Amagiri

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Amagiri
Japanese Destroyer Amagiri.jpg
p1
Schiffsdaten
Flagge JapanJapan (Seekriegsflagge) Japan
Schiffstyp Zerstörer
Klasse Fubuki-Klasse
Bauwerft Ishikawajima, Tokyo
Stapellauf 27. Februar 1930
Indienststellung 10. November 1930
Verbleib Am 23. April 1944 gesunken
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
115,2 m (Lüa)
Breite 10,4 m
Tiefgang max. 3,2 m
Verdrängung 2050 t
 
Besatzung 197 Mann
Maschine
Maschine 4 Dampfkessel
2 Getriebeturbinen
Geschwindigkeit max. 38 kn (70 km/h)
Propeller 2
Bewaffnung

Die Amagiri (jap. 天霧) war ein Zerstörer der Fubuki-Klasse der Kaiserlich Japanischen Marine. Sie wurde am 28. November 1928 auf der Ishikawajima-Werft in Tokio auf Kiel gelegt. Der Stapellauf fand am 28. Februar 1930 statt, und am 10. November 1930 wurde sie in Dienst gestellt.

Zunächst nahm sie vor allem an Gefechtsübungen teil. 1934 wurde sie gemeinsam mit anderen japanischen Schiffen in einem Sturm in der Koreastraße leicht beschädigt. Der Zerstörer nahm am Zweiten Chinesisch-Japanischen Krieg teil und wurde der 20. Zerstörerdivision zugeteilt.

Im Zweiten Weltkrieg nahm das Schiff im Dezember 1941 an der erfolgreichen japanischen Landung in Singora auf der malaiischen Halbinsel teil.

Im Januar 1942 griff sie vor Malaya zwei britische Zerstörer an, wobei sie die HMS Thanet versenken konnte. Im Februar unterstützte sie die japanische Landung auf Java. Im April wurde sie der südlichen Gruppe der Unterstützungskräfte bei der Operation C, Angriffe auf alliierte Schifffahrt entlang der Ostküste von Indien, zugeteilt. Am 6. April 1942 konnte die Amagiri gemeinsam mit den Schweren Kreuzern Mikuma und Mogami drei alliierte Handelsschiffe vor der indischen Küste versenken. Danach wurde sie der Hauptflotte zugeteilt, die unter Admiral Yamamoto Isoroku in der Schlacht um Midway den Amerikanern unterlag. Im August lief sie zu den Salomonen, um die amerikanische Landung auf Guadalcanal zu bekämpfen. Sie war sehr aktiv in der Schlacht um Guadalcanal, bei den Gefechten in den zentralen Salomonen und nahm auch an der Schlacht im Kula-Golf teil.

Am 2. August 1943, als sie Verstärkungstruppen nach Port Vila brachte, rammte und versenkte sie das PT-Schnellboot PT-109 und bekämpfte einige andere Schnellboote in der Blackettstraße südlich von Kolombangara. Dadurch erreichte sie eine gewisse Bekanntheit, da der Kommandant von PT-109 der damalige Leutnant und spätere Präsident John F. Kennedy war, der sich mit anderen Kameraden durch kilometerweites Schwimmen auf eine Insel retten konnte.

In der Nacht vom 24. auf den 25. November 1943 war sie wiederum unterwegs, um Verstärkungstruppen nach Bougainville zu bringen. In der darauf folgenden Schlacht bei Kap St. George konnten sie den amerikanischen Zerstören entkommen.

Am 23. April 1944 lief sie vor Borneo auf eine Mine und sank.

Wo das Wrack der Amagiri genau liegt, war sehr lange unbekannt, bis es am 10. Oktober 2003 nach langer Suche von einem Tauchteam entdeckt und erforscht wurde.