Altenpflegehelfer

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Altenpflegehilfe mit der Berufsbezeichnung Altenpflegehelferin und Altenpflegehelfer ist in den Bundesländern Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ein mit Landesgesetz geregelter Gesundheitsfachberuf mit einjähriger Ausbildung.

Tätigkeitsbereich[Bearbeiten]

Altenpflegehelfer arbeiten als Angestellte in stationären Einrichtungen (z. B. Alten- und Pflegeheim, Krankenhaus), teilstationären Einrichtungen (z. B. Tagespflegeheim) oder ambulanten Diensten (z. B. einer Sozialstation). Sie unterstützen die Fachkräfte (Altenpfleger oder Krankenschwestern) bei der Pflege und Betreuung kranker, pflegebedürftiger und bzw. oder behinderter alter Menschen. Die Berufsbezeichnung ist durch landesgesetzliche Regelungen geschützt.

Ausbildung[Bearbeiten]

Das Berufsbild ist in den Bundesländern Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg seit 1998 bzw. 2006 gesetzlich geregelt. Die einjährige Ausbildung besteht aus 700 (in Hessen), 750 (in Nordrhein-Westfalen) oder 720 (Baden-Württemberg) theoretischen und fachpraktischen Unterrichtsstunden an einer Altenpflegeschule sowie 900 (Baden-Württemberg: 850) praktische Ausbildungsstunden. Sie schließt mit einer staatlichen Prüfung und staatlichen Anerkennung durch die zuständige Behörde (Regierungspräsidium bzw. Bezirksregierung). Rechtsgrundlagen siehe unten.

Weiterbildungsmöglichkeiten[Bearbeiten]

Ist die staatliche Prüfung in der Altenpflegehilfe mit "befriedigend" bestanden worden, kann im Anschluss daran nach weiteren nach dem Wortlaut des Gesetzes in zwei Ausbildungsjahren der Abschluss als staatlich anerkannter Altenpfleger erreicht werden. Es gibt aber außer in Baden-Württemberg (Stand: 2006) keine entsprechenden Weiterbildungsmöglichkeiten.

Rechtsgrundlagen[Bearbeiten]

  • Baden-Württemberg
  • Hessen
    • Hessisches Altenpflegegesetz vom 12. Dezember 1997, Folgegesetz vom 5. Juli 2007[1]
  • Nordrhein-Westfalen
    • Gesetz zur Durchführung des Altenpflegegesetzes und zur Ausbildung in der Altenpflegehilfe vom 27. Juni 2006 (Gesetz- und Verordnungsblatt (GV. NRW.), Ausgabe 2006 Nr. 16 vom 7. Juli 2006, Seite 277 bis 294)[1]
    • Ausbildungs- und Prüfungsordnung Altenpflege (APRO-APH) (GV. NRW. S. 404, in Kraft getreten am 1. September 2006; geändert durch Artikel 21 des Gesetzes vom 20. November 2007 (GV. NRW. S. 572), in Kraft getreten am 7. Dezember 2007; VO vom 24. März 2010 (GV. NRW. S. 261), in Kraft getreten am 29. April 2010.)[2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bernd Hein: Krankenpflegehilfe Altenpflegehilfe Lehrbuch für die Pflegeassistenz. Elsevier Verlag, München, 2007. ISBN 978-3437279409
  • Thomas Klie, Virginia Guerra: Synopse zu Service-, Assistenz- und Präsenzberufen in der Erziehung, Pflege und Betreuung (Care), Freiburg, 2006. Herausgeber Robert Bosch Stiftung, Stuttgart (auch online)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesrecht Hessen Hessisches Altenpflegegesetz - HAltPflG, GVBl. I S. 381, 5. Juli 2007