Alz
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| Alz | |
|---|---|
| Daten | |
| Lage | Bayern, Deutschland |
| Gewässerkennzahl | 184 |
| Länge | 63 km |
| Ursprung | Chiemsee bei Seebruck 47° 55′ 58″ N, 12° 28′ 48″ O47.93277777777812.48518 |
| Quellhöhe | 518 m ü. NN |
| Mündung | Bei Marktl in den Inn48.27027777777812.8175360Koordinaten: 48° 16′ 13″ N, 12° 49′ 3″ O 48° 16′ 13″ N, 12° 49′ 3″ O48.27027777777812.8175360 |
| Mündungshöhe | 360 m ü. NN |
| Höhenunterschied | 158 m |
| Flusssystem | Inn→Donau |
| Einzugsgebiet | 2197 km² |
| Rechte Nebenflüsse | Traun |
| Kleinstädte | Trostberg |
| Gemeinden | Garching a.d.Alz, Burgkirchen a.d.Alz |
Die Alz ist der einzige Abfluss aus dem Chiemsee. Sie entspringt dem Chiemsee am nördlichsten Ufer bei Seebruck und mündet nach 63 km bei der Alzspitze, etwa 2,5 km nordöstlich von Marktl in den Inn. Rechnet man die 8 km südlich in den Chiemsee mündende Tiroler Achen (79 km, mit Quellfluss Kitzbühler Ache) hinzu, so ergibt sich eine Gesamtlänge von 150 km.
Man unterscheidet die Obere Alz, der Abschnitt vom Chiemsee bis nach Altenmarkt und die Untere Alz, die sich von Altenmarkt bis zur Mündung in den Inn erstreckt.
Touristische Bedeutung hat die Obere Alz durch ihren relativ ruhigen Verlauf und durch ihr im Sommer – auf Grund der Sonneneinstrahlung im Chiemsee – relativ warmes Wasser erlangt. Im Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember ist es möglich, von Seebruck bis Altenmarkt mit Booten, insbesondere Schlauchbooten, zu befahren, bei schöner Witterung herrscht insbesondere an Wochenenden ein reger Bootsbetrieb.
Trotz der größtenteils einfachen Strömungsverhältnisse dürfen Gefahren nicht unterschätzt werden, die etwa von im Flussbett liegenden Bäumen und Felsen oder ungünstiger Strömung in einigen Abschnitten ausgehen.
Im Bereich der Unteren Alz ist der Fluss auf seinem Weg durch das Bayerische Chemiedreieck von starker industrieller Nutzung geprägt. Ab Trostberg wird durch mehrfache Kanal-Ausleitungen nur mehr ein Bruchteil der Wassermenge im ursprünglichen Bett belassen (im Raum Burgkirchen etwa liegt die mittlere Abflussmenge der Alz bei 12,7 m³/s, im Alzkanal bei bis zu 75 m³/s). Das abgezweigte Wasser dient hauptsächlich zur Gewinnung elektrischer Energie. Große Kraftwerke befinden sich in Trostberg, Wajon bei Tacherting, Wald bei Garching, Hirten bei Burgkirchen und nördlich von Burghausen. Dabei mündet der Alzkanal nicht wie die Alz in den Inn, sondern bei Burghausen in die Salzach.
Insgesamt hat sich die Wasserqualität seit den 1980er-Jahren deutlich verbessert. Einen großen Beitrag dazu leistet die Ertüchtigung der die Alz als Vorfluter nutzenden Kläranlagen bzw. deren Neubau – eines der größten Projekte davon war die 1989 in Betrieb genommene Ringkanalisation sämtlicher Anrainerorte des Chiemsees. Die Schadstoff-Einleitungen durch die Industrie nahmen einerseits durch optimierte Nutzung des Prozesswassers und dessen Reinigung, andererseits auch durch geänderte Produktpaletten ab. Trotzdem wurde unterhalb von Gendorf im Herbst 2006 durch das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie (IME), Aachen, Perfluoroctansäure in Konzentrationen von bis zu 56.1 μg/L und Perfluoroctansulfonsäure in Konzentrationen von bis zu 14.1 ng/L gemessen.

