Alviano

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Alviano
Wappen
Alviano (Italien)
Alviano
Staat: Italien
Region: Umbrien
Provinz: Terni (TR)
Koordinaten: 42° 35′ N, 12° 18′ O42.58333333333312.3251Koordinaten: 42° 35′ 0″ N, 12° 18′ 0″ O
Höhe: 251 m s.l.m.
Fläche: 23 km²
Einwohner: 1.501 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 65 Einw./km²
Postleitzahl: 05020
Vorwahl: 0744
ISTAT-Nummer: 055003
Volksbezeichnung: Alvianesi
Schutzpatron: Sant’Ansano
Website: Gemeinde Alviano
Panorama von Alviano
Panorama von Alviano

Alviano ist eine Gemeinde in der Provinz Terni mit 1501 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der italienischen Region Umbrien.

Geographie[Bearbeiten]

Lage der Gemeinde Alviano in der Provinz Terni
Castello di Alviano
Die Kirche Chiesa dei SS. Pietro e Paulo

Alviano liegt im südlichen Teil Umbriens an der Grenze zur Provinz Viterbo in Latium in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 1 822 GG[2].. Der Ort befindet sich auf der rechten Seite des Tibertals, auf halber Strecke zwischen Orvieto und Narni, in einer zerfurchten, von Erosion geprägten Hügellandschaft. In der Gemeinde liegt der 1964 im Auftrag der ENEL geschaffene Tiberstausee Lago di Alviano. Der See ist Zentrum eines 1978 eingerichteten Naturschutzgebietes (Oasi d’Alviano), das 900 Hektar umfasst und viele Vogelarten beherbergt.

Ortsteile sind Alviano Scalo und Paolicchie[3].

Nachbargemeinden sind Amelia, Civitella d’Agliano (VT), Graffignano (VT), Guardea und Lugnano in Teverina.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste befestigte mittelalterliche Ansiedlung geht auf das Jahr 933 zurück und wurde unter dem Namen "Albianum" erwähnt. Die Festung wurde von den Truppen Orvietos und Todis zerstört. Im 15. Jahrhundert war der Ort Lehen der Familie d’Alviano. Deren bekanntestes Mitglied war der Condottiere Bartolomeo d’Alviano, der das Castello im Stil der Renaissance wieder errichtete, und aus dem Ort das Zentrum eines kleinen Staates machte. Nach dem Aussterben der Familie Alviano kam das Lehen an mehrere Besitzer, und wurde 1654 von Olimpia Maidalchini, Ehefrau von Pamfilo Pamphilj, einem Bruder des Papstes Innozenz X., erworben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Der mittelalterlich geprägte Ort wird durch das Castello Doria Pamphili aus dem 15. Jahrhundert beherrscht. Die Burg hat einen quadratischen Grundriss mit vier runden Wehrtürmen. Die Kapelle der Burg ist mit Fresken, unter anderem von Giuseppe Bastiani (17. Jahrhundert) ausgestattet. Heute dient das Gebäude als Rathaus und besitzt ein Museum mit einer Dauerausstellung über die landwirtschaftlichen Traditionen der Gegend und über das Leben des Bartolomeo d’Alviano.
  • Chiesa Santa Maria Assunta, auch: Chiesa dei S.S. Pietro e Paolo – Dreischiffige Parochialkirche aus dem 15. Jahrhundert. Der Innenraum bewahrt ein Fresko von Giovanni Antonio da Pordenone (Madonna zwischen den Heiligen Gregor und Hieronymus und Pentesilea Baglione), sowie ein Gemälde von Nicolò Alunno (Mariä Himmelfahrt).
  • In Pupigliano sind Reste einer römischen Villa aus dem 1. Jahrhundert vor Chr. erhalten.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

In der Gemeinde geborene Personen[Bearbeiten]

  • Bartolomeo d’Alviano (1455–1515), Condottiere

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alviano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA) (PDF; 330 kB), abgerufen am 17. November 2012 (ital.)
  3. Offizielle Webseite des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Terni, abgerufen am 7. November 2012 (ital.)