Am laufenden Band

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Seriendaten
Originaltitel Am laufenden Band
Produktionsland Bundesrepublik Deutschland
Originalsprache Deutsch
Produktionsjahr(e) 1974–1979
Länge 90 Minuten
Episoden 51
Ausstrahlungs-
turnus
unregelmäßig
Genre Spielshow
Titellied Am laufenden Band,
Rudi Carrell
Moderation Rudi Carrell
Erstausstrahlung 27. April 1974 auf Deutsches Fernsehen
Rudi Carrell, 1976

Am laufenden Band war eine von Radio Bremen produzierte Quizsendung von und mit Rudi Carrell, deren erste Folge am 27. April 1974 im Deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Redakteur in den ersten drei Jahren war Alfred Biolek, danach bis zum Ende der Sendung 1979 Dieter Krap.

Inhaltsverzeichnis

Vorbilder der Show [Bearbeiten]

Die Spielshow wurde von einer niederländischen Sendung mit dem Titel „Een van de Acht“ inspiriert. In Folge neun war deren Moderatorin bei Carrell zu Gast und wurde als Ideengeberin der Show gewürdigt. Auch in England lief ein ähnliches Format unter dem Titel „The Generation Game“.

Rituale [Bearbeiten]

Am Ende der Show nahm der Sieger in einem asiatischen Korbstuhl Platz und musste sich am Förderband vorbeifahrende Konsumartikel merken, wie Kaffeemaschinen, Toaster, Küchenmixer, Staubsauger oder ähnliche Gebrauchsgegenstände. Alle, an die er sich danach noch erinnern konnte, durfte er mit nach Hause nehmen. Auf jeden Fall mit dabei war das „Fragezeichen”, das symbolisch für einen Überraschungspreis stand. Aber auch andere Gegenstände waren nicht immer das, was sie zu sein schienen: zum Beispiel konnte ein Modellflugzeug für eine Flugreise stehen.

Dieses Konzept wurde gelegentlich variiert. In einer Sendung erwarteten den Sieger statt des Laufbandes etliche Personen mit gegenständlichen Nachnamen, welche sich der Reihe nach vorstellten, wobei das Fragezeichen durch einen Herrn verkörpert wurde, der eine Gaststätte mit gleichem Namen betrieb.

Als Trostpreis für die zuvor ausgeschiedenen Kandidaten gab es in den ersten Folgen ein Essen für die ganze Familie, später variierten die Preise.

Aus einer zufälligen Begegnung mit Carrell in der Kantine von Radio Bremen entstand die Zusammenarbeit mit Heinz Eckner, der als Carrells Sidekick auftrat.[1]

Laufzeit [Bearbeiten]

Vom 27. April 1974 bis zum 31. Dezember 1979 entstanden 51 Folgen, die bis auf die Sonntagsshow vom 25. April 1976 immer samstags ausgestrahlt wurden.

Zehn Folgen als Wiederauflage liefen, jedoch bei RTL, im Jahr 1993 aus Anlass der Einführung der fünfstelligen Postleitzahlen unter dem Titel Die Post geht ab!. Am 2. Dezember 2006 lief ein einmaliges Remake der Sendung zu Ehren von Rudi Carrell in der ARD und im ORF und wurde von Florian Silbereisen moderiert.

Sonstiges [Bearbeiten]

Eine der Gewinnerinnen der Sendungen erlangte weitergehende Bekanntheit: Renate Delfs veröffentlichte eine Single mit Carrell und spielte fortan in TV-Serien. Ein weiterer Kandidat, der durch diese Show bekannt wurde, ist Jörg Knör.

Liste der ARD-Ausstrahlungen [Bearbeiten]

Folge Datum Wochentag Gäste
01 27.04.1974 Sa Theo Lingen, Heinz Schenk, Ilja Richter, Roy Black, Peter Alexander (am Telefon)
02 25.05.1974 Sa Jürgen Marcus, Ivan Rebroff
03 22.06.1974 Sa Barbara Stromberger, Harald Leipnitz
04 27.07.1974 Sa Luise Ullrich, Peer Schmidt, Reinhard Mey, Ernst H. Hilbich
05 07.09.1974 Sa Maxl Graf, Willy Millowitsch, die Dorados, Hans Jürgen Diedrich, Friedrich Nowottny, Uri Geller, Petra Schürmann, Peggy March, Celine Hession Dancers
06 05.10.1974 Sa Don Jaime, Ernst H. Hilbich, Cornelia Froboess, Paul Hubschmid
07 02.11.1974 Sa Mary Roos, Tina York, Herman van Veen, Robert Lembke
08 30.11.1974 Sa The Nitwits, Les Humphries Singers, Black Theatre Prague, George Carl
09 18.01.1975 Sa Erik Ode, Telly Savalas, William Conrad, Jörg Knör (Kandidat)
10 15.02.1975 Sa Jacob Sisters, Alice und Ellen Kessler, Roberto Blanco, Peter Kraus
11 15.03.1975 Sa Maria Schell, Helga Feddersen, Klaus Kinski, Mohammed Ghalamkarizadeh
12 12.04.1975 Sa Dieter Thomas Heck, Joy Fleming, Teach-In, Uschi Glas, Ingrid van Bergen
13 17.05.1975 Sa Heidi Kabel, Heidi Mahler, Werner Riepel, Chris Howland
14 28.06.1975 Sa Ernst H. Hilbich, Stewart Granger, Inge Meysel
15 20.09.1975 Sa Michael Schanze, Lena Valaitis, Alfred Biolek, Mike Krüger, Heinz Schenk, Freddy Quinn, Rainer Werner Fassbinder, Lou van Burg
16 01.11.1975 Sa Roberto Blanco, Brigade US Army, Mario Adorf
17 06.12.1975 Sa Ira von Fürstenberg, Raimund Harmstorf, Kurt Felix
18 27.03.1976 Sa Helga Feddersen, Rosi Mittermaier, Mildred Scheel
19 25.04.1976 So Cornelia Froboess, Roberto Blanco, Curd Jürgens
20 22.05.1976 Sa Kurt Schmidtchen, Ernst-Dieter Lueg, Muhammad Ali
21 19.06.1976 Sa Friedrich Schönfelder, Marie-Louise Steinbauer, Rex Gildo
22 28.08.1976 Sa Jürgen Drews, Karl Dall, Margot Werner, Nico Haak, Gunther Philipp
23 25.09.1976 Sa Veit Relin, Edith Hancke, Heidi Brühl, Horst Janson
24 23.10.1976 Sa Inge Meysel, Karl-Heinz Rummenigge, Sepp Maier, Wolfgang Völz
25 20.11.1976 Sa Marcel Marceau, Carlheinz Hollmann, Frank Elstner
26 18.12.1976 Sa Barbara Valentin, Karl Dall, Heinz Schenk, Silver Convention, Chris Roberts, die Vielharmoniker
27 02.04.1977 Sa Gotthilf Fischer, die Peheiros, Edith Hancke, Pierre Richard, Eberhard Cohrs, Heinz Rühmann
28 30.04.1977 Sa Hans-Jürgen Bäumler, Hans-Werner Olm, Horst Tappert, Udo Lindenberg, Patrick Bach als kleiner Junge bei einem Spiel
29 28.05.1977 Sa Ralph Heid, Curd Jürgens
30 25.06.1977 Sa Alfred Biolek, Karl Dall, Helen Vita, Jerry Lewis
31 20.08.1977 Sa Karl Ravens, Evelyn Gutkind-Bienert
32 17.09.1977 Sa Tina Presley, Terence Hill, Georg Thomalla, Wencke Myhre, Carolin Reiber, Max Schautzer, Sonja Kurowsky, Wilhelm Wieben
33 15.10.1977 Sa Felix Dvorak, Udo Jürgens, Judy Cheeks
34 12.11.1977 Sa Isabelle Adjani, Klaus Havenstein, Siegfried Rauch, Harry Belafonte
35 31.12.1977 Sa Ruth-Maria Kubitschek, Robert Lembke, Guido Baumann, Annette von Aretin, Hans Sachs, Andrea Jürgens, Anneliese Fleyenschmidt, Karel Gott
36 18.02.1978 Sa ABBA, Jürgen Drews, Britt Ekland, Friedrich Schütter
37 01.04.1978 Sa Hans-Jürgen Wischnewski, Frank Zander
38 13.05.1978 Sa Friedrich Schönfelder, Evelyn Kraft, Tana Schanzara, Harlem Globetrotters
39 02.09.1978 Sa Bud Spencer, Edith Hancke, Diether Krebs, Hansjörg Felmy
40 30.09.1978 Sa Grit Boettcher, Harald Juhnke, Elke Sommer, Hardy Krüger
41 28.10.1978 Sa Helga Feddersen, Dieter Hallervorden, Raimund Harmstorf, Zachi Noy, Gustav Knuth, Olivia Pascal
42 25.11.1978 Sa Annemarie Renger, Roberto Blanco, Marlène Charell
43 23.12.1978 Sa Bueno de Mesquita, Boney M., Karl Dall, Mummenschanz Maskentheater, Julia Migenes, Vader Abraham
44 03.02.1979 Sa Thomas Gottschalk, Klaus Havenstein, Margot Kidder, Torfrock
45 03.03.1979 Sa Ruth-Maria Kubitschek, Achim Harras, Walter Giller, Hellmut Lange, Mary Roos
46 07.04.1979 Sa Alexandrov Ensemble, Edith Hancke, Louis de Funès
47 26.05.1979 Sa Horst Wendlandt, Susanne Erichsen
48 29.09.1979 Sa Samy Molcho, Mannschaft von Werder Bremen
49 27.10.1979 Sa Emil Steinberger, Heidi Kabel
50 24.11.1979 Sa Herb Alpert, Klaus Havenstein, Jutta Jörn, Karl-Heinz Köpcke, Prinzessin Victoria, Prinzessin Ina, Prinzessin Anna Luise
51 31.12.1979 Mo Roberto Blanco, Felix Dvorak, Cedric Dumont, Horst Fischer, Günter Fuhlisch, Geschwister Hall, Edith Hancke, Horst Jankowski, Paul Kuhn, Werner Müller, Dieter Reith, Heinz Schönberger

Quellen u. a.: Online-Archiv der Wiener Arbeiter-Zeitung, Abspann der Originalsendungen

Einzelnachweis [Bearbeiten]

  1. Dirk Böhling: Nachruf Heinz Eckner. Auf: Website von Radio Bremen vom 1. Juni 2012, Hörbeitrag als Flash Audio, Länge 2:31 Minuten. Abgerufen am 1. Juni 2012.

Weblinks [Bearbeiten]