Altenbödingen

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50.7822227.332778175Koordinaten: 50° 46′ 56″ N, 7° 19′ 58″ O

Altenbödingen
Höhe: 175 m ü. NN
Einwohner: 492 (31. Dez. 2013)[1]
Eingemeindung: 1. Oktober 1956
Eingemeindet nach: Lauthausen
Postleitzahl: 53773
Vorwahl: 02242
Altenbödingen (Nordrhein-Westfalen)
Altenbödingen

Lage von Altenbödingen in Nordrhein-Westfalen

Altenbödingen ist ein Ortsteil von Hennef (Sieg) im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis.

Geographie[Bearbeiten]

Altenbödingen liegt ca. fünf Kilometer östlich des Hennefer Stadtkerns auf dem Bergrücken Nutscheid über der Sieg. Der Dorfkern hat eine Höhe von 175 m über Normalnull. Altenbödingen liegt an einer Höhenstraße, die früher als Verbindungsweg zwischen dem Rheinland und dem Siegerland eine große Bedeutung hatte. Mit dem Bau der Eisenbahnlinien im Siegtal und im Bröltal verlor diese Verbindungsstraße an Bedeutung.

Geschichte[Bearbeiten]

Altenbödingen, das eigentliche Bödingen, ist wahrscheinlich eine fränkische Siedlung, die in der 1. Ausbauphase des Siedlungsraumes der landnehmenden Franken entstand. Das mag gegen Ende des 7. oder im 8. Jahrhundert geschehen sein. 1789 bildete Altenbödingen eine Honschaft des Kirchspiels Geistingen-Hennef.[2]

Zum Ortsnamen[Bearbeiten]

Ortsnamen auf -ingen, die übrigens im Bereich der Sieg häufig vorkommen, sind in der Regel von einem Personennamen abgeleitet und meinen einen Personalverband, der sich um eine beherrschende Persönlichkeit gruppiert. Ein solcher Verband mag vor allem auf verwandtschaftliche Verbindungen zurückgehen und daher der Sippe gleichzusetzen sein. Das schließt nicht aus, dass auch andere, abhängige Personen ihm zugehörten. Diese Erkenntnis auf das alte Bödingen übertragen, führt zu dem Schluss, dass in der Gründerzeit ein Bodo mit seinen Leuten, d. h. mit seiner Familie oder Sippe oder anderen abhängigen Mitbewohnern, hier sesshaft wurde. Altenbödingen ist also die Siedlung des Bodo und seiner Gruppe.

Gemeinde Altenbödingen[Bearbeiten]

Nach den auf dem Wiener Kongress abgeschlossenen Verträgen, kam das Gebiet an das Königreich Preußen. Unter der preußischen Verwaltung war die Gemeinde Altenbödingen dem Verwaltungsbezirk der Bürgermeisterei Lauthausen zugeordnet, welche Teil des Kreises Uckerath im Regierungsbezirk Köln war. Nach der Auflösung des Kreises Uckerath (1820) kam die Gemeinde Altenbödingen zum Kreis Siegburg (1825 umbenannt in Siegkreis).

Neben dem Ort Altenbödingen gehörten zu der Gemeinde die Ortschaften Allner, Bröl (Teil), Brölthal und Müschmühle.[3]

Die Gemeinde hatte 1885 526 Einwohner (254 Männer und 272 Frauen). Bis auf einen Bürger evangelischen Glaubens, der von Siegburg betreut wurde, war die Gemeinde katholisch. Die Katholiken gehörten zu den Pfarren in Bödingen, Hennef (Sieg) und Happerschoß.[3]

Die Gemeinde hatte 1885 eine Fläche von 621 ha, davon 175 ha Acker-, 89 ha Wiesen- und 291 ha Waldfläche.[3]

Am 1. Oktober 1956 wurde die Gemeinde Altenbödingen der damals neu gebildeten amtsfreien Gemeinde Lauthausen zugeordnet.[4] Im Rahmen der kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn wurde zum 1. August 1969 auch die amtsfreie Gemeinde Lauthausen aufgelöst, Altenbödingen wurde der gleichzeitig neu gebildeten Gemeinde Hennef (Sieg) zugeordnet.[5]

Einwohnerentwicklung[6][Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1816 359
1843 651
1871 542
1905 690
1950 1.039

Literatur[Bearbeiten]

  • Hrsg. Gabriel Busch: Bödingen. Verlag Reckinger & Co. Siegburg 1981
  • Werner Beutler, Helmut Fischer: Hennef-Bödingen. Neusser Druckerei und Verlag, Neuss 1990, ISBN 3-88094-659-0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Altenbödingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hennef: Wohnplatzverzeichnis, Einwohnermeldeamt der Stadt Hennef
  2. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 309ff.
  3. a b c Gemeindelexikon für das Königreich Preußen von 1885
  4. Archive in Nordrhein-Westfalen – Verwaltungszugehörigkeit Siegburg
  5. Gesetz zur kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn (Bonn-Gesetz) vom 1. Juli 1969; §§ 15 und 16
  6. Volkszählungsergebnisse von 1816 bis 1970 der Städte und Gemeinden. Beiträge zur Statistik des Rhein-Sieg-Kreises, Bd. 17/ Siegburg 1980, S. 46-47.