Alvin Goldman

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Alvin Goldman (* 1938) ist ein US-amerikanischer Philosoph und Professor für Philosophie an der Rutgers University. Seine Hauptarbeitsgebiete sind die Erkenntnistheorie, die Philosophie des Geistes und die Theorie der Kognitionswissenschaften.

Vor seiner Anstellung an der Rutgers University hatte Goldman Professuren an der University of Michigan und der University of Arizona inne.

Werk[Bearbeiten]

Der Denker veröffentlichte ein frühes Buch, A Theory of Human Action, auf Basis seiner Ph.D.-Thesis zu Fragen der philosophischen Handlungstheorie. In dem Werk versuchte der Autor Klassen von Handlungen aus verschiedenen Bereichen menschlicher Praxen zu systematisch zu klassifizieren. Darin entwickelte Positionen wurde u.a. von John Rawls rezipiert.

Bekannt ist Goldman insbesondere für seine kausale Theorie des Wissens (Epistemologie) geworden, die er in Auseinandersetzung mit dem Gettier-Problem entwickelte. Gettier hatte in dem 1963 veröffentlichen Aufsatz Is Justified True Belief Knowledge? Beispiele entwickelt, die zeigten, dass man das Wissen nicht als wahre, gerechtfertigte Meinung definieren kann. Um das so aufgeworfene Problem zu bewältigen schlug Goldman vor, Wissen an eine verlässliche, kausale Verknüpfung zu binden. Nur wenn die Meinung über einen Sachverhalt durch geeignete Prozesse verursacht ist, kann sie demnach als „Wissen“ bezeichnet werden. Ist etwa die Meinung, dass auf der Wiese eine Kuh steht, durch die Wahrnehmung einer Kuh auf der Wiese bei guten Sichtbedingungen verursacht, so kann man von Wissen sprechen. Ist sie hingegen von einem Pferd oder von einer kaum sichtbaren Kuh am Horizont verursacht, so ist der Begriff des Wissens unpassend.

Später verlagerte Goldman seinen akademischen Schwerpunkt auf soziale Theorien des Wissens und hat seine eigene Theorie u.a. auf rechts-, wahl-, und medienwissenschaftliche Bereiche angewendet. Im Gegensatz zu diversen kulturwissenschaftlichen Ansätzen in dem Bereich verwendet Goldman dabei das formale Instrumentarium der analytischen Philosophie und er hat u.a. das Buch Knowledge in a Social World vorgelegt um den Ansatz darzulegen. Seine Arbeiten zum Verhältnis von Kognitationswissenschaften und Philosophie seit Mitte der 1980er Jahre wurden ebenfalls vor allem in Buchform - Epistemology and Cognition, Philosophical Applications of Cognitive Science, und Simulating Mind - vorgelegt.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Action (1965)
  • A Causal Theory of Knowing. In The Journal of Philosophy v. 64 (1967), pp. 335-372.
  • A Theory of Human Action (1970)
  • What is Justified Belief?. In Justification and Knowledge (1979), pp. 1-23.
  • Epistemology and Cognition (1986)
  • Liaisons: Philosophy Meets the Cognitive and Social Sciences (1991)
  • Philosophical Applications of Cognitive Science (1993)
  • Readings in Philosophy and Cognitive Science (editor), (1993)
  • Knowledge in a Social World (1999)
  • Pathways to Knowledge: Private and Public (2004)
  • Simulating Minds (2005)
  • Alvin Goldman: Social Epistemology. In: Edward N. Zalta (Hrsg.): Stanford Encyclopedia of Philosophy

Weblinks[Bearbeiten]