Amapá

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Amapá
Uruguay Argentinien Paraguay Peru Chile Kolumbien Venezuela Guyana Surinam Frankreich Bolivien Amapá Roraima Acre Amazonas Pará Rondônia Maranhão Piauí Ceará Rio Grande do Norte Paraíba Pernambuco Alagoas Sergipe Tocantins Mato Grosso Espírito Santo Distrito Federal do Brasil Bahia Rio de Janeiro Goiás Mato Grosso do Sul Minas Gerais São Paulo Paraná Santa Catarina Rio Grande do SulLage
Über dieses Bild
Symbole
Flagge
Flagge
Wappen
Wappen
Basisdaten
Staat Brasilien
Hauptstadt Macapá
Fläche 142.828,5 km²
Einwohner 669.526 (2010[1])
Dichte 5 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 BR-AP
Politik
Gouverneur Camilo CapiberibeVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges
Partei (PSB)Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges
Wirtschaft
BIP 2253 Mio. R$
3365 R$ pro Kopf
(2006)
Oiapoque
Oiapoque

Amapá ist ein Bundesstaat im Norden Brasiliens mit der Hauptstadt Macapá. Die Volkszählung von 2010 zählte 669.526 Einwohner auf einer Fläche von 142.828,5 km2.[1]

Geografie[Bearbeiten]

Amapá liegt an der nördlichen Atlantikküste und grenzt im Norden an Französisch-Guyana und Suriname, im Westen und Süden an den brasilianischen Bundesstaat Pará.

Nur fünf Kilometer südlich der Hauptstadt Macapá verläuft der Äquator. Die Stelle ist durch einen Stein gekennzeichnet.

Den äußersten Norden nimmt der bis an die Grenze zu Französisch-Guyana reichende, 619.000 Hektar große Parque Nacional Cabo Orange ein, der seit 1980 unter Naturschutz steht.

Die Atlantikküste ist von Mangrovenvegetation gekennzeichnet, der Rest des Bundesstaates von tropischem Regenwald.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Grenze Brasiliens zu Französisch-Guayana war bis zu einem Schiedsspruch im Jahre 1900 umstritten. Im Jahre 1943 wurde Amapá zu einem Bundesterritorium erklärt. Am 5. Oktober 1988 wurde es mit dem Inkrafttreten der neuen brasilianischen Verfassung Bundesstaat.

Politik[Bearbeiten]

Gouverneur ist seit 2011 Camilo Capiberibe von der Partido Socialista Brasileira (PSB).

Städte[Bearbeiten]

Die größten der 16 Städte Amapás, municípios ab Einwohnerzahl ab 20.000, sind mit Stand 2010:[2]

Kultur[Bearbeiten]

Archäologie[Bearbeiten]

Archäologen haben in einer entlegenen Gegend des Bundesstaates bei Calçoene einen Steinkomplex entdeckt und erforscht, der mit dem englischen Stonehenge verglichen wird. Der Komplex Parque Arqueológico do Solstício[3] besteht aus 127 Steinstelen, die eine Höhe von bis zu 3 Metern haben. Die Granitstelen sind so platziert, dass sie astronomische Kardinalpunkte fixieren; dank dieser Konstruktion konnten zum Beispiel die Sonnenwenden genau bestimmt werden, was für die Definition der Erntezyklen von Bedeutung ist. Man ist sich über das Alter der Anlage noch nicht im Klaren; Keramikscherben, die am Ort gefunden wurden, werden jedoch auf ein Alter von 2000 Jahren datiert.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Amapá hat eine florierende Wirtschaft, die auf Krabbenfang und Manganabbau basiert.

In Monte Dourado befindet sich die Überreste des 14.000 Quadratkilometer großen Jari-Projekts, des in den 1980er-Jahren missglückten Versuchs des amerikanischen Milliardärs Daniel K. Ludwig, den Naturwald am Rio Jari für die Zellstoff-Produktion durch schnell wachsende Eukalyptus-Plantagen zu ersetzen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE): Estadosat: Amapá, Síntese 2010. Abgerufen am 11. August 2013 (portugiesisch).
  2. IBGE: Cidadesat: Amapá. Abgerufen am 11. August 2013 (portugiesisch).
  3. Calçoene megalithic observatory - Amazon Stonehenge. In: Wondermondo. Archiviert vom Original am 17. Juli 2010, abgerufen am 3. Juli 2014 (englisch).


1.39-51.91Koordinaten: 1° N, 52° W