Amarok (Album)

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Amarok
Studioalbum von Mike Oldfield
Veröffentlichung 14. Juni 1990
Label Virgin Records
Format CD, LP, MC, HDCD
Genre Progressive Rock
Anzahl der Titel 1
Laufzeit 60 min 2 s

Besetzung

Produktion Tom Newman
Studio September 1989–April 1990
Chronologie
Earth Moving
(1989)
Amarok Heaven’s Open
(1991)

Amarok ist das 13. Studioalbum des britischen Musikers Mike Oldfield, veröffentlicht im Juni 1990; im Jahr 2000 erschien eine remasterte Version. Es ist aufgrund von Unstimmigkeiten bezüglich der Vermarktungspolitik das vorletzte Album, das Oldfield für Virgin Records produzierte; mit dem übernächsten Album Tubular Bells II war er bereits bei Warner Bros. Records unter Vertrag.

Aufbau und Instrumente[Bearbeiten]

Amarok ist in vielerlei Hinsicht ein Unikat unter den Alben von Mike Oldfield. Zum einen handelt es sich um ein einziges (auch auf der CD nicht in Tracks unterteiltes) Musikstück von exakt 60 Minuten Länge. Zum anderen verzichtet Oldfield zwar auf Computertechnik und spielt alle Instrumente per Hand, verwendet aber auch unkonventionelle Instrumente; beispielsweise Zahnbürsten, einen Spielzeughund, Stühle, Löffel, Fingernägel, Zähne, eine Trillerpfeife, Wassergläser, eine Tür, einen Hammer und einen Eimer, den Inhalt eines Flugzeugmodellsets und gar einen Schlag ins Gesicht. Gegen Ende ertönt eine Parodie auf Margaret Thatcher; gesungene Worte sind in isiZulu. Die im Morsecode übermittelte Botschaft bei Minute 48 ergibt: „fuck off rb". Mit RB ist Richard Branson, der Besitzer von Virgin Records, gemeint. Allerdings ist auch in Minute 23 ein Morsecode enthalten, welcher „SOS" ergibt. Diese Botschaft könnte sich ebenfalls um Oldfields Abschied von Virgin drehen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Wie auch für Tubular Bells arbeitete Oldfield wieder mit Produzent Tom Newman zusammen und dachte ursprünglich daran, das Album Ommadawn II zu nennen. Der schließlich gewählte Titel Amarok hat laut Oldfield keine eigene Bedeutung, klinge aber wie „morgen“ oder „glücklich“ in gälisch. Das gesprochene Wort „happy“ findet sich auch mehrfach auf der CD, teils gestottert. Eine weitere Interpretation des Titels ist die Einteilung in die drei Worte „am a rock“ (dt.: „Ich bin ein Fels“), was darauf hinweist, dass Oldfield sich weigerte, den Wünschen von „Virgin Records“ nachzukommen. Darüber hinaus bezeichnet das Wort Amarok in der Sprache der Inuit einen mythischen Wolf.

Kritik[Bearbeiten]

Amarok war für Oldfield wenig erfolgreich und erreichte einen für ihn ungewöhnlich schlechten Platz 49 in den britischen Albumcharts. Dies enttäuschte Oldfield jedoch nicht, da das Album ausdrücklich darauf angelegt war, erstens keine Möglichkeit einer adäquaten Singleauskopplung zu bieten und zudem die Fans zu verwirren und zu spalten. Das Cover enthält sogar den expliziten Hinweis: „HEALTH WARNING – This record could be hazardous to the health of cloth-eared nincompoops. If you suffer from this condition, consult your Doctor immediately“ (dt.: „WARNHINWEIS AUF EINE GESUNDHEITSGEFÄHRDUNG – Diese Scheibe könnte bei schwerhörigen Trotteln Gesundheitsschäden verursachen. Sollten Sie unter dieser Krankheit leiden, suchen Sie sofort Ihren Arzt auf.“). Auf diese Weise gelang es Oldfield, seinen Vertragspflichten nachzukommen und dem zu diesem Zeitpunkt verhassten Label Virgin Records noch eins auszuwischen. Bewusst hielt Oldfield das Album Tubular Bells II zurück, da er in ihm größeres Hitpotential sah und diesen Erfolg Virgin Records nicht gönnte. Gerade diese Fortsetzung war es, die sich Virgin Records sehnlich erbeten hatte.

Trivia[Bearbeiten]

  • Der freie Audioplayer Amarok ist nach diesem Album benannt. Wenn man es im Player abspielt erscheint eine Meldung, die sich für die Benutzung der Software bedankt.

Titelliste[Bearbeiten]

  1. Amarok – 60:02

Charts[Bearbeiten]

UK #49, D #16, A #26, CH #30, S #50

Weblinks[Bearbeiten]