Amakusa Shirō

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Amakusa Shirō (jap. 天草 四郎; wirklicher Name: Masuda Tokisada ( 益田 時貞); * um 1621; † 12. April 1638) war der Führer des Shimabara-Aufstandes im Japan der Edo-Zeit.

Der Sohn eines früheren Gefolgsmannes des Konishi-Clans wurde von den Führern des Aufstandes als der „Vierte Sohn des Himmels“ angesehen, der nach den Vorhersagen von Francisco de Xavier y Jassu kommen würde, um die Christianierung Japans zu führen.

Amakusa Shirō leitete die Verteidigung der Burg Hara und starb, als sie nach monatelanger Belagerung fiel. Sein Kopf wurde lange Zeit auf einem Speer aufgespießt in Nagasaki ausgestellt, um andere mögliche christliche Rebellen abzuschrecken.

Literatur[Bearbeiten]

  • Roland Habersetzer: Amakusa Shirō – Gottes Samurai: Der Aufstand von Shimabara. Historischer Roman. Palisander Verlag, 2013, ISBN 978-3-938305-19-5.
  • Ivan Morris: Samurai oder Von der Würde des Scheiterns: Tragische Helden in der Geschichte Japans, Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 1999
  • Harald Pöcher: Kriege und Schlachten in Japan, die Geschichte schrieben: Von den Anfängen bis 1853, Lit Verlag, Münster 2009
Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich, steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Amakusa der Familienname, Shirō der Vorname.