Alveslohe

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Alveslohe
Alveslohe
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Alveslohe hervorgehoben
53.7886111111119.914722222222228Koordinaten: 53° 47′ N, 9° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Segeberg
Amt: Kaltenkirchen-Land
Höhe: 28 m ü. NHN
Fläche: 21,56 km²
Einwohner: 2628 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 122 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25486
Vorwahlen: 04191, 04193
Kfz-Kennzeichen: SE
Gemeindeschlüssel: 01 0 60 002
Adresse der Amtsverwaltung: Schmalfelder Str. 9
24568 Kaltenkirchen
Webpräsenz: www.alveslohe.eu
Bürgermeister: Peter Kroll (BVA)
Lage der Gemeinde Alveslohe im Kreis Segeberg
Großer Plöner See Wardersee Hamburg Kreis Herzogtum Lauenburg Kreis Ostholstein Kreis Pinneberg Kreis Plön Kreis Rendsburg-Eckernförde Kreis Steinburg Tangstedt Kreis Stormarn Lübeck Neumünster Alveslohe Armstedt Bad Bramstedt Bad Segeberg Bahrenhof Bark (bei Bad Segeberg) Bebensee Bimöhlen Blunk Boostedt Bornhöved Borstel (Holstein) Buchholz (Forstgutsbezirk) Bühnsdorf Daldorf Damsdorf Dreggers Ellerau Föhrden-Barl Fredesdorf Fahrenkrug Fuhlendorf (Holstein) Geschendorf Glasau Gönnebek Groß Kummerfeld Groß Niendorf (Holstein) Groß Rönnau Großenaspe Hagen (Holstein) Hardebek Hartenholm Hasenkrug Hasenmoor Heidmoor Heidmühlen Henstedt-Ulzburg Hitzhusen Högersdorf Hüttblek Itzstedt Kaltenkirchen Kattendorf Kayhude Kisdorf Klein Gladebrügge Klein Rönnau Krems II Kükels Latendorf Leezen (Holstein) Lentföhrden Mönkloh Mözen Nahe (Holstein) Negernbötel Nehms Neuengörs Neversdorf Norderstedt Nützen Oering Oersdorf Pronstorf Rickling Rohlstorf Schackendorf Schieren (Kreis Segeberg) Schmalensee Schmalfeld Schwissel Seedorf (Kreis Segeberg) Seth (Holstein) Sievershütten Stipsdorf Stocksee Strukdorf Struvenhütten Stuvenborn Sülfeld Tarbek Tensfeld Todesfelde Trappenkamp Travenhorst Traventhal Wahlstedt Wakendorf I Wakendorf II Weddelbrook Weede Wensin Westerrade Wiemersdorf Winsen (Holstein) WittenbornKarte
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Alveslohe ist eine Gemeinde im Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein. Zur Gemeinde gehören auch der Ortsteil Hoffnung und das Gut Kaden.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort entstand als sächsische Streusiedlung mit vielen einzeln gelegenen Höfen, deren Namen teilweise als Flurnamen benutzt werden. Der Ortsname leitet sich von den damaligen Besitzern von Gut Kaden ab, die als von Alverslö 1292 erstmals erwähnt werden. Genau wie Ellerau ist die Gemeinde Alveslohe seit 1875 unabhängig. 2001 wurden 200 ha des Gemeindegebiets an Henstedt-Ulzburg und Ellerau abgetreten, auf dieser Fläche soll ein neues Wohngebiet entstehen.

Ortsteile[Bearbeiten]

Gut Kaden[Bearbeiten]

Das Herrenhaus Kaden

Das Gut Kaden ist seit dem Mittelalter belegt. Das ehemalige Gutsgebäude brannte im schwedisch-polnischen Erbfolgekrieg nieder. Das gegenwärtige Herrenhaus wurde um 1765 errichtet, zusammen mit den Wirtschaftsgebäuden entstand ein dreiseitiger Hof. Der heute klassizistische Bau wurde von dem Architekten Ernst Georg Sonnin, von dem auch die Michaelis-Kirche in Hamburg stammt, entworfen und später in seine jetzige Gestalt umgebaut. Gut Kaden schaffte 1709 die Leibeigenschaft ab und war damit in Holstein führend. Der Gutsbezirk Kaden wurde 1928 aufgehoben und das Gut in Alveslohe eingemeindet.

Auf Gut Kaden befindet sich heute ein Golfplatz, auf dem jährlich die offene Europameisterschaft im Golf stattfindet (Sieger u. a. Bernhard Langer). Das Gut selbst ist für die Öffentlichkeit nicht frei zugänglich, die Hofseite kann jedoch betreten werden. Im Herrenhaus ist ein Restaurant untergebracht.

Hoffnung[Bearbeiten]

Der Ortsteil Hoffnung ist nach dem seit über 100 Jahren bestehenden gleichnamigen Rasthof benannt und liegt etwa drei Kilometer vom Dorfkern entfernt an der Bundesstraße 4.

Politik[Bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl 2013 hat die Wählergemeinschaft BVA (Bürgerverein Alveslohe) neun Sitze, die CDU und die Grünen haben je fünf Sitze.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Grün ein silberner Dreiecksschild mit einem roten Pfeileisen (Strahl) mit der Spitze nach rechts; im Schildfuß ein schmalerer silberner Wellenbalken über einem gleichen breiteren.“[2]

Der Dreiecksschild mit dem Pfeileisen zitiert das Siegel des Ritters Henning Alverslo, Besitzer des Gutes Kaden, aus dem Jahre 1385. Es erinnert an die geschichtliche Entwicklung des Ortes von der abhängigen Gemeinschaft zu einer modernen Kommune. Die zwei Wellenbalken symbolisieren die geographische Lage des Ortes zwischen den Flüssen Krückau und Pinnau.

Flagge[Bearbeiten]

Beschreibung: „Auf grünem Flaggentuch nach oben und zur Stange versetzt in die Figuren des Gemeindewappens in flaggengerechter Tingierung, die Wellen des Wappens allerdings als gerade Streifen, ein schmaler oben, ein breiter unten.“[2]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

AKN-Bahnhof Alveslohe

Neben einer landwirtschaftlichen Grundstruktur gibt es auch einen wachsenden Bevölkerungsteil von Berufspendlern. Direkt an der Bahnstrecke befindet sich ein Werk der Martin Bauer Holding (ehemals Paul Müggenburg GmbH + Co), in der Pflanzenextrakte verarbeitet werden. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftsbetrieb ist der Verpackungshersteller Skufa in Hoffnung.

Alveslohe befindet sich an der Linie A3 (ehemals Elmshorn-Barmstedt-Oldesloer Eisenbahn) der AKN, die von Henstedt-Ulzburg nach Elmshorn führt. Der Personenverkehr wurde in diesem Bereich 1973 eingestellt und in den 1990ern wieder aufgenommen. Heute verkehrt im Regelfall stündlich ein Zug in jede Richtung.

Die Norderstedter Telekommunikationsfirma wilhelm.tel erschließt das Dorf mittels Glasfaser zur Versorgung mit Kabel-TV, Telefon und Internet.[3]

Freizeit und Kultur[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Alveslohe stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Denkmal[Bearbeiten]

Denkmal in Alveslohe, 2012

Das zu Ehren Kaiser Wilhelm I. gebaute Denkmal wurde vom Alvesloher Verschönerungsverein 1904 errichtet. Es besteht aus einem großen, aus dem nahegelegenen Kisdorfer Wohld stammenden eiszeitlichen Findling, auf dessen Spitze eine Adlerskulptur sitzt. Der ursprüngliche, metallene Adler wurde Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört, als schottische Besatzungssoldaten ein Wettschießen veranstalteten. Danach wurde er durch einen Adler aus Stein ersetzt. Bei einer Restaurierung 2004 wurde der Adler durch eine Rekonstruktion aus Metall ersetzt.[4]

Jugendarbeit[Bearbeiten]

Es gibt Einrichtungen für Kinder und Jugendliche in Alveslohe. Die „Offene Jugendarbeit Alveslohe“ liegt im Gebäude der Polizei in Alveslohe und ist für Jugendliche vom Alter 10–16 vorgesehen. Es gibt getrennte Gruppen für Mädchen und Jungen und auch getrennte Gruppen für verschiedene Altersgruppen.

Sportvereine[Bearbeiten]

Der 1913 gegründete Verein TuS Teutonia Alveslohe ist einer der ältesten Vereine in Alveslohe und hat knapp 700 Mitglieder. Neben den üblichen Sportarten, wie Fußball, Handball, Badminton, Tischtennis, Gymnastik, Aerobic werden auch außergewöhnliche Sportarten wie z. B. Kung Fu, Drachentanz, Inline-Skaten oder Faustball angeboten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Das ehemalige Mitglied des Niedersächsischen Landtags Ernst-Wilhelm Springer (SRP) wurde 1925 in Alveslohe geboren.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wendt, Johannes: Alveslohe - ein Dorf in Holstein. Mit Zeichnungen nach alten Fotos von Swantje Streich, Alveslohe, Heim-Verlag, 1994, LB94A346
  • Hoch, Gerhard: Alveslohe und das Gut Kaden, Meincke Norderstedt, 1996

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alveslohe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  3. http://www.alveslohe.de/html/wilhelm_tel.html
  4. Gerhard Hoch: Alvesloher Denkmäler - Nachdenkliches, S. 14-15 in Grüne Blätter, Januar 2011 (16 Seiten pdf; 3,0 MB), Bündnis 90/ Die Grünen, Alveslohe