Altendorf (Landkreis Bamberg)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Bamberg | |
| Höhe: | 251 m ü. NN | |
| Fläche: | 8,61 km² | |
| Einwohner: |
2040 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 237 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 96146 | |
| Vorwahl: | 09545 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BA | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 71 111 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Gemeinde Altendorf Jurastr. 1 96146 Altendorf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Karl-Heinz Wagner (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Altendorf im Landkreis Bamberg | ||
Altendorf ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Altendorf liegt in der Region Oberfranken-West. Es existieren folgende Gemarkungen: Altendorf, Seußling.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Hirschaid, Buttenheim, Eggolsheim, Hallerndorf (beide Landkreis Forchheim).
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Altendorf hat zwei amtlich benannte Ortsteile (in Klammern Einwohnerzahlen, Stand: 1. Januar 2003)[2]:
- Altendorf (1544)
- Seußling (542)
Geschichte [Bearbeiten]
Zahlreiche Funde aus der Keltenzeit beweisen die frühe Besiedlung. Um die Zeitenwende drangen Elbgermanen in die Gegend ein. Ein germanisches Gräberfeld im Bereich des Neubert-Baggersees wurde rund 450 Jahre lange genutzt. Während Altendorf als slawisches Runddorf erstmals im Jahre 1096 erwähnt wurde, wurde der Ortsteil Seußling bereits ab 800 als Kirchdorf genannt. Hier stand eine der 14 Slawenkirchen aus der Zeit der Slawenmission Karls des Großen. Der Pfarrsprengel Seußlings reichte bis weit in den Steigerwald hinein.
Altendorf gehörte vor der Säkularisation zum Hochstift Bamberg. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Religion [Bearbeiten]
Die katholische Kirche in Altendorf ist eine Filialkirche von Sankt Bartholomäus, Buttenheim. Auf dem Gemeindegebiet gibt es noch die katholische Pfarrgemeinde Sankt-Sigismund Seußling.
Die Pfarrkirche St. Sigismund erhielt ihr Patronat, als Kaiser Karl IV. im Jahr 1354 die Gebeine des Heiligen aus Saint Maurice im Schweizer Kanton Wallis nach Prag überführen ließ. Der Schrein wurde auch in Seußling niedergestellt. Dabei blieb ein Arm des toten Königs als Reliquie in der Pfarrkirche.
Konfessionelle Zusammensetzung der Einwohner:
- römisch-katholisch: 1555
- evangelisch: 287
- sonstige: 240
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Seußling eingegliedert.[3]
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
- 1961: 937 Einwohner
- 1970: 1274 Einwohner
- 1987: 1542 Einwohner
- 2000: 2006 Einwohner
- 2003: 2086 Einwohner
- 2007: 1963 Einwohner
- 2011: 2040 Einwohner
Der Bevölkerungszuwachs betrug von 1961 bis 1970 36 Prozent. Dies ist auf die verkehrsgünstige Lage und die Erschließung umfangreicher Neubaugebiete zurückzuführen.
Politik [Bearbeiten]
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.002.000 Euro, davon Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 316.000 Euro.
Gemeinderat [Bearbeiten]
Im Gemeinderat sind seit 2008 folgende Parteien und Wählergemeinschaften vertreten (Veränderung gegenüber 2002):
- Zum Wohle der Bürger (ZWdB) 4 Sitze (+ 1)
- Freie Wählergemeinschaft Seußling (FWS) 3 Sitze (± 0)
- Unabhängiger Bürgerblock (UBB) 3 Sitze (± 0)
- CSU 3 Sitze (- 1)
- Aktive Bürger (AKB) 1 Sitz (± 0)
Bürgermeister [Bearbeiten]
Gemeindeoberhaupt ist seit 1. Mai 2008 Karl-Heinz Wagner (CSU). Er wurde mit 90,26 % der Stimmen ohne Gegenkandidaten zum Bürgermeister gewählt. Sein Vorgänger war Wolfgang Rössler vom Unabhängigen Bürgerblock (UBB).
Wappen [Bearbeiten]
Unter rotem Schildhaupt, darin ein waagrechter silberner Schlüssel, in Gold ein schwarzes Pferd. Das schwarze Pferd findet sich bereits auf einer silbernen Münze, die auf Siedlungsgelände der Kelten gefunden und vermutlich um das Jahr 80 v. Chr. geprägt wurde. Der silberne Schlüssel im Kopf des Wappens weist auf die Verbindung zum Adelsgeschlecht der Schlüsselberger hin.[4]
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Der Egloffsteiner Hof stammt aus dem Jahr 1510 und die Altendorfer Mühle aus dem 18. Jahrhundert.
Jedes Jahr im Oktober findet das traditionelle Kürbisfest statt.
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Altendorf (Landkreis Bamberg)
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft [Bearbeiten]
Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 616 und im Bereich Handel und Verkehr 19 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 17 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 689. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es sieben, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 19 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 393 Hektar. Davon waren 329 Hektar Ackerfläche und 64 Hektar Dauergrünfläche.
Verkehr [Bearbeiten]
Direkt östlich von Altendorf verläuft die Bundesautobahn 73 (Bamberg-Nürnberg). Außerdem verläuft durch den Ort die Bahnstrecke Bamberg- Nürnberg, wobei stündlich Regionalbahnen am Haltepunkt Buttenheim halten. Als die Bahnstrecke 1844 eröffnet wurde, stand der Bahnhof auf dem Gebiet der Gemeinde Buttenheim.
Freiwillige Feuerwehren [Bearbeiten]
In Altendorf und Seußling gibt es Freiwillige Feuerwehren.
Bildung [Bearbeiten]
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):
- 75 Kindergartenplätze mit 59 Kindern
- Grundschule mit erster und zweiter Klasse
- Gemeindebücherei
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111031/210238&attr=OBJ&val=1105
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 673.
- ↑ Altendorf (Landkreis Bamberg): Wappengeschichte vom HdBG
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Internetpräsenz
- Altendorf (Landkreis Bamberg): Wappengeschichte vom HdBG
- Altendorf (Landkreis Bamberg): Amtliche Statistik des LStDV (PDF; 1,24 MB)
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