Alte Burg (Osterode)

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Alte Burg
Fragment des Turms der "Alten Burg" in Osterode/Harz

Fragment des Turms der "Alten Burg" in Osterode/Harz

Burgentyp: Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand: Ruine
Ort: Osterode am Harz
Geographische Lage 51° 43′ 47,6″ N, 10° 15′ 25,6″ O51.729910.2571255Koordinaten: 51° 43′ 47,6″ N, 10° 15′ 25,6″ O
Höhe: 255 m ü. NHN
Alte Burg (Osterode) (Niedersachsen)
Alte Burg (Osterode)

Die Alte Burg ist die Ruine einer Spornburg in Osterode am Harz im niedersächsischen Landkreis Osterode am Harz. Sie besteht nur noch aus der Hälfte eines Bergfrieds.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der Burgrest befindet sich nordöstlich der Osteroder Altstadt auf der Südwestflanke des Butterbergs, einem zwischen der Söse im Süden und dessen Zufluss Lerbach im Nordwesten gelegenen Bergsporn der Südwestabdachung des Mittelgebirges Harz. Der Bergfriedrest steht auf etwa 250 bis 255 m ü. NHN[1]. Heute befindet er sich innerhalb eines Friedhofs, über den der Zugang möglich ist.

Anlage[Bearbeiten]

Von der Alten Burg auf einem Burgplatz von 40 x 60 m ist nur ein kleiner Rest des Bergfrieds erhalten geblieben. Der größte Teil der Anlage ist durch seine Nutzung als Steinbruch abgetragen worden. Die heutige Turmruine wurde aufwendig renoviert. Ursprünglich war der runde Bergfried 33 m hoch und hatte einen äußeren Durchmesser von 15 m. Seine Mauern waren bis zu 3,5 m stark, und er verfügte über fünf Stockwerke.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Burg wurde erstmals urkundlich 1153 erwähnt. Sie gehörte seit dem 12. Jahrhundert Heinrich dem Löwen. Nach seinem Tod gelangte sein Sohn Otto IV. in ihren Besitz. Später erbte sie Otto das Kind. Weitere Inhaber waren Albrecht der Lange und Heinrich der Wunderliche. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde die Burg als Sitz der Herzöge von Grubenhagen und als Witwensitz des Geschlechts genutzt. Zuletzt wurde sie von der Herzogin Elisabeth bewohnt, die 1513 verstarb. Danach begann die Anlage zu verfallen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst Andreas Friedrich: Die Burgruine Osterode, S. 85-87, in: Wenn Steine reden könnten. Band IV, Landbuch-Verlag, Hannover 1998, ISBN 3-7842-0558-5

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)