Am goldenen See
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Am goldenen See |
| Originaltitel | On Golden Pond |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1981 |
| Länge | 109 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Stab | |
| Regie | Mark Rydell |
| Drehbuch | Ernest Thompson |
| Produktion | Bruce Gilbert |
| Musik | Dave Grusin |
| Kamera | Billy Williams |
| Schnitt | Robert L. Wolfe |
| Besetzung | |
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Am goldenen See ist ein amerikanischer Spielfilm aus dem Jahre 1981 nach dem Theaterstück Das Haus am See (Originaltitel: On Golden Pond) von Ernest Thompson.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung [Bearbeiten]
Ethel und Norman Thayer sind ein altes Ehepaar, das seit Jahrzehnten den Sommer in ihrem Ferienhaus an einem See verbringt. Zum 80. Geburtstag von Norman kommt nach längerer Zeit auch Tochter Chelsea die Eltern besuchen. Chelsea hat sich nie mit ihrem schwierigen Vater verstanden. Sie hatte ständig das Gefühl, ihm unterlegen zu sein und es ihm nie recht zu machen. Das Ferienhaus am See hält für sie nur bittere Erinnerungen bereit. In diesem Jahr kommt sie gemeinsam mit ihrem zukünftigen zweiten Ehemann, dem Zahnarzt Bill Ray, und dessen Sohn Billy Ray. Chelsea und Bill Ray möchten den Sommer in Europa verbringen und den pubertierenden Sohn bei den Großeltern lassen. Weder Norman noch Billy Ray sind darüber begeistert. Norman leidet an Altersgedächtnisverlust, und die lebhafte, rüstige Ethel ist fast mütterlich um ihn besorgt. Dennoch frönt Norman weiterhin seinem größten Hobby. Er fährt mit dem Boot auf den See hinaus, um zu angeln. Über das Angeln werden Norman und der junge Billy Ray enge Freunde. Als Chelsea am Ende des Sommers aus Europa zurückkommt (alleine, denn Bill Ray hat einen Patienten mit Behandlungsbedarf) sind der alte Norman und Billy Ray wie verwandelt. Gemeinsam haben sie das Alter und die Jugend neu erfahren und diverse Abenteuer gemeinsam überstanden. Selbst Normans Verständnis für Tochter Chelsea ist jetzt ein anderes.
Hintergrund [Bearbeiten]
Am goldenen See ist der letzte Kinofilm von Henry Fonda und gleichzeitig der erste Film, den er gemeinsam mit seiner Tochter Jane gedreht hatte. Der Film wurde am Squam Lake in New Hampshire gedreht. Fonda starb im Sommer nach den Dreharbeiten. Das Theaterstück von Ernest Thompson erlebte 1979 seine Uraufführung am Broadway. Thompson selbst verfasste für den Film das Drehbuch. Der Film wurde Ende 1981 uraufgeführt, um noch für die Oscarnominierung der besten Filme 1981 in Frage zu kommen. Seine tatsächliche Kinopremiere erlebte er erst im Januar 1982. In Deutschland kam der Film im April 1982 in die Kinos.
Deutsche Fassung [Bearbeiten]
Die deutsche Synchronbearbeitung entstand 1982.[1]
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Norman Thayer, Jr. | Henry Fonda | Ernst Fritz Fürbringer |
| Ethel Thayer | Katharine Hepburn | Tilly Lauenstein |
| Chelsea Thayer | Jane Fonda | Judy Winter |
| Bill Ray | Dabney Coleman | Joachim Kerzel |
| Billy Ray | Doug McKeon | Oliver Rohrbeck |
Kritiken [Bearbeiten]
- Prisma Online: „Mark Rydell gelang ein wunderbares Dialogstück mit malerischen Naturbildern und brillanten Hauptdarstellern.“
- Der Spiegel, 14/1982: „...Natürlich sind Schauspieler, die eine so große Vergangenheit mit sich herumschleppen wie das Paar Fonda/Hepburn in der Lage, so etwas dennoch eindringlich zu spielen. Sie könnten auch das Telephonbuch spielen, das allerdings realistischer ist als das Kitschtheaterstück vom goldenen See. So bleibt zu bewundern, wie die beiden virtuos alle sich auch nur andeutenden Ehe- und Alterskonflikte niederbügeln; Gebrechlichkeit ist nur eine Marotte, und schon für ihr leichtes Kopfwackeln muß man die Hepburn einfach lieben...“
- Lexikon des Internationalen Films: „Eine überwiegend sentimentale Komödie, die alle Klischees vom Alter aufgreift und bestärkt. Nur in einzelnen Momenten witzig-ironisch.“
Auszeichnungen [Bearbeiten]
- Golden Globe Award: Der Film erhielt drei Golden Globe in folgenden Kategorien: Bestes Drama, Bester Hauptdarsteller (Drama) für Henry Fonda, Bestes Drehbuch
- Academy Award: Auch bei der Oscarverleihung 1982 war Am goldenen See erfolgreich. Henry Fonda und Katharine Hepburn erhielten beide einen Oscar für die beste Hauptrolle. Jedoch waren beide bei der Verleihung nicht anwesend. Für Fonda nahm seine Tochter Jane, die selbst als beste Nebendarstellerin nominiert war, entgegen, und für Katharine Hepburn nahm der Schauspieler Jon Voight die Trophäe entgegen. Ein weiterer Oscar ging an Ernest Thompson für das beste Drehbuch nach einer Vorlage. Weitere Nominierungen gab es in den Kategorien Bester Film, Beste Regie (Mark Rydell), Beste Kamera (Billy Williams), Bester Ton (Richard Portman, David M. Ronne), Bester Schnitt (Robert L. Wolfe) und Beste Filmmusik (Dave Grusin)
Es folgten einige Auszeichnungen vom renommierten American Film Institute:
- Platz 22 in der Liste der 100 besten Liebesfilme aller Zeiten
- Platz 45 in der Liste der 100 am meisten inspirierenden Filme aller Zeiten
- Die Filmmusik von Dave Grusin erreichte Platz 24 in der Liste der 25 besten Filmmusiken aller Zeiten
Neuverfilmung [Bearbeiten]
2001 entstand eine Neuverfilmung für das US-amerikanische Fernsehen. Der Autor des Stückes Ernest Thompson führte selbst Regie; die Hauptrollen spielten Julie Andrews und Christopher Plummer.
DVD-Veröffentlichung [Bearbeiten]
- Am goldenen See. Universal 2005
Literatur [Bearbeiten]
- Ernest Thompson: Das Haus am See. Schauspiel in 2 Akten (Originaltitel: On Golden Pond). Deutsch von Gerty Agostón. Hunzinger, Bühnenverlag, Bad Homburg v.d.H., und Stauffacher, Zürich, 1980, 193 S. [Als unverkäufliches Manuskript vervielfältigt.]
Weblinks [Bearbeiten]
- Am goldenen See in der Internet Movie Database (englisch)