Altenmarkt an der Alz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Altenmarkt a.d.Alz
Altenmarkt an der Alz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Altenmarkt a.d.Alz hervorgehoben
48.00111111111112.534444444444499Koordinaten: 48° 0′ N, 12° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Höhe: 499 m ü. NHN
Fläche: 26,1 km²
Einwohner: 4153 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 159 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83352
Vorwahl: 08621
Kfz-Kennzeichen: TS
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 111
Gemeindegliederung: 42 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 21
83352 Altenmarkt a.d.Alz
Webpräsenz: www.altenmarkt.de
Bürgermeister: Stephan Bierschneider (CSU)
Lage der Gemeinde Altenmarkt a.d.Alz im Landkreis Traunstein
Chiemsee Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Rosenheim Landkreis Altötting Landkreis Mühldorf am Inn Waginger See Wonneberg Waging am See Vachendorf Unterwössen Übersee (Chiemgau) Trostberg Traunstein Traunreut Tittmoning Taching am See Tacherting Surberg Staudach-Egerndach Siegsdorf Seeon-Seebruck Schnaitsee Schleching Ruhpolding Reit im Winkl Pittenhart Petting (Gemeinde) Palling Obing Nußdorf (Chiemgau) Marquartstein Kirchanschöring Kienberg (Oberbayern) Inzell Grassau Grabenstätt Fridolfing Engelsberg Chieming Bergen (Chiemgau) Altenmarkt an der Alz Österreich Österreich ÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Altenmarkt an der Alz (amtlich: Altenmarkt a.d. Alz) ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Altenmarkt liegt am Zusammenfluss der Flüsse Alz und Traun. Entfernung zur Kreisstadt Traunstein ca. 18 km, zur Landeshauptstadt München ca. 82 km, nach Landshut ca. 91 km, nach Passau ca. 115 km.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Altenmarkt an der Alz hat 42 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort Altenmarkt an der Alz erhielt seinen Namen nach der Gründung des nördlich in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen "neuen" Marktes Trostberg vor etwa 750 Jahren. Er war jahrhundertelang eine von kleinem Handwerk geprägte Siedlung zu Füßen des Klosters Baumburg. Außerdem war Altenmarkt durch seine Lage am Übergang über die Alz, wo der Ort die Funktion eines Zoll und Handelsplatzes erfüllte, von Bedeutung. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark des Klosters. Um 1803 endeten die Grund- und Ortsherrschaft des Klosters Baumburg. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die selbstständige politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Rabenden verlor im Zuge der Gemeindegebietsreform ihre Selbständigkeit und wurde am 1. Januar 1975 eingegliedert.[3]

Das Rathaus von Altenmarkt
Die Filialkirche St. Ägidius
Kirche in Rabenden

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 3.313 Einwohner
  • 1987: 3.151 Einwohner
  • 2000: 3.970 Einwohner
  • 2008: 4.289 Einwohner
  • 2011: 4.225 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Wahlbeteiligung: 70,2 %
 %
50
40
30
20
10
0
41,8 %
30,7 %
27,5 %

Bürgermeister ist Stephan Bierschneider.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Oben in Rot auf grünem Dreiberg eine goldene Burg mit 2 Zinnentürmen und offenem Tore, durch das der Stamm einer über den Torzinnen sich ausbreitenden grünen Linde zu sehen ist. Unten im grünen von einem sich deichselförmig teilenden silbernen Fluss durchzogenen Felde schräggekreuzt ein römisches Feldzeichen, das oben mit einer goldenen Schwurhand besteckt ist und ein goldenes Faszenbündel mit dem Liktorenbeil; im oberen der dadurch gebildeten Winkel sitzt auf einer mit "S.P.Q.R." bezeichneten Tafel ein goldener römischer Legionsadler, beiderseits davon die Buchstaben L und VII.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Seit 1989 befindet sich das legendäre Café Libella im Ort.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

  • Filialkirche St. Ägidius in Altenmarkt
  • Kloster Baumburg: Gebäude des ehemalige Augustiner-Chorherrenstifts
  • spätgotische Kirche St. Petrus und Paulus in Kirchberg
  • spätgotische Kirche St. Jakobus d. Ä. in Rabenden mit Altar des Meisters von Rabenden
  • romanische, später barockisierte Wallfahrtskirche in St. Wolfgang

Siehe auch → Liste der Baudenkmäler in Altenmarkt an der Alz

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Neben kleineren Handwerksbetrieben und dem Tourismus ist die 1945 gegründete Firma ALZMETALL - Werkzeugmaschinenfabrik und Gießerei - ein wichtiger Arbeitgeber in Altenmarkt.

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 5, im produzierenden Gewerbe 688 und im Bereich Handel und Verkehr 172 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 232 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1338. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 60 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1573 ha, davon waren 1171 ha Ackerfläche und 402 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 131 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 17 Lehrern und 348 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Altenmarkt an der Alz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111108/171531&attr=OBJ&val=549
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 593.
  4. http://www.wahlen.bayern.de/biz/kowa_g2008.php?g=h&schluessel=189&suchbegriff=1