Amalia von Kurland

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Maria Anna Amalia von Kurland (* 12. Juni 1653 in Mitau; † 16. Juni 1711 in Weilmünster) war eine Prinzessin von Kurland aus der Familie Ketteler und durch Heirat Landgräfin von Hessen-Kassel.

Leben[Bearbeiten]

Amalia war eine Tochter des Herzogs Jakob von Kurland (1610–1662) aus dessen Ehe mit Luise Charlotte (1617–1676), der ältesten Tochter des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg.

Am 21. Mai 1673 heiratete sie in Kassel Landgraf Karl von Hessen-Kassel (1654–1730). Zuvor war Amalia mit Karls älterem Bruder Wilhelm VII. verlobt gewesen, doch dieser war bereits 19-jährig während seiner Kavalierstour verstorben.

Unter Mitwirkung der Landgräfin entstand der Park Karlsaue in Kassel, in dessen Marmorbad sich ein Medaillon mit der Darstellung Amalias des bedeutenden römischen Bildhauers Pierre Etienne Monnot (1657–1733) befindet. Amalia wurde als anspruchslos, leutselig und fromm beschrieben. Gemeinsam mit ihrem Sohn Maximilian erwarb sie 1699 Burg Sensenstein. Nach Marie Amalia ist der Ort Mariendorf benannt.

Amalia ist in der Martinskirche in Kassel bestattet.

Nachkommen[Bearbeiten]

  • Wilhelm (1674–1676)
  • Karl (1675–1677)
  • Friedrich (1676–1751), Landgraf von Hessen-Kassel, König von Schweden
∞ 1. 1700 Luise von Brandenburg (1680–1705)
∞ 2. 1715 Königin Ulrike Eleonore von Schweden (1688–1741)
∞ 1704 Herzog Friedrich Wilhelm von Mecklenburg-Schwerin (1675–1713)
  • Karl (1680–1702)
  • Wilhelm VIII. (1682–1760), Landgraf von Hessen-Kassel
∞ 1717 Prinzessin Dorothea Wilhelmine von Sachsen-Zeitz (1691–1743)
  • Leopold (1684–1704)
  • Ludwig (1686–1706)
  • Marie Luise (1688–1765)
∞ 1709 Fürst Johann Wilhelm Friso von Nassau-Dietz (1687–1711)
∞ 1720 Prinzessin Friederike Charlotte von Hessen-Darmstadt (1698–1777)
  • Georg (1691–1755)
  • Eleonore (*/† 1694)
  • Wilhelmine Charlotte (1695–1722)

Literatur[Bearbeiten]

  • Christian Röth: Geschichte von Hessen S. 305
  •  Ulrich Schoenborn: Mit Herz und Verstand: Biographie und Lebenswelt der Töchter Herzog Jakobs von Kurland in Hessen-Homburg, Herford und Hessen-Kassel. Kovač, Hamburg 2010, ISBN 978-3-8300-4667-7 (nicht ausgewertet).