Altdorf bei Nürnberg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Nürnberger Land | |
| Höhe: | 444 m ü. NN | |
| Fläche: | 46,59 km² | |
| Einwohner: |
15.301 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 328 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 90518 | |
| Vorwahl: | 09187 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LAU | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 74 112 | |
| Stadtgliederung: | 25 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Röderstraße 10 90518 Altdorf b.Nürnberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Erster Bürgermeister: | Erich Odörfer (CSU) | |
| Lage der Stadt Altdorf b.Nürnberg im Landkreis Nürnberger Land | ||
Altdorf bei Nürnberg (amtlich: Altdorf b.Nürnberg) ist eine Stadt und ein Mittelzentrum im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Die ehemalige Universitätsstadt liegt etwa 25 km südöstlich von Nürnberg inmitten einer reizvollen Mittelgebirgslandschaft (400–700 m ü. M.) mit Rhätschluchten (Rhät = Oberer Keuper) und wald- und wiesenreichem Oberland. Im Winter ist Altdorf sehr schneereich, im Sommer bietet die hügelige Umgebung viele Freizeitmöglichkeiten wie Radtouren und Wanderungen. Von Hegnenberg aus kann man bei sonnigem Wetter einen Panoramablick über das mittelalterliche Städtchen genießen.
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Altdorf hat 25 amtlich benannte Ortsteile[2]:
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Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Offenhausen, Lauterhofen, Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz, Burgthann, Schwarzenbruck, Winkelhaid und Leinburg. Altdorf gehört zur Metropolregion Nürnberg.
Historische Daten [Bearbeiten]
| 800 | Fränkischer Königshof |
| 1129 | Erste urkundliche Erwähnung |
| 1281 | Der Bezirk Hofmark Altdorf untersteht der kaiserlichen Verwaltung |
| 1299 | Altdorf wird an den Grafen Emich von Nassau verpfändet |
| 1360 | Erst urkundliche Erwähnung als „Markt“ beim Verkauf an Burggraf Albrecht von Nürnberg[3] |
| 1368 | Stiftung von Märkten |
| 1387 | Erste urkundliche Erwähnung als „Stadt“, Bau von Graben und Mauern |
| 1393 | Verkauf durch den pommerschen Herzog Swantibor, den Gemahl der Tochter Anna des Burggrafen Albrecht von Nürnberg, an den Pfalzgrafen Ruprecht |
| 1504 | Inbesitznahme durch die Reichsstadt Nürnberg, Sitz eines Nürnberger Pflegamtes |
| 1575/78 | Sitz des nürnbergischen Gymnasiums, Akademie |
| 1622 | Universitätsprivileg (Universität bis 1809); einer der berühmtesten Schüler ist Albrecht von Wallenstein |
| 1666 | Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz promoviert in Altdorf |
| 1672 | Johann Christoph Sturm gründet das Collegium Curiosum sive Experimentale, dessen Mitglied Leibniz wurde |
| 1806 | Altdorf kommt mit Nürnberg zum Königreich Bayern |
| 1824 | Die Stadt erhält das Königliche Schullehrerseminar |
| 1894 | Das Volksschauspiel Wallenstein in Altdorf wird uraufgeführt |
| 1925 | Im Seminargebäude werden durch den Landesverband für Innere Mission Einrichtungen für Körperbehinderte geschaffen |
| 1945 | Sitz des Landratsamtes (bis 1965) |
| 1945 | Ab Mai Sitz der U. S.-Soldatenzeitung The Stars and Stripes (Southern Germany Edition, später dann umbenannt in European Edition, bis zum Umzug nach Griesheim/Hessen) in die ehemaligen Gebäude der NS-Zeitung Der Stürmer. Die erste Ausgabe (Vol.1 – No.1) wurde am 8. Mai 1945 (V-E-Day) mit dem Titel ETO WAR ENDS gedruckt und ausgeliefert. |
| 1972/78 | Gemeindegebietsreform mit Eingemeindung umliegender Gemeinden |
| 2012 | Der Bayerische Ministerrat bringt einen Entwurf für ein neues Landesentwicklungsprogramm in das Gesetzgebungsverfahren ein, in welchem die Einstufung als Mittelzentrum vorgeschlagen ist. Angesichts der erheblichen Widerstände zahlreicher Verbände gegen den Gesetzesentwurf ist der Ausgang aber vollkommen offen. [4] |
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Eismannsberg, Grünsberg und Rasch sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Penzenhofen eingegliedert.[5] Hagenhausen, Pühlheim, Rieden und Röthenbach bei Altdorf kamen bis 1978 hinzu.
Politik [Bearbeiten]
Die Interessen Altdorfs im Bayerischen Landtag vertritt MdL Kurt Eckstein (CSU), im Bundestag übernimmt dies die Vorsitzende des Tourismusausschusses des Bundestages MdB, Marlene Mortler (CSU).
Stadtrat [Bearbeiten]
Der Stadtrat von Altdorf bei Nürnberg setzt sich aus 24 Stadtratsmitgliedern und dem Ersten Bürgermeister zusammen.
| CSU | SPD | Grüne | FWG / UNA | Gesamt | |
| 2008 | 9 | 8 | 3 | 4 | 24 Sitze |
(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008[6])
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Altdorf bei Nürnberg unterhält Städtepartnerschaften mit:
Altdorf, Schweiz
Colbitz, Deutschland
Dunaharaszti, Ungarn
Sehma, Deutschland
Pfitsch, Südtirol (Italien)
| Zeitraum | Bürgermeister |
|---|---|
| 1818 bis 1830 | Jakob Neidhart |
| 1830 bis 1833 | Jakob Waiz |
| 1833 bis 1846 | Johann Michael Arid |
| 1846 bis 1852 | Tobias Hessel |
| 1852 bis 1857 | Karl Maier |
| 1857 bis 1860 | Karl Woerlein |
| 1860 bis 1863 | Gottlieb Omeis |
| 1863 bis 1865 | Friedrich Holz |
| 1865 bis 1869 | Georg Späth |
| 1870 bis 1884 | Georg Pfriem |
| 1884 bis 1887 | Jakob Uebler |
| 1888 bis 1899 | Andreas Heydner |
| 1900 bis 1901 | Jakob Zantner |
| 1902 bis 1921 | Karl Zeh |
| 1921 bis 1924 | Hans Bachinger |
| 1925 bis 1933 | Georg Oechslein |
| 1933 bis 1945 | Georg Pickel |
| Mai bis 31. Juli 1945 | Hans Dötsch |
| 1. August 1945 bis 30. April 1948 | Fritz Pranz |
| 1. Mai 1948 bis 30. April 1960 | Hans Dötsch |
| 1. Mai 1960 bis 30. Juni 1972 | Heinrich Späth |
| 1. Juli 1972 bis 31. Oktober 1982 | Kurt Purucker |
| 1. November 1982 bis 31. Oktober 1994 | Friedrich Weißkopf |
| 1. November 1994 bis 31. Oktober 2006 | Rainer Pohl (SPD) |
| seit 1. November 2006 | Erich Odörfer (CSU) |
Wappen [Bearbeiten]
Das Altdorfer Wappen zeigt den Pfälzer Löwen, der das Wappen der Stadt Nürnberg auf einem Schild hält. Dieses Wappen geht auf die Zeit der Nürnberger Herrschaft von 1503 bis 1806 zurück. In der Geschichte Altdorfs gab es drei weitere Wappen: Das älteste von 1374 zeigt den Hohenzollernschild und die hennebergische Henne, das zweite von 1478 den Pfälzer Löwen vor baierischen Rauten und ein drittes von 1836 den baierischen Löwen und das Nürnberger Wappen.[8]
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Wallenstein-Festspiele [Bearbeiten]
Die Wallensteinfestspiele sind eine Veranstaltung, die seit 1894 alle drei Jahre im Sommer stattfindet. Sie erinnert an Wallenstein, der einst in Altdorf studierte, und die Zeit des Dreißigjährigen Krieges.
St.-Laurentius-Kirche [Bearbeiten]
Die Kirche wurde bis 1407 im Stil der Spätgotik erbaut. Der Chor der Kirche, wie auch Teile des Turms sind bis heute aus dieser Zeit erhalten. 1755 wurde das Hauptschiff im barocken Stil umgebaut bzw. erweitert. Erwähnenswert sind die Orgel in einem barocken Prospekt im Kircheninneren und die aus der Zeit als Universitätsstadt stammenden Gebetsnischen für Professoren und Studenten. Seit 1527 ist die Kirche evangelisch.
Rathaus [Bearbeiten]
Das Rathaus direkt neben der Kirche wurde im 16. Jahrhundert im Renaissance-Stil erbaut und ist ein typisches Beispiel für fränkische Sandsteinbauweise. Im Rahmen der derzeitigen umfangreichen denkmalgerechten Sanierung des Rathauses wird die historische Bausubstanz wieder weitestgehend sichtbar gemacht. Mittlerweile ist die Stadtverwaltung jedoch bis auf das Kulturamt in Räumlichkeiten in der Röderstraße gezogen, weshalb das Rathaus jetzt offiziell "Kultur-Rathaus" genannt wird.
Universitätsgebäude (Wichernhaus) [Bearbeiten]
Die Kollegien- und Hörsaalgebäude der vormaligen Universität Altdorf wurden 1575 als Schule für Kinder Nürnberger Aristokratenfamilien im Renaissance-Stil erbaut. Einige Jahre später wurde die Schule zur Akademie erhoben und 1623 in eine Universität umgewandelt. Bekannt wurde die Universität durch ihre Fakultäten für Medizin (insbesondere für die Entwicklung der Chirurgie und das für Jahrhunderte gültige Standardkompendium von Lorenz Heister), Recht und Naturwissenschaften (u.a. Grundlagenforschung zur Lichtempfindlichkeit der Silbersalze, Schulzegraphie, als Grundlage der Fotografie). Neben den (teils rekonstruierten) botanischen Gärten gab es auch ein astronomisches Observatorium und ein chemisches Labor. Die Universität in Altdorf bestand bis 1809 als Hochschule; die Gebäude sind (wie ansonsten nur die ebenfalls aufgelassene Universität Helmstedt) als typische Hochschulanlage die weitgehend unverändert im Zustand des 18. Jahrhunderts erhalten blieb, ein anschauliches Zeugnis deutscher Hochschulgeschichte. Bekannt aber auch durch Studenten wie Albrecht von Wallenstein und Gottfried Wilhelm Leibniz. Die Bestände der Universitätsbibliothek befinden sich heute in Erlangen. Übergangsweise diente das Wichernhaus als Lehrerkollegium und wurde schließlich 1925 in ein Behindertenhospital umgewandelt. Heute bietet das von den Rummelsberger Anstalten genutzte Gebäudeensemble als Wichernhaus Wohnmöglichkeiten, eine Schule und ein Internat für Körperbehinderte. Außerdem wird im Hof des Wichernhauses alle drei Jahre im Sommer das Festspiel Wallenstein in Altdorf aufgeführt; die nächsten Festspiele finden im Sommer 2015 statt.
Stadtbefestigung [Bearbeiten]
Von der ehemaligen Stadtbefestigung sind noch drei Türme und Fragmente der um 1400 errichteten Stadtmauer erhalten geblieben. Besonders eindrucksvoll sind die Stadttore an den beiden Enden des Marktplatzes (Unteres und Oberes Tor).
Schloss [Bearbeiten]
Das Schloss wurde 1558 für die Nürnbergischen Pfleger errichtet. 1808 wurde es zum bayerischen Landgericht und 1862 zum Amtsgericht. Es diente von 1945 bis 1965 als Landratsamt und ist seit 1972 ist eine Polizeiwache. Vor dem Gebäude steht der Wallensteinbrunnen.
Prethalmühle [Bearbeiten]
Die Prethalmühle war im Mittelalter eine Station an der Handelsstraße Nürnberg – Regensburg. Im Dreißigjährigen Krieg niedergebrannt, wurde die Station 1643 wieder aufgebaut. Heute leben in der Prethalmühle sieben Familien. Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig geklärt. Eine Theorie besagt, dass die Prethalmühle ein königlicher Gutshof war, von dem aus die im Süden der Stadt Altdorf befindlichen „Preitlingsfelder“, ein königliches Lehen, bewirtschaftet wurden. Im Schwarzachtal gelegen, die am südlichen Rand der Prethalmühle fließt, bildete sie damals einen Grenzpunkt zwischen dem Gebiet der Reichsstadt Nürnberg und der Wittelsbacherischen Oberpfalz.
Schloss Grünsberg [Bearbeiten]
Das Schloss Grünsberg geht auf eine Burganlage aus dem Mittelalter (13. Jahrhundert) zurück. Die Erweiterung der Burg zu einer Schlossanlage erfolgte im Zeitraum von 1717 bis 1723 mit bedeutenden Stuckdecken. Ab 1754 gehörte Schloss Grünsberg der Patrizierfamilie Stromer von Reichenbach, die es 1999 in eine gemeinnützige Stiftung umwandelte. Das bedeutende Inventar ist an jedem ersten Sonntag im Monat sowie auf Voranmeldung bei Führungen zu besichtigen.
Eismannsberg [Bearbeiten]
Die St.-Andreas-/St.-Bartholomäus-Kirche im Ostteil stammt aus romanischer Zeit und steht an einem Ort einer früheren Kapelle (möglicherweise vom ehemaligen Eismannsberger Schlossherren Ratz). Das Kirchenschiff wurde im 16. Jahrhundert unter Mithilfe von Hedwig von Eyb angefügt und in der Barockzeit von der Patrizierfamilie von Oelhafen renoviert. Den Dachstuhl erneuerte man im 19. Jahrhundert, später wurde der Innenraum der Kirche für den Orgeleinbau verändert. Im Juli 2007 wurde eine Generalsanierung der Kirche abgeschlossen.
Baudenkmäler [Bearbeiten]
→ Liste der Baudenkmäler in Altdorf bei Nürnberg
Schulen und Bildungseinrichtungen [Bearbeiten]
- Hans-Dötsch-Grundschule
- Mittelschule Altdorf
- Leibniz-Gymnasium
- Musikschule der Stadt Altdorf
- Schule für Körperbehinderte, Grund- und Hauptschule (Wichernhaus)
- Sonderpädagogisches Förderzentrum Wichernhaus
- Fachakademie für Sozialpädagogik
- Evangelische Erwachsenenbildung Altdorf
- Katholische Erwachsenenbildung
- Nürnberger Schule für Baumpflege
- Technische Akademie Wuppertal Weiterbildungszentrum
- Volkshochschule Schwarzachtal
Verkehr [Bearbeiten]
Straßen [Bearbeiten]
Durch Altdorf verlaufen:
- Die Staatsstraßen
- St 2239 von Feucht
- St 2240 von Lauf und Neumarkt
- St 2401 von Ochenbruck
- Die Kreisstraße LAU 23 von Ludersheim und Winkelhaid
Altdorf befindet sich außerdem in unmittelbarer Nähe der Autobahnen Bundesautobahn 3 und Bundesautobahn 6, die sich am Autobahnkreuz Altdorf kreuzen.
Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind:
- A 3: 1 km zur Anschlussstelle Altdorf/Burgthann
- A 6: 2 km zur Anschlussstelle Altdorf/Leinburg (Richtung Nürnberg, Amberg)
Öffentlicher Nahverkehr [Bearbeiten]
Altdorf ist Endpunkt der Bahnstrecke Feucht–Altdorf. Am Altdorfer Bahnhof endet die S-Bahn-Linie S2 der Nürnberger S-Bahn, die alle 20 bis 40 Minuten verkehrt und den Nürnberger Hauptbahnhof in 30 Minuten erreicht. Die meisten Züge der Linie S2 fahren von Nürnberg weiter nach Schwabach und Roth, so dass auch dorthin umsteigefreie Verbindungen bestehen. Altdorf West, der zweite Haltepunkt der Linie S2 im Altdorfer Stadtgebiet, dient neben den dortigen Wohngebieten und mehreren Firmen vor allem den Schülern des benachbarten Altdorfer Gymnasiums als Aus- und Einsteigepunkt.
In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag sowie in Nächten vor Feiertagen wird Altdorf stündlich von der Nürnberger Nachtbuslinie (Nightliner) N55 von und nach Feucht angefahren. In Feucht besteht Umsteigeverbindung zur Linie N15 vom und zum zentralen Umsteigepunkt am Nürnberger Hauptbahnhof. Die Fahrtdauer bis Nürnberg beträgt 51 Minuten.[9]
Industrie und Gewerbe [Bearbeiten]
- E-T-A Elektrotechnische Apparate GmbH: produziert thermische, thermisch-magnetische, magnetische und elektronische Schutzschalter, elektronische Strömungswächter und Durchflussmesser, Schutzschaltrelais, digitale Messgeräte, Sensoren und Stromverteilungssysteme.
- Reicolor produziert Farben und Lacke, chemisch-technische Zubereitungen, Reiniger, Passivierungsmittel, Phosphatierungsmittel, Holzlasuren, Ölpasten, wasserbasierende Anstriche und Beschichtungssysteme für feuerverzinkte Stahlteile.
- SUSPA: Hersteller von Gasfedern, Hydraulikdämpfern, Schwingungsdämpfern, Crash- und Sicherheitssystemen und Höhenverstellungen. Der größte Arbeitgeber der Stadt Altdorf.
Tourismus und Freizeit [Bearbeiten]
Altdorf besitzt zahlreiche Sport- und Freizeiteinrichtungen. Bekannt ist das Freibad, welches im Jahre 2002 / 2008 renoviert wurde und über ein 50 Meter Becken verfügt.
Im Jahre 1997 wurde mit Förderung durch den Landschaftspflegeverband ein sehenswerter Obstlehrpfad[10] entlang der ehemaligen Verbindungsstraße Altdorf - Rasch angelegt.
Wandern [Bearbeiten]
Für den Wanderer stehen acht gut ausgeschilderte lokale Rundwanderwege[11] im Altdorfer Umland zur Verfügung.
Zusätzlich wird Altdorf auch von zahlreichen Wanderwegen des Fränkischen Albvereins (FAV) durchzogen.
Neben den überregional bekannten Fernwanderwegen :
- Frankenweg (Roter Balken, FAV 28)
- Main-Donau-Weg (Jura-Linie, FAV 10)
- Fränkischer Jakobsweg (Jakobsmuschel, FAV 11)
- Fränkischer Dünenweg (Gelbe Düne, FAV 222)
gibt es weitere regionale Wanderwege[12]:
- Altdorf – Pommelsbrunn (Blaupunkt, FAV 64), Länge: 25 km
- Birglandweg (Blaukreuz, FAV 75), Altdorf – Poppberg (Gemeinde Birgland, Landkreis Amberg-Sulzbach), Länge: 22 km
- Eppeleinsweg (Rotkreuz, FAV 47), Erlangen-Buckenhof – Neumarkt ind er Oberpfalz, Länge: 92 km
- Hochlandsteig (Gelbpunkt, FAV 66), Hersbruck (Landkreis Nürnberger Land) – Altdorf, Länge : 25 km
- Reichswaldweg (Blaukreuz, FAV 80), Nürnberg – Altdorf, Länge: 20 km
- Schwarzachtalweg (Blaukreuz, FAV 50), Altdorf – Neuses, Länge: 28 km
- Zeidlerweg (Blaustrich, FAV 119), Altdorf – Feucht, Länge: 14 km
Sehenswertes in der Natur [Bearbeiten]
Im Altdorfer Umland befinden sich viele Rhätschluchten. Die bekannteste dürfte wohl die Teufelskirche von Grünsberg sein. Sehenswert ist auch der ehemalige Keller Löwengrube südlich von Altdorf sowie die Teufelshöhle bei Altdorf.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Ehrenbürger [Bearbeiten]
Nach den drei erstgenannten Ehrenbürgern ist jeweils eine Straße in der Stadt benannt.
- Konrad Lengenfelder, Erster Direktor des Leibniz-Gymnasiums Altdorf, Stadtarchivar und Stifter des Universitäts-Museums
- Michael Geißler, Kriminalkommissar nach dem Zweiten Weltkrieg
- Franz Theophil Becker, Professor des Medizin, wirkte am Wichernhaus Altdorf
- Kurt Purucker († 16. März 2011 im Alter von 91 Jahren), ehem. Landrat, ehem. Erster Bürgermeister[13]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Ferdinand Jakob Baier (1707–1788), Mediziner
- Johann Fabricius (1644–1729), Theologe
- Stephan Farfler (1633–1689), Erfinder
- Walther Haffner (1925–2002), Kirchenmusiker
- Nikolaus Herman (um 1480/1500–1561), Kantor, Lehrer und Schöpfer von Kirchenliedern
- Dora Hitz (1856–1924), impressionistische Malerin
- Klaus Kreuzeder (* 1950), Saxophonist
- Konrad Mannert (1756–1834), Professor und Historiker
- Hans Recknagel (1938–2010), Gymnasiallehrer, Heimatforscher und Stadtarchivar (nach Konrad Lengenfelder)
- Otto Stromer von Reichenbach (1831–1891), Erster Bürgermeister der Stadt Nürnberg
- Leonhard Christoph Sturm (1669–1719), Wissenschaftler
- Thomas Tuschl (* 1966), Biochemiker
- Klaus Wolfermann (* 1946), Leichtathlet (Speerwerfer)
- Klaus Kreuzeder (* 1950), Saxophonist
Persönlichkeiten, die in der Stadt wirkten [Bearbeiten]
- Christian Heinrich Freiesleben (1696–1741), Autor, Jurist und Professor an der Universität Altdorf.
- Jörg Geuder (1861–1935), Pädagoge, Gartenschriftsteller, Dichter und Sprachpfleger, absolvierte 1879 das Lehrerseminar Altdorf.
- Wolfgang Haffner (* 1965) Funk- und Jazzschlagzeuger
- Lorenz Heister (1683–1758), Chirurgischer Ordinarius an der Universität Altdorf von 1710 bis 1719
- Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716), Philosoph und Naturwissenschaftler, promovierte in Altdorf
- Johann Pachelbel (1653–1706), Komponist, studierte an der Universität Altdorf
- Johann Richter oder Johannes Praetorius (1537–1616), deutscher Mathematiker und Astronom
- Johann Christoph Wagenseil (1633−1705), Polyhistor, Rechtsgelehrter und Orientalist; lehrte und starb in Altdorf
- Wallenstein (1583–1634) Feldherr im Dreißigjährigen Krieg
Literatur [Bearbeiten]
- Georg Andreas Will; mit Nachträgen von Christian Conrad Nopitsch: Geschichte und Beschreibung der nürnbergischen Universität Altdorf, 1801, Reprint: Aalen: Scientia Verlag, 1975
- Gesellschaft für Familienforschung in Franken (Hrsg.): Reichsstadt Nürnberg, Altdorf und Hersbruck - Genealogica, Heraldica, Juridica. Nürnberg: Verlag Die Egge in Komm., 1954, 253 S.; IDN: 453615252 (Freie Schriftenfolge der Gesellschaft für Familienforschung in Franken; Bd. 6)
- Konrad Lengenfelder: Altdorf bei Nürnberg in alten Ansichten, 5. Aufl., Neuaufl. der ursprünglichen Ausg. von 1977. Zaltbommel/Niederlande: Europ. Bibliothek, 1995. – [78] S. ; ISBN 90-288-1515-5
- Hans Recknagel: Geschichten und Geschichte. Historische Skizzen von Altdorf und Nürnberg. Hessel-Verlag, Feucht 2003, ISBN 3-9807345-2-8.
- Johann Wolfgang Woerlein: Die Houbirg oder Geschichte der Nürnberger Schweiz - Hersbruck, Altdorf und Lauf mit ihren Umgebungen im weltgeschichtlichen Zusammenhang. Nürnberg 1838, insbesondere S. 171-175.
- Nürnberger Land. Karl Pfeiffer's Buchdruckerei und Verlag, Hersbruck 1993. ISBN 3-9800386-5-3
Weblinks [Bearbeiten]
- Altdorf bei Nürnberg: Wappengeschichte vom HdBG
- Ortsteil Hagenhausen
- Altdorf bei Nürnberg: Amtliche Statistik des LStDV
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1418&attr=OBJ&modus=automat&tempus=20111027/194332&hodie=20111027/194332
- ↑ S. J. F. Böhmer: Regesta Imperii VIII. Die Regesten des Kaiserreichs unter Kaiser Karl IV. 1346–1378, Alfonds Huber (Bearb.). Johann Friedrich Böhmer (Hrsg.). Innsbruck (1877), Nummer 3192
- ↑ http://www.altdorf.de/sites/gensite.asp?SID=cms08112012024824425989&msr=1&Art=03274
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 542.
- ↑ Ergebnis der Stadtratswahl 2008
- ↑ Liste der Bürgermeister seit 1818
- ↑ Informationen zum Wappen auf der Website der Stadt Altdorf
- ↑ Netzplan der Nürnberger Nachtbusse (Nightliner)
- ↑ Obstlehrpfad
- ↑ Lokale Altdorfer Wanderwege (Abgerufen am 12.März 2013
- ↑ OSM: Wanderwege des Fränkischen Albverein
- ↑ Nachruf der Gemeinde für Kurt Purucker, abgerufen am 3. Juni 2011
Alfeld | Altdorf b.Nürnberg | Burgthann | Engelthal | Feucht | Happurg | Hartenstein | Henfenfeld | Hersbruck | Kirchensittenbach | Lauf a.d.Pegnitz | Leinburg | Neuhaus a.d.Pegnitz | Neunkirchen a.Sand | Offenhausen | Ottensoos | Pommelsbrunn | Reichenschwand | Röthenbach a.d.Pegnitz | Rückersdorf | Schnaittach | Schwaig b.Nürnberg | Schwarzenbruck | Simmelsdorf | Velden | Vorra | Winkelhaid
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