Alternative Dispute Resolution

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Alternative Dispute Resolution (ADR) bezeichnet zum staatlichen Gerichtsverfahren alternative Streitbeilegungsmethoden. Am häufigsten werden diese umschrieben als strukturierte Streitbeilegungsmethoden, bei welchen mit Hilfe einer Drittperson ein Ergebnis gefunden wird, wobei dieses aber nicht rechtlich bindend sein muss. Mit ADR will man der Unflexibilität des staatlichen Gerichtsprozesses begegnen und auch zu einem für die Parteien gerechteren Ergebnis kommen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ADR-Bewegung begann in den frühen 1970ern in den USA. Man begann nach Alternativen zum staatlichen Gerichtsverfahren zu suchen, um Zeit und Kosten sparen zu können. Ein großer Schritt wurde 1976 getan, als die Conference on the Causes of Popular Dissatisfaction with the Administration of Justice (sog. Pound Conference) in Saint Paul, Minnesota, gegründet wurde. Akademiker, Gerichtsmitarbeiter und Anwälte taten sich zusammen, um nach neuen Wegen der Streitbeilegung zu suchen.

Die wichtigste und meistverbreitete Alternative Streitbeilegungsmethode ist die Mediation. Daneben zählen unter anderem auch das Schiedsverfahren oder das Schlichtungsverfahren dazu.

Online Dispute Resolution[Bearbeiten]

Durch die EU-Verordnung über die Online-Beilegung verbraucherrechtlicher Streitigkeiten[1] wurde die ADR durch eine Online-Komponente ergänzt. Zweck der Verordnung ist gemäß Art 1: "... durch Erreichen eines hohen Verbraucherschutzniveaus zum reibungslosen Funktionieren des Binnenmarktes, insbesondere seiner digitalen Dimension, beizutragen, indem eine Europäische OS-Plattform (im Folgenden „OS-Plattform“) eingerichtet wird, die eine unabhängige, unparteiische, transparente, effektive, schnelle und faire außergerichtliche Online-Beilegung von Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Unternehmern ermöglicht."

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • EU-Verordnung über die Online-Beilegung verbraucherrechtlicher Streitigkeiten.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Nicole Zingsheim: ADR (Alternative Dispute Resolution) nach japanischem Recht. Bonn 2003 (Dissertation, urn:nbn:de:hbz:5-02843).

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. VERORDNUNGEN (EU) Nr. 524/2013 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 21. Mai 2013 über die Online-Beilegung verbraucherrechtlicher Streitigkeiten und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 2006/2004 und der Richtlinie 2009/22/EG (Verordnung über Online-Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten).