Amadeus Austrian Music Award

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Manuel Rubey, Moderator der Amadeus Austrian Music Awards
Bilderbuch, die Gewinner des FM4-Awards 2014.
Christina Stürmer, die 2014 ihren neunten und zehnten Amadeus-Award mit nach Hause nehmen durfte, mit Anna F., der Gewinnerin in der Kategorie "Song des Jahres".
Die Gewinner 2014 in der Kategorie "Rock/Hard & Heavy", Kaiser Franz Josef, bei ihrem Überraschungsauftritt vor dem Volkstheater
Norbert Schneider, Gewinner der Kategorie „Jazz/World/Blues“ bei den Amadeus Austrian Music Awards 2014.

Der Amadeus Austrian Music Award ist der größte österreichische Musikpreis. Er wird seit dem Jahr 2000 alljährlich in verschiedenen Kategorien an die in Österreich erfolgreichsten nationalen Musiker verliehen.

Produktion[Bearbeiten]

Eingeführt wurde der Amadeus Austrian Music Award von dem Musikproduzenten Mario Rossori, der die Verleihung auch bis 2009 organisierte. Ausrichter der Veranstaltung ist der Verband der österreichischen Musikwirtschaft (IFPI Austria). Von 2000 bis 2007 wurde die TV-Show vom Österreichischen Rundfunk (ORF) im Fernsehen übertragen. Im Jahr 2008 wurde der TV-Event erstmals nicht mehr mit dem ORF, sondern mit dem Privatsender Puls 4 ausgerichtet. Ab 2015 wird die Award-Verleihung von ATV übertragen.

Der Ort der Preisverleihung war 2008 die Veranstaltungshalle im Gasometer B und 2009 die Kunsthalle im MuseumsQuartier in Wien. 2010 wurden die Awards in der Wiener Stadthalle überreicht und seit 2012 im Volkstheater.

Als Moderator des Abends wird auch 2015 wieder Manuel Rubey durch die Award-Show führen.

Awards[Bearbeiten]

Den Amadeus Award können Musiker gewinnen, die österreichischer Staatsbürger sind oder ihren Lebensmittelpunkt in Österreich haben. [1] Aktuell wird er in 16 Kategorien vergeben.

11 allgemeine Kategorien
  • Band des Jahres
  • Künstler des Jahres
  • Künstlerin des Jahres
  • Album des Jahres
  • Song des Jahres
  • Live-Act des Jahres
  • Video des Jahres
  • Songwriter des Jahres
  • FM4 Award
  • Lebenswerk
  • Best Engineered Album
5 Genre-Kategorien
  • Alternative Pop/Rock
  • Hard & Heavy
  • HipHop/Urban
  • Jazz/World/Blues
  • Electronic/Dance

Ermittlung der Awards[Bearbeiten]

Die Gewinner des Awards in den einzelnen Kategorien werden nach unterschiedlichen Kriterien ermittelt. Der Gewinner des Awards für das Lebenswerk wird vom Veranstalter ausgewählt, der FM4 Award wird von FM4 bestimmt (Nominierung durch FM4-Redaktion, Publikumsvoting).

Die Nominierungen in den Kategorien Band, Künstler, Künstlerin, Album und Song ergeben sich einerseits aus der Jurywertung und andererseits aus den Verkäufen im Jahr 2014. Für letzteres Kriterium werden als Basis die von GfK Entertainment erstellten Austria Top 40 Verkaufscharts 2014 verwendet. Beide Wertungen – Jury und Verkauf – fließen zu jeweils 50 % in das Gesamtranking ein. In den Kategorien Band, Künstler und Künstlerin werden die Top 7 dieses Rankings nominiert, in den Kategorien Album und Song die Top 5. Aus den Nominierten wird schließlich mittels Publikums-Onlinevoting und Juryvoting der/die Gewinner/in gewählt, wobei die beiden Votings jeweils 50 % zählen.

Für die Genre-Kategorien ist der Bestseller 2014 des jeweiligen Genres direkt nominiert; es erfolgt also keine vorherige Abstimmung durch die Jury oder das Publikum. Vier weitere Nominierungen pro Genre ergeben sich aus den von den Genre-Jurymitgliedern gewählten Künstlern. Aus diesen fünf Nominierten wird der/die Gewinner/in gewählt, wobei auch hier Publikums-Onlinevoting und Juryvoting jeweils zu 50 % einfließen.

Die Nominierungen für die Kategorie Live Act (presented by oeticket.com) ergeben sich zu 50 % aus der Jurywertung und zu 50 % aus den Ticket-Verkäufen 2014, wobei der Künstler in dem Jahr mindestens drei Live-Auftritte absolviert haben muss. Die fünf Künstler mit dem höchsten Ergebnis bei diesem Ranking werden zur Abstimmung gestellt; wie bei den meisten anderen Kategorien zählen Publikums-Onlinevoting und Juryvoting jeweils 50%.

Dieses Vorgehen bei der Abstimmung (50 % Publikums-Onlinevoting, 50 % Juryvoting) gilt auch für die Kategorien Best Video und Songwriter, wobei hier jedoch die jeweiligen Fach-Jurys ohne Beachtung eines weiteren Kriteriums fünf Musikvideos bzw. Songwriter des Jahres 2014 nominieren. Der/die Gewinner/in des Songwriter Awards wird dabei in Kooperation mit der AKM/austro mechana und dem österreichischen Komponistenbund bestimmt.

Das Best Engineered Album wird vom Fachverband der Film- und Musikindustrie in der Wirtschaftskammer ermittelt.

Awardermittlung bis 2008[Bearbeiten]

In jeder Kategorie wurden die fünf Künstler/Singles/Alben nominiert, die im jeweils letzten Jahr gemäß der offiziellen österreichischen Verkaufshitparade Ö3 Austria Top 40 am häufigsten verkauft wurden. Aus diesen Nominierten wählte eine Jury, bestehend aus 400 Personen aus der österreichischen Musik- und Medienbranche, die Sieger aus. Ausnahmen waren der Amadeus für das Lebenswerk, der alleine von der Jury bestimmt wurde, und der FM4 Alternative Act des Jahres. Für diesen wurden zunächst fünf Künstler/Gruppen von einer Jury nominiert und das Publikum konnte im Internet über den Sieger abstimmen.

Preisträger[Bearbeiten]

Für eine vollständige Liste der bisherigen Gewinner siehe: Liste der Amadeus-Preisträger

Verleihung 2014[Bearbeiten]

Am 6. Mai 2014 fand die 14. Verleihung der Amadeus Austrian Music Awards unter der Moderation von Manuel Rubey im Volkstheater in Wien statt. In insgesamt 15 Kategorien wurden die begehrten Trophäen verliehen: Abräumerin des Abends war Christina Stürmer. Sie durfte gleich zwei Amadeus Awards („Album des Jahres“, „Pop“) mit nach Hause nehmen. In der Kategorie „Best Video“ setzte sich Nazar durch, Anna F.. erhielt den Amadeus in der Kategorie „Song des Jahres“. Für die musikalische Unterhaltung an diesem Abend sorgten 5/8erl in Ehr'n & Friends, Anna F., Como, Thomas David, Bilderbuch, Hannah, Jennifer Rostock & Gerard, Die Fantastischen Vier und Mando Diao.

Alle Gewinner aus dem Jahr 2014[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Zwei Bands ließen sich 2014 von der Nominierungsliste streichen: Naked Lunch begründete dies mit falschen Informationen auf der Homepage des Veranstalters,[2] HVOB lehnte die Nominierung mit der Begründung ab, dass der Vermarktungspartner KroneHit fragwürdige Methoden bei der Abstimmungsabwicklung anwendet[3]. Auch Chakuza forderte dazu auf, nicht für ihn abzustimmen, er ließ sich jedoch nicht offiziell von der Liste streichen.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Amadeus Austrian Music Awards – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. IFPI Austria: And the Amadeus goes to…, 7. Mai 2014.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format„Amadeus“: Naked Lunch ziehen Nominierung zurück. In: Die Presse. 28. Februar 2014, abgerufen am 28. Februar 2014.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHVOB wollen nicht für „Amadeus“ nominiert sein. In: Die Presse. 26. Februar 2014, abgerufen am 28. Februar 2014.
  4. Peter Pangerl: Facebook-Eintrag von Chakuza. 25. Februar 2014, abgerufen am 28. Februar 2014.