Amasra
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| Amasra | ||||
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| Basisdaten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Provinz (il): | Bartın | |||
| Koordinaten: | 41° 45′ N, 32° 23′ O41.74944444444432.386388888889Koordinaten: 41° 44′ 58″ N, 32° 23′ 11″ O | |||
| Einwohner: | 6.686[1] (2008) | |||
| Telefonvorwahl: | (+90) 378 | |||
| Postleitzahl: | 74 xxx | |||
| Kfz-Kennzeichen: | 74 | |||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2009) | ||||
| Bürgermeister: | Emin Timur | |||
| Webpräsenz: | ||||
| Landkreis Amasra | ||||
| Einwohner: | 15.641[1] (2008) | |||
| Fläche: | 179 km² | |||
| Bevölkerungsdichte: | 87 Einwohner je km² | |||
| Kaymakam: | Mehmet Yıldız | |||
| Webpräsenz (Kaymakam): | ||||
Amasra (auch. Sesamos, Amastris) ist eine türkische Hafenstadt an der Küste des Schwarzen Meeres in der Provinz Bartın. Der Tourismus ist die wichtigste Aktivität für die Einwohner.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Amasra liegt auf einer Halbinsel sowie auf der Insel Büyük Ada (dt. Große Insel), die durch eine von den Römern erbaute Brücke mit dem Stadtgebiet verbunden ist. Der Stadt vorgelagert liegt eine unbewohnte weitere Insel, die „Kanincheninsel“ (Tavşan adası). Auf der Halbinsel liegen die zerstörte byzantinische Zitadelle und die Stadtmauer.
[Bearbeiten] Geschichte
Der Namen Amasra stammt von der persischen Adligen Amastris († 284 v. Chr.), einer Tochter des Oxyathres, des Bruders des Dareios III.. Durch eine Fusion der vier Orte Sesamos, Kytoros, Kromna und Tios gründete die persische Fürstin 300 v. Chr. die nach ihr benannte Stadt Amastris an der Küste Paphlagoniens. Dort dürfte sie gelebt haben und prägte Münzen mit der Inschrift Königin Amastris. Als die Söhne der Amastris alt genug waren, übernahmen sie unter der Oberherrschaft ihrer Mutter die Regierung, aber bald gab es zwischen ihnen Missstimmung. Angeblich wurde Amastris 284 v. Chr. auf Anstiften ihrer Söhne ertränkt.
Mythen zufolge ist die Stadt Amasra im Meer versunken und Mitte des 11. Jhd. n.Chr. wieder aufgetaucht. Im Jahre 1261 bekamen die Griechen von dem italienischen Stadtstaat von Genua die alleinige Kontrolle über den Schwarzmeer-Handel. Die genuesische Herrschaft über die Stadt endete 1460, als das Osmanische Reich unter Führung von Sultan Mehmed II. die Stadt und das gesamte anatolische Ufer des Schwarzen Meeres eroberte und in der Stadt Amasra wohlhabend residierte. Heute zählt Amasra zu den Provinzen an der Schwarzmeerküste.
[Bearbeiten] Bevölkerung
Die Einwohnerzahl beträgt ungefähr 16.200, davon leben 6.800 in der Innenstadt und 9.800 Menschen in Dörfern.
[Bearbeiten] Wirtschaft
| Beschäftigung | |
|---|---|
| 40% | Bauer |
| 40% | Zeche |
| 15% | Fischer |
| 5% | Beamte |
[Bearbeiten] Klima
Klimatabelle (2007) Die Stadt hat mildes, feuchtes Seeklima. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 19 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 34 °C, der kälteste der Januar mit 6 °C im Mittel. Der Winter ist durch wechselhaftes Wetter bestimmt: Es gibt frühlingshafte Sonnentage, häufig Regen und Kälteeinbrüche, häufig auch Schneefälle. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt 425mm.
| Monat | Höchsttemperatur | Tiefsttemperatur | Regentage | Sonnenstunden |
|---|---|---|---|---|
| Januar | 9 | 3 | 17 | 3,6 |
| Februar | 9 | 0 | 14 | 4,2 |
| März | 12 | 3 | 13 | 4,5 |
| April | 16 | 9 | 9 | 6,6 |
| Mai | 23 | 14 | 5 | 8,9 |
| Juni | 32 | 22 | 3 | 11,8 |
| Juli | 39 | 24 | 2 | 12,1 |
| August | 32 | 20 | 3 | 11,3 |
| September | 25 | 15 | 6 | 9,2 |
| Oktober | 21 | 12 | 10 | 7,6 |
| November | 15 | 9 | 13 | 5,8 |
| Dezember | 11 | 5 | 17 | 3,3 |
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Die sich an der Zitadelle befindende Fatih Moschee wurde restauriert und war ehemals eine christliche Kirche. Sehenswürdigkeiten sind auch das Hamam und das Theater. Die zahlreichen Funde aus hellenistischer, römischer, byzantinischer und osmanischer Zeit werden im archäologisches Museum ausgestellt.
Landschaftlich zwischen bis ans Meer reichenden Bergen und Buchten gelegen, eignen sich besonders die Sandstrände im Osten der Stadt zum Baden. Dort liegen die Çakraz-, Bozköy- und Akkonak-Strände. An der Küste gibt es zahlreiche Fischrestaurants.
[Bearbeiten] Museum
Im Jahre 1955 wurde das erste Museum eröffnet, das aus einem kleinen Saal im Gemeindegebäude bestand. Am 30. Januar 1982 konnte dieses Gebäude als Museum für die Besucher eröffnet werden. Das Museum umfasst ein Stockwerk, in dem sich vier Ausstellungssäle befinden. Die Ausstellungsstücke stammen großteils aus Amasra und Umgebung. und stammen aus der hellenistischen, römischen, byzantinischen, genuesischen und osmanischen Periode.
- 1. Archäologischer Saal: Hier befinden sich in Gräbern gefundene Ton- und Glasgefäße, Tränenflaschen, Ziergegenstände aus Gold und Bronze sowie aus dem Meer geborgene Amphoren. Ausgestellt werden bronzene Statuen, Kreuze, Waffen sowie Gold-, Silber- und Bronzemünzen.
- 2. Archäologischer Saal: Dieser Saal ist Marmorwerken der hellenistischen, römischen und byzantinischen Periode gewidmet. Statuen, Büsten, Grabteile sowie Architekturteile können hier besichtigt werden.
- 1. Ethnographischer Saal: In diesem Saal werden kleine Ausstellungsstücke der späten osmanischen Periode vorgestellt. Darunter befinden sich bronzene Küchengefäße, Waffen, Schreibgeräte, Kerzenhalter, Stempel, Keramiken und Ringe sowie Holzgefäße, die die traditionelle Schnitzkunst Amasras belegen.
- 2. Ethnographischer Saal: In diesem Saal befinden sich Kleidungsstücke und Ziergegenstände aus Silber. Ebenso werden Bett- und Polsterüberwürfe, Koran-Handschriften, Teppiche, Beutel sowie antike Wanduhren ausgestellt. Auf dem Korridor des Museums befindet sich eine Mittelmeer-Karte aus dem Jahre 1852, die in der Druckerei des Serails hergestellt wurde. Außerdem werden im Garten des Museums Werke aus Stein ausgestellt.
[Bearbeiten] Bekannte Persönlichkeiten
- Barış Akarsu, Musiker und Schauspieler
[Bearbeiten] Medien
Filmproduktionen, die in Amasra realisiert wurden:
- Gönderilmemiş Mektuplar – Die Liebesbriefe
- Gülbeyaz (Weiße Rose)
- Fikrimin ince gülü (Die zarte Rose meiner Idee)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 4. November 2009

