Amadeus Austrian Music Award

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Die Gewinner der Amadeus Austrian Music Award 2008
Die Gewinner des Amadeus Austrian Music Award 2009
Skero feat. Joyce Muniz, zweifache Preisträger 2010

Der Amadeus Austrian Music Award ist der größte österreichische Musikpreis im Bereich der Popmusik. Er wird seit dem Jahr 2000 alljährlich in verschiedenen Kategorien an die in Österreich erfolgreichsten nationalen und internationalen Musiker verliehen. Getrennt von den Amadeus Austrian Music Awards gibt es seit 2002 den Klassik Amadeus Music Award.

Produktion[Bearbeiten]

Eingeführt wurde der Amadeus Austrian Music Award von dem Musikproduzenten Mario Rossori, der auch die Verleihung organisiert. Ausrichter der Veranstaltung ist der Verband der österreichischen Musikwirtschaft (IFPI Austria). Von 2000 bis 2007 wurde die TV-Show vom Österreichischen Rundfunk (ORF) im Fernsehen übertragen. Die Produktion lag bei der Firma KIWI.TV (Barbara Stöckl, Peter Nagy), Moderator war Andi Knoll. Im Jahr 2008 wurde der TV-Event erstmals nicht mehr mit dem ORF, sondern mit den Privatsendern Puls 4 und ProSieben Austria ausgerichtet, die Produktion übernahm FESCHFILM Entertainment. Sponsoring-Partner für die im selben Jahr eingeführte Kategorie Musik-Download des Jahres war der Mobilfunkanbieter Drei. Seit 2009 ist das Mobilfunkunternehmen A1 Telekom Austria Hauptsponsor der Award-Verleihung.

Der Ort der Preisverleihung war 2008 die Veranstaltungshalle im Gasometer B und 2009 die Kunsthalle im MuseumsQuartier in Wien. 2010 wurden die Awards in der Wiener Stadthalle überreicht, 2012 im Volkstheater.

Bis auf 2009 und 2010 wurde der Amadeus Award immer im Frühling vergeben. In diesen beiden Jahren fand die Verleihung im Herbst statt. Somit war nach der Verleihung im Frühling 2008 erst wieder im Herbst 2009 eine neue Verleihung. Auf die Verleihung im Herbst 2010 folgt die nächste Verleihung im Frühling 2012 , da der Termin wieder zurück verschoben wurde.

Awards[Bearbeiten]

Den Amadeus Award können Musiker gewinnen, die Österreicher oder vornehmlich in Österreich tätig sind.

Aktuell wird er in 12 Kategorien vergeben.

Vier genre-unabhängige Kategorien:

  • Album des Jahres
  • Song des Jahres
  • FM4 Award
  • Lebenswerk

Acht Genre-Kategorien:

  • Alternative
  • Electronic/Dance
  • Hard&Heavy
  • HipHop/R’n’B
  • Jazz/World/Blues
  • Pop/Rock
  • Schlager
  • Volkstümliche Musik

Der Preisträger der Kategorie „Lebenswerk“ wird vom Veranstalter bestimmt. Für den FM4-Award hat die Musikredaktion des Radiosenders 35 Kandidaten nominiert, aus denen das Publikum per online-Abstimmung auf der Website des Senders den Gewinner wählt. In den beiden Kategorien „Album des Jahres“ und „Song des Jahres“ sowie in den acht genreabhängigen Kategorien werden die Preisträger in einer Publikumswahl über die Website der Amadeus Awards ermittelt. Zur Wahl stehen jeweils fünf Alben und Songs bzw. Musiker/Bands.

Fix nominiert sind in den Genre-Kategorien jene Künstler mit den höchsten Verkaufszahlen im vergangenen Jahr (ermittelt durch die Media Control Austria). Die vier weiteren Nominierten der acht Genres wurden jeweils durch eine Fachjury, bestehend aus je 20 Musikjournalisten und Branchenvertretern, bestimmt. Die Jurymitglieder reichten dazu ihre jeweiligen persönlichen Top-3-Künstler, -Songs und -Alben ein, wobei es ihnen überlassen war, welchem Genre sie einen Künstler zuordnen. Die vier meistgenannten Künstler sind, zusammen mit dem Bestverkauften, die jeweils Nominierten für dieses Genre. Die fünf meistgenannten Alben und Songs über alle Genres hinweg sind die Kandidaten in den Kategorien „Song des Jahres“ und „Album des Jahres“.

Awardermittlung bis 2008[Bearbeiten]

Christina Stürmer mit ihrem achten Amadeus Award (2008)

In jeder Kategorie wurden die fünf Künstler/Singles/Alben nominiert, die im jeweils letzten Jahr gemäß der offiziellen österreichischen Verkaufshitparade Ö3 Austria Top 40 am häufigsten verkauft wurden. Aus diesen Nominierten wählte eine Jury, bestehend aus 400 Personen aus der österreichischen Musik- und Medienbranche,[1] die Sieger aus. Ausnahmen waren der Amadeus für das Lebenswerk, der alleine von der Jury bestimmt wurde, und der FM4 Alternative Act des Jahres. Für diesen wurden zunächst fünf Künstler/Gruppen von einer Jury nominiert und das Publikum konnte im Internet über den Sieger abstimmen.

Preisträger[Bearbeiten]

Für eine vollständige Liste der bisherigen Gewinner siehe: Liste der Amadeus-Preisträger

Sonstiges[Bearbeiten]

Zwei Bands ließen sich 2014 von der Nominierungsliste streichen: Naked Lunch begründete dies mit falschen Informationen auf der Homepage des Veranstalters,[2] HVOB lehnte die Nominierung mit der Begründung ab, daß der Vermarktungspartner KroneHit fragwürdige Methoden bei der Abstimmungsabwicklung anwendet[3]. Auch Chakuza forderte dazu auf, nicht für ihn abzustimmen, er ließ sich jedoch nicht offiziell von der Liste streichen.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Amadeus Austrian Music Awards – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. IFPI Austria: The Nominees are..., 4. März 2008
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format"Amadeus": Naked Lunch ziehen Nominierung zurück. In: Die Presse. 28. Februar 2014, abgerufen am 28. Februar 2014.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHVOB wollen nicht für "Amadeus" nominiert sein. In: Die Presse. 26. Februar, abgerufen am 28. Februar 2014.
  4. Peter Pangerl: Facebook-Eintrag von Chakuza. 25. Februar 2014, abgerufen am 28. Februar 2014.