Altes Schloss (Gießen)

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Altes Schloss (Gießen)
Gießen Altes Schloss 20070519.jpg
Alternativname(n): Landgräfliche Burg (Gießen)
Entstehungszeit: 1152
Burgentyp: Niederungsburg
Erhaltungszustand: Erhalten oder wesentliche Teile erhalten
Ständische Stellung: Grafen
Ort: Gießen
Geographische Lage 50° 35′ 13,2″ N, 8° 40′ 36,8″ O50.5878.6769Koordinaten: 50° 35′ 13,2″ N, 8° 40′ 36,8″ O
Altes Schloss (Gießen) (Hessen)
Altes Schloss (Gießen)

Das Alte Schloss (Gießen), auch Landgräfliche Burg (Gießen), befindet sich im Zentrum der Universitätsstadt Gießen. Das Gebäude grenzt mit seiner Nordost- und Südostseite an den Botanischen Garten, mit der Südwestseite an den Kanzleiberg und mit der Nordwestseite an den Brandplatz.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Burg wurde um 1300 als Erweiterung der Stadtbefestigung und zweite Wasserburg gebaut. Die erste urkundliche Erwähnung findet sich 1364 als Sitz des Landgrafen Heinrich II.

Bis ins 19. Jahrhundert diente das Schloss als Witwensitz, Wohnung, Landgräfliche Residenz und Hofgericht. Ab 1604 beherbergte es eine Fürstliche Kanzlei (weswegen die angrenzende Straße bis heute den Namen Kanzleiberg trägt).

[Bearbeiten] Bauten

Ursprünglich waren um einen engen Burghof ein Palast im Nordwesten, das Wohn- und Stallgebäude im Südwesten, ein Verbindungsbau zum Brandplatz im Nordosten und ein Turm mit Wehrmauer und Wassergraben zum Südosten hin angeordnet. 1891 mussten einige Gebäude wegen Baufälligkeit abgebrochen werden. 1893 übernahm die Stadt das Schloss, um es für die Sammlungen des Oberhessischen Geschichtsvereins und der Wilhelm-Gail-Stiftung nutzen zu können.

Nach dem Umbau 1903 im Stil der Neorenaissance (Pläne: Ludwig Hoffmann) wurde das Schloss zum Hauptsitz des Oberhessischen Museums.

Heidenturm des Alten Schlosses

Der Heidenturm mit seiner Welschen Haube blieb dabei wie das Haupttor im Südosten unverändert. Das Mauerwerk der übrigen Gebäude wurde vom Putz befreit, das Dach erhielt ebenfalls ein völlig neues Aussehen, auch die Innenräume wurden für die Nutzung als Museum komplett umgestaltet. Bei den Luftangriffen von 1944 auf Gießen brannte das Schloss vollständig aus.

[Bearbeiten] Heutige Nutzung

Nachdem Pläne des damaligen Magistrats zum Abriss der Ruine verhindert werden konnten, erfolgte in den späten 1970er Jahren der Wiederaufbau. Heute beherbergt das Schloss die „Gail’schen Sammlungen“ (Gemäldegalerie und Kunsthandwerk) des Oberhessischen Museums sowie eine Gaststätte. Das Schloss grenzt direkt an den ältesten, sich bis heute an seinem ursprünglichen Standort befindenden Botanischen Garten Deutschlands.

[Bearbeiten] Literatur

  • Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. Wartberg Verlag, Gudensberg 2000
  • Karlheinz Lang: Universitätsstadt Gießen. Reihe: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Hessen. (Hrsg.: Landesamt für Denkmalpflege Hessen). Vieweg, Braunschweig/Wiesbaden 1993, ISBN 3-528-06246-0.
  • Schlösser, Burgen, alte Mauern. Herausgegeben vom Hessendienst der Staatskanzlei, Wiesbaden 1990 ISBN 3-89214-017-0, S. 139f.

[Bearbeiten] Weblinks

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