Altfraunhofen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Altfraunhofen
Altfraunhofen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Altfraunhofen hervorgehoben
48.45055555555612.173055555556466Koordinaten: 48° 27′ N, 12° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Landshut
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Altfraunhofen
Höhe: 466 m ü. NHN
Fläche: 24,28 km²
Einwohner: 2141 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84169
Vorwahl: 08705
Kfz-Kennzeichen: LA
Gemeindeschlüssel: 09 2 74 114
Gemeindegliederung: 41 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
84169 Altfraunhofen
Webpräsenz: www.vg-altfraunhofen.de
Bürgermeisterin: Katharina Rottenwallner (CSU)
Lage der Gemeinde Altfraunhofen im Landkreis Landshut
Adlkofen Aham Altdorf Altfraunhofen Baierbach Bayerbach bei Ergoldsbach Bodenkirchen Bruckberg Buch a.Erlbach Eching Ergolding Ergoldsbach Essenbach Furth Geisenhausen Gerzen Hohenthann Kröning Kumhausen Neufahrn Neufraunhofen Niederaichbach Obersüßbach Pfeffenhausen Postau Rottenburg a.d.Laaber Schalkham Tiefenbach Velden Vilsbiburg Vilsheim Weihmichl Weng Wörth a.d.Isar Wurmsham Landshut Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Erding Landkreis Freising Landkreis Kelheim Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Regensburg Landkreis Rottal-Inn Landkreis Straubing-BogenKarte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Nikolaus

Altfraunhofen ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Landshut und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Altfraunhofen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Altfraunhofen liegt im Tal der Kleinen Vils etwa 10 km südlich von Landshut, 20 km östlich von Moosburg, 15 km westlich von Vilsbiburg und 12 km nördlich von Velden.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Altfraunhofen hat 41 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Es gibt nur die Gemarkung Altfraunhofen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Geschlecht der Fraunhofen, ein erstmals Anfang des 11. Jh. nachweisbares Ministerialengeschlecht, nannte sich nach dem Ort Altfraunhofen. 1077 bestätigte eine Kaiserurkunde Heinrich IV. Frawnhofen als zur Grund-Ausstattung des Klosters Frauenchiemsee seit seiner Gründung im 8. Jh. gehörig.

Im 13. Jahrhundert gelang es den Herren von Fraunhofen, sich die Sonderstellung einer vom baierischen Herzog unabhängigen Herrschaft zu sichern. Die Wittelsbacher erkannten jedoch die Reichsunmittelbarkeit derer von Fraunhofen nicht an, und es blieb bis zur Mediatisierung am Beginn des 19. Jahrhunderts eine unentschiedene Streitfrage, ob die von Fraunhofen dem Landesherrn unterstellt seien oder als Reichsstand direkt dem Kaiser. 1409 wurde die Reichsherrschaft in Alt- und Neufraunhofen aufgeteilt. Die Reichsherrschaft Fraunhofen gliederte sich in die Obmannschaften Altfraunhofen (zugleich Hofmark), Oberheldenberg, Holzhausen, Neufraunhofen (zugleich Hofmark) und Baierbach.

Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. Die Reichsherrschaft wurde in die königlich bayerisch lehenbaren Herrschaften Alt- und Neufrauenhofen umgewandelt. Die Gerichtsschreiberei im heutigen Kuratiegebäude in Neufraunhofen übernahm ein aus München beorderter Kommissar. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Seit dem 1. Mai 1978 gehört die Gemeinde Altfraunhofen der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft an, deren Sitz in Altfraunhofen ist. Die früher überwiegend landwirtschaftlich strukturierte Gemeinde erfuhr durch die Ansiedlung von Gewerbe- und Handwerksbetrieben einen Strukturwandel.

Der Neubau einer Seniorenresidenz an der Schlossinselstraße hat 11 betreute Wohnungen sowie 32 Pflegeplätze geschaffen. Der Bau wurde im Herbst 2010 eingeweiht.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 1.377 Einwohner
  • 1987: 1.363 Einwohner
  • 2000: 1.749 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeisterin ist Katharina Rottenwallner (CSU).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 794 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 87 T€.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Altfraunhofen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im Produzierenden Gewerbe 314 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 57 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 617. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es 2 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 4 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 66 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1772 ha. Davon waren 1487 ha Ackerfläche und 284 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 81 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 7 Lehrern und 148 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111204/215108&attr=OBJ&val=699

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Altfraunhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien