Alto Douro

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

41.101666666667-7.7988888888889Koordinaten: 41° 6′ 6″ N, 7° 47′ 56″ W

Alto Douro

Die Weinregion Alto Douro (port.: Hoher Douro) ist die älteste geschützte Weinbauregion der Welt. Sie liegt im Norden Portugals und gehört seit 2001 zum UNESCO-Welterbe.

Geografie[Bearbeiten]

Das Weinbaugebiet Alto Douro liegt am portugiesischen Fluss Douro im Nordosten des Landes.

Die bedeutendsten Orte sind Lamego und Peso da Régua, das als Hauptort des Alto Douro gelten kann.

Im Alto Douro

Es ist ca. 26.000 Hektar groß und umfasst folgende 13 Kreise (Concelhos):

Geschichte[Bearbeiten]

Historische Karte des Alto Douro

Seit dem Paläolithikum siedeln hier Menschen. [1] Bereits in der Bronzezeit wurden hier Getränke aus Weintrauben hergestellt, doch erst die Römer führten den eigentlichen Weinbau ein, der von den folgenden Sueben und Mauren fortgeführt und weiterentwickelt wurde. Somit wird seit über 2000 Jahren am Douro Wein angebaut.

Im Jahr 1756 ließ der merkantilistisch-absolutistische Ministerpräsident Marquês de Pombal die heutige Weinbauregion mit Marksteinen abgrenzen und übertrug das Weinbau-Monopol hier der eigens gegründeten Companhia Geral da Agricultura das Vinhas do Alto Douro (port. für: Allgemeines Unternehmen der Wein-Landwirtschaft des Hohen Douros). Damit war das Gebiet die erste herkunftsgeschützte Weinregion der Welt. Insbesondere der Portwein brachte der Region in der Folge Aufschwung und verbesserte wesentlich die Handelsbilanz des Landes.

Am 14. Dezember 2001 wurde die Weinregion durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Der Portwein ist bis heute der bekannteste Wein der Region, daneben sind vor allem die Rotweine von Bedeutung.[2][3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste des UNESCO-Welterbes in Europa

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alto Douro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.dourovalley.eu, abgerufen am 19. Februar 2013
  2. dito
  3. Hans-Peter Burmeister: DuMont Kunstreiseführer: Portugal. 3.Auflage, DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2008, S.254f