Amédée-François Lamy

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Commandant Lamy
Tod Lamys in der Schlacht bei Kousseri (Darstellung einer zeitgenössischen französischen Illustrierten)

François Joseph Amédée Lamy, (* 7. Februar 1858 in Mougins; † 22. April 1900 in der Schlacht bei Kousséri, Französisch-Äquatorialafrika) war ein französischer Kolonialist und Offizier.

Leben[Bearbeiten]

Bereits sehr früh interessierte sich Lamy für militärische und koloniale Themen. Mit 10 Jahren wurde er in die Prytanée national militaire, die Kadettenschule Frankreichs aufgenommen. Ab 1877 besuchte er die Militärschule Saint-Cyr. 1879 trat er als sous-lieutenant in das 1. Regiment der Schutztruppe Algeriens (1er régiment des tirailleurs algériens) ein. Lamy beteiligte sich an der Erforschung der Sahara und der Kolonisation Tunesiens, sowie Tonkins, wo er von 1884 bis 1886 tätig war. Zurück in Algerien wurde er Kommandant der Division von Algier. Lamy war zeit seines Lebens besonders fasziniert von der algerischen Wüstenlandschaft, was ihn zu zahlreichen Expeditionen veranlasste.

Am 22. April 1900 führte Lamy französische Kolonialtruppen in die für sie siegreiche Schlacht bei Kousséri gegen den arabischen Usurpator von Bornu, Rabih az-Zubayr. Lamy wie auch sein Widersacher Rabeh fanden in der Schlacht den Tod. Bis 1973 trug die Hauptstadt des Tschad N’Djamena als "Fort Lamy" seinen Namen. In Paris ist eine Straße nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Armand Mesplé: Le Commandant Lamy (1858-1900). Édition de la Nouvelle revue, Paris, 1903.