Amager

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Amager am Öresund um 1888
Amager am Öresund um 1888
Amager heute.
Amager heute.

Amager [ˈɑmɑːˀ] ist eine 95 km² große Insel im Öresund. Über sie erstrecken sich ein Teil der Stadt Kopenhagen (Christianshavn) und die beiden Kommunen Tårnby mit dem Flughafen Kastrup und Dragør. Der trennende Kanal zur eigentlichen Stadt Kopenhagen ist der Inderhavn, über den die bekannten Brücken Knippelsbro und Langebro führen. Auf Amager leben 160.064 Menschen (1. Januar 2006).

Die Insel wurde im Zweiten Weltkrieg durch größere Eindämmungsarbeiten im Westen der Insel wesentlich vergrößert. Das gewonnene Land (Kalvebod Fælled) wurde zunächst militärisch genutzt, heute ist es vor allem ein Naturschutz- und Naherholungsgebiet der Kopenhagener. Auf Amager entsteht seit etwa 2000 ein neuer Stadtteil Ørestad. Seit 2000 führt die Öresundverbindung von Amager nach Malmö in Schweden. Somit besitzt die Insel eine zentrale Bedeutung für den internationalen Verkehr.

[Bearbeiten] Wortherkunft

Der erste Teil des Namens stammt wahrscheinlich von ame für eine Bezeichnung zwischen einem Festland und einer vorgelagerten Insel, vergleiche: Amsterdam.

Der zweite Namensbestandteil kommt aus dem altdänischen haki (hage), vergl. Haken. So heißt die Südspitze Aflandshage („Amagerlands-Haken“).

Amager oder amar ist in der dänischen Umgangssprache eine Interjektion, die eine Art Schwur ausdrückt: „Kannst du schwören, dass du das nicht warst?“ - „Amager!“ (Wirklich! Ernsthaft!) - verbunden mit der Geste einer ausgestreckten Hand, die den Kehlkopf streift. Das ist darauf zurückzuführen, dass früher auf Amager eine Hinrichtungsstätte war, wo die zum Tode Verurteilten geköpft wurden.

Siehe auch: Liste dänischer Inseln

Koordinaten: 55° 37' 9" N, 12° 35' 57" O

Persönliche Werkzeuge