Amalie Joachim

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Amalie Joachim
Joseph und Amalie Joachim

Amalie Joachim (geborene Schneeweiß;[1] auch: Weiss[2], * 10. Mai 1839 in Maribor; † 3. Februar 1899 in Berlin) war eine österreichische Altistin.

Leben[Bearbeiten]

Erste Auftritte bestritt sie bereits im Alter von 14 Jahren. 1863 heiratete sie den Geigenvirtuosen Joseph Joachim, mit dem sie sechs Kinder hatte. Das bedeutete auch das vorläufige Ende ihrer Gesangskarriere, auch wenn sie nach 1870 noch regelmäßig an Aufführungen der Sing-Akademie zu Berlin teilnahm, deren Ehrenmitglied sie später wurde.

Nach 21 Jahren wurde die Ehe nach zermürbenden, mehrjährigen Streitigkeiten geschieden: Der krankhaft eifersüchtige Ehemann hatte seine Frau des Ehebruchs beschuldigt. Selbst Brahms ergriff im Ehekonflikt Partei für Amalie.

Nach der Ehescheidung war sie gezwungen, wieder als Konzertsängerin zu arbeiten. Ihr Schwerpunkt lag dabei auf dem Lied- und Oratoriengesang. In diesem Bereich setzte sie Maßstäbe. Sie wurde oft von Hans Schmidt auf dem Klavier begleitet.

Sie beförderte auch den Werdegang anderer Künstler. So vermittelte sie z. B. Monika Hunnius, Sängerin, später auch Gesangslehrerin und Schriftstellerin an Julius Stockhausen und gab ihr regelmäßig Ratschläge.

Amalie Joachim starb im Jahr 1899 an den Folgen einer Gallenoperation und wurde auf dem Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Friedhof in Berlin beerdigt.

Eine ihrer Töchter, Marie Joachim (* 31. Januar 1868 in Hannover; † unbekannt), wurde Sängerin und arbeitete in späteren Jahren mit dem langjährigen Wegbegleiter von Amalie, Raimund von Zur Mühlen zusammen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Amalie Weiss – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hugo Thielen: Weiss (eigtl. Schneeweiß), Amalie (siehe Literatur)
  2. siehe PND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek