Alte Schmiede (Wien)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Alte Schmiede in der Schönlaterngasse

Die Alte Schmiede ist ein Ort für künstlerische Veranstaltungen im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt, der vor allem für literarische Lesungen sowie Konzerte in kleinem Rahmen bekannt ist.

Kunstverein[Bearbeiten]

Im Einzelnen betreibt der Kunstverein das Literarische Quartier, die Musikwerkstatt und die Galerie der Literaturzeitschriften. Außerdem wird die Literaturzeitschrift Der Hammer als Beilage der Wiener Stadtzeitung Augustin herausgegeben.

Im Rahmen des 1969 auf Initiative des Kulturamtes der Stadt Wien eingerichteten Kunstvereins Wien wurde 1975 die Alte Schmiede als Veranstaltungsort für Lesungen, Ausstellungen und Konzerte gegründet.[1] Der Name rührt daher, dass der Kunstverein Alte Schmiede in der Schönlaterngasse 9 in der historischen Wiener Altstadt in einem Gebäude aus dem 15. Jahrhundert untergebracht ist, in dem 1880 eine Schmiedewerkstatt eingerichtet wurde, die noch heute zu besichtigen ist. Durch hunderte Veranstaltungen wurden dem Publikum Arbeiten zeitgenössischer Schriftsteller und Künstler vorgestellt. Zwischen 1975 und 1995 führte die Alte Schmiede zirka 3000 Veranstaltungen durch.[1] Das Literarische Quartier wurde überdies zu einer Kommunikationsdrehscheibe österreichischer Autoren, wo beispielsweise Veranstaltungen der Grazer Autorinnen Autorenversammlung stattfinden.

Die Alte Schmiede wird von der Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert. Fixe literarische Veranstaltungen sind Literatur im März und Literatur im Herbst. Walter Famler ist Generalsekretär des Kunstvereins, Kurt Neumann Leiter des Literarischen Quartiers und Karlheinz Roschitz Leiter der Musikwerkstatt.

Die Alte Schmiede ist Mitglied von HALMA, dem europäischen Netzwerk literarischer Zentren.

Literarisches Quartier[Bearbeiten]

In den Jahren 1992 bis 1995 wurde der Veranstaltungsort im Hinterhof der Alten Schmiede nach den Plänen von Architekt Franz Eberhard Kneissl und den Mitarbeitern Melanie Danner und Tanja Kullack umgebaut. Der Eingang ist durch Vollverglasung transparent bis in den Hauptraum,. Der Hauptraum selbst zeichnet sich durch minimalistisch gestaltete Sitzstufen aus. [2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Herbert Zeman (Hrsg.): Geschichte der Literatur in Österreich, Band 7: Das 20. Jahrhundert. Akademische Druck- u. Verlagsanstalt, Graz 1999, S. 437.
  2. nextroom.at Architekturbeschreibung zum Umbau des Literarischen Quartiers in der Alten Schmiede in Wien, 14. September 2003.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alte Schmiede (Wien) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.209516.37775Koordinaten: 48° 12′ 34″ N, 16° 22′ 40″ O