Altenhundem

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Rathaus
Rathaus
St.-Agatha-Kirche
St.-Agatha-Kirche

Altenhundem ist der zentrale Ort von Lennestadt. Er liegt dort, wo das Tal der Hundem auf das Lennetal trifft. Da die beiden Täler sehr eng sind, zieht sich die Bebauung größtenteils an den Hängen der Täler hin, zumal der Talgrund des Hundemtales im Ortsgebiet von ausgedehnten allerdings heute zum größten Teil stillgelegten Bahnanlagen eingenommen wird.

Lenneaufwärts liegen die Lennestädter Stadtteile Kickenbach, Langenei und Saalhausen, lenneabwärts liegen die Stadtteile Meggen und Grevenbrück. Im Hundemtal grenzt der Ort an die Gemeinde Kirchhundem. Über einen kleinen Pass in der Nähe der Hohen Bracht gelangt man in den Stadtteil Bilstein.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

In Altenhundem befindet sich das in den 1970er Jahren nach der Gemeindereform erbaute Rathaus der neu gebildeten Stadt Lennestadt.

Weiterhin gibt es im Ort ein Krankenhaus, das St.-Josefs-Hospital. Mit einem öffentlichen Gymnasium und einer Berufsschule, die ein Zweig des Berufskollegs Olpe ist, gibt es hier auch ein Angebot an weiterführenden Schulen. Im Kloster Maria Königin oberhalb des Ortes wird dieses Angebot durch ein privates Gymnasium ergänzt.

[Bearbeiten] Religion

Seit 1893 ist Altenhundem eine eigenständige Pfarrei. Im Ortskern befindet sich die katholische Kirche Sankt Agatha, die nach Plänen des Mainzer Dombaumeisters Ludwig Becker erbaut wurde. Im Juli 1900 erfolgte die Grundsteinlegung für den dreischiffigen Bau im Stil der Neugotik, am 23. September 1901 wurde die Kirche von Bischof Wilhelm Schneider geweiht. Im Altar befinden sich Reliquien der Heiligen Cosmas und Damian.

Die evangelische Kirche, die sich am Ortsausgang in Richtung Meggen befindet und durch ihre erhöhte Lage die Umgebung prägt, ist das einzige neuromanische Bauwerk in Lennestadt und darum ein wichtiges örtiches Zeugnis einer Bauepoche, die für die Sakralarchitektur in Deutschland wichtig geworden, die aber im näheren Bereich von Lennestadt kaum vertreten ist. Der Grundstein wird am 29. Juni 1867 gelegt, die Kirchweihe erfolgt am 26. November 1868. Die Baukosten in Höhe von 13.728 Talern, 12 Groschen und 6 Pfennigen können durch Spenden des Gustav-Adolf-Werkes und verschiedene Kollektenreisen von Pfarrer Rudolf Spennemann und der Presbyter getragen werden. Anläßlich des 100jährigen Kirchweihjubiläums werden 1968 umfassende Renovierungsarbeiten und im Innenraum nach Entwürfen des Architekten Wolfgang Kreuter verschiedene Veränderungen vorgenommen, die der Kirche das bis heute prägende Aussehen geben. Seit 1987 steht die Kirche unter Denkmalschutz.

Weiterhin befindet sich in der Lindenstraße das Gotteshaus der Neuapostolischen Kirche.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Im Ortskern gibt ein reichhaltiges Angebot an Einkaufsmöglichkeiten, das den zentralen Charakter des Ortes unterstreicht. Im Oktober 2007 wurde ein neues Einkaufszentrum, das Hundem-Lenne-Center, eröffnet. Der Bahnhof an der Ruhr-Sieg-Strecke wurde 2003 von der Stadt gekauft und saniert. Seit Ende 2007 ist ein barrierefreier Zugang möglich.

Außerdem verlaufen die Bundesstraßen 236 und 517 durch Altenhundem.

Höhepunkt des gesellschaftlichen Lebens ist wie in vielen Ortschaften des Sauerlandes das Schützenfest jedes Jahr am zweiten Wochenende im Juli, das mit einer Kirmes auf dem Platz vor der Schützenhalle verbunden ist.

Im Zuge der Umgestaltung des Ortes zum Mittelpunkt von Lennestadt wurden viele, teilweise auch für das Sauerland typische Fachwerkhäuser abgerissen, um Platz für das Rathaus und neue Geschäftshäuser zu schaffen. Dadurch hat der Ort seinen dörflichen Charakter verloren. Als eines der wenigen erhaltenen Fachwerkhäuser gilt Müllers Mühle von 1721, die 2002 restauriert wurde.

[Bearbeiten] Bekannte Personen

Auf dem katholischen Friedhof von Altenhundem ist der durch die Helge Schneider-Filme (Texas – Doc Snyder hält die Welt in Atem und 00 Schneider – Jagd auf Nihil Baxter) bekannte Laienschauspieler Helmut Körschgen begraben.

Koordinaten: 51° 06' 17" N 8° 04' 20" O

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