des Tourismusausschusses des Bundestages MdB, Marlene Mortler (CSU).

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat von Altdorf bei Nürnberg setzt sich aus 24 Stadtratsmitgliedern und dem Ersten Bürgermeister zusammen.

CSU SPD Grüne FWG / UNA Gesamt
2008 9 8 3 4 24 Sitze
2014 8 8 3 5 24 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014[6])

Bürgermeister[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das Altdorfer Wappen zeigt den Pfälzer Löwen, der das Wappen der Stadt Nürnberg auf einem Schild hält. Dieses Wappen geht auf die Zeit der Nürnberger Herrschaft von 1503 bis 1806 zurück. In der Geschichte Altdorfs gab es drei weitere Wappen: Das älteste von 1374 zeigt den Hohenzollernschild und die hennebergische Henne, das zweite von 1478 den Pfälzer Löwen vor baierischen Rauten und ein drittes von 1836 den baierischen Löwen und das Nürnberger Wappen.[8]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Altdorf bei Nürnberg unterhält Städtepartnerschaften mit:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wallenstein-Festspiele[Bearbeiten]

Die Wallensteinfestspiele sind eine Veranstaltung, die seit 1894 alle drei Jahre im Sommer stattfindet. Sie erinnert an Wallenstein, der einst in Altdorf studierte, und die Zeit des Dreißigjährigen Krieges.

St.-Laurentius-Kirche[Bearbeiten]

Die St.-Laurentius-Kirche

Die Kirche wurde bis 1407 im Stil der Spätgotik erbaut. Der Chor der Kirche, wie auch Teile des Turms sind bis heute aus dieser Zeit erhalten. 1755 wurde das Hauptschiff im barocken Stil umgebaut bzw. erweitert. Erwähnenswert sind die Orgel in einem barocken Prospekt im Kircheninneren und die aus der Zeit als Universitätsstadt stammenden Gebetsnischen für Professoren und Studenten. Seit 1527 ist die Kirche evangelisch.

Rathaus[Bearbeiten]

Das ehemalige Rathaus, jetzt Kultur-Rathaus

Das Rathaus direkt neben der Kirche wurde im 16. Jahrhundert im Renaissance-Stil erbaut und ist ein typisches Beispiel für fränkische Sandsteinbauweise. Im Rahmen der derzeitigen umfangreichen denkmalgerechten Sanierung des Rathauses wird die historische Bausubstanz wieder weitestgehend sichtbar gemacht. Mittlerweile ist die Stadtverwaltung jedoch bis auf das Kulturamt in Räumlichkeiten in der Röderstraße gezogen, weshalb das Rathaus jetzt offiziell "Kultur-Rathaus" genannt wird.

Universitätsgebäude (Wichernhaus)[Bearbeiten]

Die Kollegien- und Hörsaalgebäude der vormaligen Universität Altdorf wurden 1575 als Schule für Kinder Nürnberger Aristokratenfamilien im Renaissance-Stil erbaut. Einige Jahre später wurde die Schule zur Akademie erhoben und 1623 in eine Universität umgewandelt. Bekannt wurde die Universität durch ihre Fakultäten für Medizin (insbesondere für die Entwicklung der Chirurgie und das für Jahrhunderte gültige Standardkompendium von Lorenz Heister), Recht und Naturwissenschaften (u.a. Grundlagenforschung zur Lichtempfindlichkeit der Silbersalze, Schulzegraphie, als Grundlage der Fotografie). Neben den (teils rekonstruierten) botanischen Gärten gab es auch ein astronomisches Observatorium und ein chemisches Labor. Die Universität in Altdorf bestand bis 1809 als Hochschule; die Gebäude sind (wie ansonsten nur die ebenfalls aufgelassene Universität Helmstedt) als typische Hochschulanlage die weitgehend unverändert im Zustand des 18. Jahrhunderts erhalten blieb, ein anschauliches Zeugnis deutscher Hochschulgeschichte. Bekannt aber auch durch Studenten wie Albrecht von Wallenstein und Gottfried Wilhelm Leibniz. Die Bestände der Universitätsbibliothek befinden sich heute in Erlangen. Übergangsweise diente das Wichernhaus als Lehrerkollegium und wurde schließlich 1925 in ein Behindertenhospital umgewandelt. Heute bietet das von den Rummelsberger Anstalten genutzte Gebäudeensemble als Wichernhaus Wohnmöglichkeiten, eine Schule und ein Internat für Körperbehinderte. Außerdem wird im Hof des Wichernhauses alle drei Jahre im Sommer das Festspiel Wallenstein in Altdorf aufgeführt; die nächsten Festspiele finden im Sommer 2015 statt.

Stadtbefestigung[Bearbeiten]

Das Untere Tor, Ansicht von außen

Von der ehemaligen Stadtbefestigung sind noch drei Türme und Fragmente der um 1400 errichteten Stadtmauer erhalten geblieben. Besonders eindrucksvoll sind die Stadttore an den beiden Enden des Marktplatzes (Unteres und Oberes Tor).

Schloss[Bearbeiten]

Hauptartikel: Pflegschloss Altdorf

Das Schloss wurde 1558 für die Nürnbergischen Pfleger errichtet. 1808 wurde es zum bayerischen Landgericht und 1862 zum Amtsgericht. Es diente von 1945 bis 1965 als Landratsamt und ist seit 1972 ist eine Polizeiwache. Vor dem Gebäude steht der Wallensteinbrunnen.

Prethalmühle[Bearbeiten]

Die Prethalmühle war im Mittelalter eine Station an der Handelsstraße Nürnberg – Regensburg. Im Dreißigjährigen Krieg niedergebrannt, wurde die Station 1643 wieder aufgebaut. Heute leben in der Prethalmühle sieben Familien. Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig geklärt. Eine Theorie besagt, dass die Prethalmühle ein königlicher Gutshof war, von dem aus die im Süden der Stadt Altdorf befindlichen „Preitlingsfelder“, ein königliches Lehen, bewirtschaftet wurden. Im Schwarzachtal gelegen, die am südlichen Rand der Prethalmühle fließt, bildete sie damals einen Grenzpunkt zwischen dem Gebiet der Reichsstadt Nürnberg und der Wittelsbacherischen Oberpfalz.

Schloss Grünsberg[Bearbeiten]

Schloss Grünsberg bei Altdorf im Nürnberger Land

Das Schloss Grünsberg geht auf eine Burganlage aus dem Mittelalter (13. Jahrhundert) zurück. Die Erweiterung der Burg zu einer Schlossanlage erfolgte im Zeitraum von 1717 bis 1723 mit bedeutenden Stuckdecken. Ab 1754 gehörte Schloss Grünsberg der Patrizierfamilie Stromer von Reichenbach, die es 1999 in eine gemeinnützige Stiftung umwandelte. Das bedeutende Inventar ist an jedem ersten Sonntag im Monat sowie auf Voranmeldung bei Führungen zu besichtigen.

Eismannsberg[Bearbeiten]

Die St.-Andreas-/St.-Bartholomäus-Kirche im Ostteil stammt aus romanischer Zeit und steht an einem Ort einer früheren Kapelle (möglicherweise vom ehemaligen Eismannsberger Schlossherren Ratz). Das Kirchenschiff wurde im 16. Jahrhundert unter Mithilfe von Hedwig von Eyb angefügt und in der Barockzeit von der Patrizierfamilie von Oelhafen renoviert. Den Dachstuhl erneuerte man im 19. Jahrhundert, später wurde der Innenraum der Kirche für den Orgeleinbau verändert. Im Juli 2007 wurde eine Generalsanierung der Kirche abgeschlossen.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Altdorf bei Nürnberg

Geotope[Bearbeiten]

Geotop Löwengrube

Auf dem Gemeindegebiet von Altdorf befinden sich sieben vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope.

Siehe auch Geotope im Nürnberger Land.

Schulen und Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

  • Hans-Dötsch-Grundschule
  • Mittelschule Altdorf
  • Leibniz-Gymnasium
  • Musikschule der Stadt Altdorf
  • Schule für Körperbehinderte, Grund- und Hauptschule (Wichernhaus)
  • Sonderpädagogisches Förderzentrum Wichernhaus
  • Fachakademie für Sozialpädagogik
  • Evangelische Erwachsenenbildung Altdorf
  • Katholische Erwachsenenbildung
  • Nürnberger Schule für Baumpflege
  • Technische Akademie Wuppertal Weiterbildungszentrum
  • Volkshochschule Schwarzachtal

Verkehr[Bearbeiten]

Straßen[Bearbeiten]

Durch Altdorf verlaufen:

Altdorf befindet sich außerdem in unmittelbarer Nähe der Autobahnen Bundesautobahn 3 und Bundesautobahn 6, die sich am Autobahnkreuz Altdorf kreuzen.

Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind:

  • A 3: 1 km zur Anschlussstelle Altdorf/Burgthann
  • A 6: 2 km zur Anschlussstelle Altdorf/Leinburg (Richtung Nürnberg, Amberg)

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten]

Altdorf ist Endpunkt der Bahnstrecke Feucht–Altdorf. Am Altdorfer Bahnhof endet die S-Bahn-Linie S2 der Nürnberger S-Bahn, die alle 20 bis 40 Minuten verkehrt und den Nürnberger Hauptbahnhof in 30 Minuten erreicht. Die meisten Züge der Linie S2 fahren von Nürnberg weiter nach Schwabach und Roth, so dass auch dorthin umsteigefreie Verbindungen bestehen. Altdorf West, der zweite Haltepunkt der Linie S2 im Altdorfer Stadtgebiet, dient neben den dortigen Wohngebieten und mehreren Firmen vor allem den Schülern des benachbarten Altdorfer Gymnasiums als Aus- und Einsteigepunkt.

Folgende Busse verkehren im Stadtgebiet und den Ortsteilen vom Altdorf

VGN-Linie Betreiber Laufweg
331 Reba-Eno AltdorfWeißenbrunn - Leinburg - Diepersdorf - Röthenbach(Pegnitz)
333 Schielein Altdorf - Weißenbrunn - Gersdorf - Lauf(Pegnitz)
512 DB-Frankenbus Altdorf - Berg - Holzheim - Neumarkt(OPf)
550 Merz-Reisen Altdorf - Hagenhausen - Wappeltshofen - Traunfeld
551 Merz-Reisen Altdorf - Rasch - Schwarzenbach - Großvoggenhof
552 Merz-Reisen Altdorf Bf - Marktplatz - Prackenfels - Altdorf
553 Merz-Reisen Altdorf - Altenthann - Rummelsberg - Ochenbruck
554 Merz-Reisen Altdorf - Hegnenberg - Pühlheim - Raschbach
555 Stadt Altdorf Badener Str. - Türkeistr. - Bahnhof - Burgthanner Weg - Badener Str.
558 DB-Frankenbus Rufbus Altdorf - Berg
N55 VAG Feucht - Moosbach - Winkelhaid - Altdorf - Hagenhausen

In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag sowie in Nächten vor Feiertagen wird Altdorf stündlich von der Nürnberger Nachtbuslinie (Nightliner) N55 von und nach Feucht angefahren. In Feucht besteht Umsteigeverbindung zur Linie N15 vom und zum zentralen Umsteigepunkt am Nürnberger Hauptbahnhof. Die Fahrtdauer bis Nürnberg beträgt 51 Minuten.[9]

Industrie und Gewerbe[Bearbeiten]

Firmensitz der E-T-A
  • E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH: produziert thermische, thermisch-magnetische, magnetische und elektronische Schutzschalter, elektronische Strömungswächter und Durchflussmesser, Schutzschaltrelais, digitale Messgeräte, Sensoren und Stromverteilungssysteme.
  • Reicolor produziert Farben und Lacke, chemisch-technische Zubereitungen, Reiniger, Passivierungsmittel, Phosphatierungsmittel, Holzlasuren, Ölpasten, wasserbasierende Anstriche und Beschichtungssysteme für feuerverzinkte Stahlteile.
  • SUSPA: Hersteller von Gasfedern, Hydraulikdämpfern, Schwingungsdämpfern, Crash- und Sicherheitssystemen und Höhenverstellungen. Der größte Arbeitgeber der Stadt Altdorf.

Tourismus und Freizeit[Bearbeiten]

Altdorf besitzt zahlreiche Sport- und Freizeiteinrichtungen. Bekannt ist das Freibad, welches im Jahre 2002 / 2008 renoviert wurde und über ein 50 Meter Becken verfügt.

Im Jahre 1997 wurde mit Förderung durch den Landschaftspflegeverband ein sehenswerter Obstlehrpfad[10] entlang der ehemaligen Verbindungsstraße Altdorf - Rasch angelegt.

Wandern[Bearbeiten]

Für den Wanderer stehen acht gut ausgeschilderte lokale Rundwanderwege[11] im Altdorfer Umland zur Verfügung.

Zusätzlich wird Altdorf auch von zahlreichen Wanderwegen des Fränkischen Albvereins (FAV) durchzogen.

Neben den überregional bekannten Fernwanderwegen :

gibt es weitere regionale Wanderwege[12]:

  • Altdorf – Pommelsbrunn (Blaupunkt, FAV 64), Länge: 25 km
  • Birglandweg (Blaukreuz, FAV 75), Altdorf – Poppberg (Gemeinde Birgland, Landkreis Amberg-Sulzbach), Länge: 22 km
  • Eppeleinsweg (Rotkreuz, FAV 47), Erlangen-Buckenhof – Neumarkt ind er Oberpfalz, Länge: 92 km
  • Hochlandsteig (Gelbpunkt, FAV 66), Hersbruck (Landkreis Nürnberger Land) – Altdorf, Länge : 25 km
  • Reichswaldweg (Blaukreuz, FAV 80), Nürnberg – Altdorf, Länge: 20 km
  • Schwarzachtalweg (Blaukreuz, FAV 50), Altdorf – Neuses, Länge: 28 km
  • Zeidlerweg (Blaustrich, FAV 119), Altdorf – Feucht, Länge: 14 km

Sehenswertes in der Natur[Bearbeiten]

Eine Rhätschlucht bei Prackenfels
Steinerne Rinne bei Raschbach

Im Altdorfer Umland befinden sich viele Rhätschluchten. Die bekannteste dürfte wohl die Teufelskirche von Grünsberg sein. Sehenswert ist auch der ehemalige Felsenkeller Löwengrube bei Lenzenberg sowie die Teufelshöhle bei Prackenfels. Nahe Raschbach liegt die sehenswerte Steinerne Rinne bei Raschbach.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Nach den drei erstgenannten Ehrenbürgern ist jeweils eine Straße in der Stadt benannt.

  • Konrad Lengenfelder, Erster Direktor des Leibniz-Gymnasiums Altdorf, Stadtarchivar und Stifter des Universitäts-Museums
  • Michael Geißler, Kriminalkommissar nach dem Zweiten Weltkrieg
  • Franz Theophil Becker, Professor des Medizin, wirkte am Wichernhaus Altdorf
  • Kurt Purucker († 16. März 2011 im Alter von 91 Jahren), ehem. Landrat, ehem. Erster Bürgermeister[13]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in der Stadt wirkten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Andreas Will; mit Nachträgen von Christian Conrad Nopitsch: Geschichte und Beschreibung der nürnbergischen Universität Altdorf, 1801, Reprint: Aalen: Scientia Verlag, 1975
  • Gesellschaft für Familienforschung in Franken (Hrsg.): Reichsstadt Nürnberg, Altdorf und Hersbruck - Genealogica, Heraldica, Juridica. Nürnberg: Verlag Die Egge in Komm., 1954, 253 S.; IDN: 453615252 (Freie Schriftenfolge der Gesellschaft für Familienforschung in Franken; Bd. 6)
  • Konrad Lengenfelder: Altdorf bei Nürnberg in alten Ansichten, 5. Aufl., Neuaufl. der ursprünglichen Ausg. von 1977. Zaltbommel/Niederlande: Europ. Bibliothek, 1995. – [78] S. ; ISBN 90-288-1515-5
  • Hans Recknagel: Geschichten und Geschichte. Historische Skizzen von Altdorf und Nürnberg. Hessel-Verlag, Feucht 2003, ISBN 3-9807345-2-8.
  • Johann Wolfgang Woerlein: Die Houbirg oder Geschichte der Nürnberger Schweiz - Hersbruck, Altdorf und Lauf mit ihren Umgebungen im weltgeschichtlichen Zusammenhang. Nürnberg 1838, insbesondere S. 171-175.
  • Nürnberger Land. Karl Pfeiffer's Buchdruckerei und Verlag, Hersbruck 1993. ISBN 3-9800386-5-3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Altdorf bei Nürnberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Altdorf bei Nürnberg – in den Nachrichten
 Wikisource: Altdorf bei Nürnberg – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1418&attr=OBJ&modus=automat&tempus=20111027/194332&hodie=20111027/194332
  3. S. J. F. Böhmer: Regesta Imperii VIII. Die Regesten des Kaiserreichs unter Kaiser Karl IV. 1346–1378, Alfonds Huber (Bearb.). Johann Friedrich Böhmer (Hrsg.). Innsbruck (1877), Nummer 3192
  4. http://www.altdorf.de/sites/gensite.asp?SID=cms08112012024824425989&msr=1&Art=03274
  5.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 542.
  6. Ergebnis der Stadtratswahl 2014
  7. Liste der Bürgermeister seit 1818 im Internet Archive
  8. Informationen zum Wappen auf der Website der Stadt Altdorf
  9. Netzplan der Nürnberger Nachtbusse (Nightliner)
  10. Obstlehrpfad
  11. Lokale Altdorfer Wanderwege (Abgerufen am 12. März 2013)
  12. OSM: Wanderwege des Fränkischen Albverein
  13. Nachruf der Gemeinde für Kurt Purucker, abgerufen am 3. Juni 2011